Aero Chronik

Elektrisches Bugrad – Fluglärm killer – Energiesparer

Seit rund drei Jahren arbeitet das Deutsche Zentrum für Luft-und Raumfahrt (DLR) schon an einem Antriebskonzept, mit dem sich Flugzeuge emissionsfrei auf dem Boden bewegen lassen. Bislang nutzen die Jets ihre Triebwerke, um ihre Parkposition einzunehmen oder zum Start zu rollen. Das ist nicht nur ineffizient, sondern produziert auch große Mengen an Emissionen im Flughafenbereich.

44 Tonnen weniger Kerosin

Bis zu 19 Prozent weniger Schadstoffemissionen und bis zu 100 Prozent weniger Lärm würde ein Flugzeug produzieren, wenn es ohne Triebwerke manövrieren könnte. Das wiederum bedeutet bei einem durchschnittlich genutzten Kurzstrecken-Flugzeug der A320-Klasse bei täglich sieben Starts eine nicht verbrauchte Kerosinmenge von 44 Tonnen. Und das lässt nicht nur die Airlines aufhorchen.

Elektroantrieb im Bugrad

Kürzlich hat das DLR in Hamburg ihren A320-Forschungsjet mit einem neuen Bugrad ausgestattet, in dessen Felgen Elektromotoren integriert sind, deren Drehmomente ausreichend groß sind, um das 47 Tonnen schwere Flugzeug in Bewegung zu setzen. Die Energie beziehen die Motoren aus einer mit Wasser- und Sauerstoff betriebenen und damit emissionsfreien Brennstoffzelle.

Daneben arbeitet das DLR auch daran, die bislang übliche Hilfsturbine im Heck des Flugzeuges ebenfalls durch Brennstoffzellen zu ersetzen. Diese so genannten APUs (Auxiliary Power Unit) versorgen bei stillstehenden Triebwerken die elektrischen Systeme an Bord.

viaElektrisches Bugrad | www.zwomp.de.

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