Aero Chronik, Akademie

PCCB Academy: Ausleiten des Trudelns

Als Nachschlagewerk und als Erinnerung ein Tipp zum Durchlesen:

Die Zulassungsvorschriften schreiben vor, dass das Trudeln bei jedem Flugzeug – sofern sich Beladung und Schwerpunkt innerhalb der zugelassenen Grenzen befinden – jederzeit mit der Standardmethode beendet werden können muss.

Die Standardmethode zum Ausleiten des Trudelns ist nach JAR wie folgt definiert:

  1. Motor in Leerlauf (falls anwendbar)
  2. Querruder neutral
  3. Seitenruder voll entgegen der Drehrichtung ausschlagen
  4. kurze Pause
  5. Höhenruder nach vorne drücken
  6. Sobald die Strömung wieder anliegt: alle Ruder neutral und den Sturzflug weich abfangen, um die Struktur des Flugzeugs nicht zu überlasten

Die Reihenfolge (zuerst Seiten- dann Höhenruder) ist wichtig, da sonst das Seitenruder durch das Höhenruder abgeschattet wird, was das Ausleiten verzögern oder gar vollständig verhindern kann. Die unter Punkt 4 aufgelistete Pause zwischen Seiten- und Höhenruder ist in den JAR so nicht enthalten (Stand 2006). Sie ist aber wichtig, da ein zu frühes und/oder zu starkes Drücken wegen der erwähnten Abschattung statt des Ausleitens einen „accelerated spin“ auslösen kann, der nicht mehr direkt, sondern nur über die vorgängige Wiederherstellung des „normalen“ Trudelns durch Ziehen ausgeleitet werden kann. Vermutlich sind viele Trudelunfälle, vor allem solche, bei denen das Flugzeug in geringer Höhe ins Trudeln geraten war, darauf zurückzuführen, dass der Pilot in der Hektik zu früh drückte.

Quelle: Wikipedia

Advertisements

Diskussionen

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.

%d Bloggern gefällt das: