Aero Chronik

Zehlendorfer misstrauen Flugsicherung

Anwohner klagen über mehr Verkehr am Himmel

Berlin – Im Südwesten Berlins gibt es ein Phänomen: Viele Anwohner berichten, dass der Flugverkehr in der vergangenen Zeit stark zugenommen habe. Die Klage ist immer wieder zu hören, in unregelmäßigen Abständen. Sie argwöhnen, dass die Flugsicherung bereits die neuen Routen für den künftigen Flughafen Berlin-Brandenburg „Willy Brandt“ in Schönefeld teste. Die Flugsicherung hat die Vorwürfe schon mehrfach zurückgewiesen; die Kritiker geben sich damit aber nicht zufrieden. Die einen mutmaßen, die Routen hätten sich seit dem 6. September 2010, nachdem die Flugsicherung ihre ersten Pläne vorgestellt hatte, bereits geändert. Andere sehen und hören vermeintlich mehr Maschinen seit dem 4. Juli. An diesem Tag gab die Flugsicherung die neuen Routen bekannt. Routenplaner Robert Ertler von der Flugsicherung versichert hingegen: „Die Routen haben sich definitiv nicht verändert.“ Dies sei kurzfristig gar nicht möglich, weil für geänderte Routen eine neue Verordnung erforderlich wäre, die im Bundesanzeiger veröffentlicht werden müsste. Und bis zu einer Änderung seien die festgelegten Routen verbindlich einzuhalten. Abweichungen seien nicht zulässig – außer bei Schlechtwetterlagen. Dann dürften die Piloten schon vor dem Erreichen der üblichen 5000 Fuß die Startroute verlassen.

viaZehlendorfer misstrauen Flugsicherung – Nachrichten aus Brandenburg und Berlin.

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Diskussionen

2 Gedanken zu “Zehlendorfer misstrauen Flugsicherung

  1. Thomas, da kann ich dir nur voll zustimmen, Egoismus und Rücksichtslosigkeit, individuelles losgelöstes Wunschdenken einzelner dominieren immer mehr unsere Gesellschaft, die von den Politikern, als reine Erfüllungsgehilfen der wahren Machthaber, kontinuierlich weiter zerbröselt wird. Die geschlossene, solidarische Gesellschaft ist inzwischen der Schnee von gestern. In der dümmlichen Jagd nach Fachkräften werden wir letztlich doch nur von weiteren Wirtschaftsflüchtlingen überströmmt, was die Leistungsfähikeit und -willigkeit der vorhandenen Leistungsträger weiter unterwandert. Wer will in einem solchen Umfeld also noch soidarisch sein, sich weiter vorführen lassen. Da bleibt letztlich doch nur noch die eigene Haut. Mehr als die Hälfte der so „gewachsenen“ Bevölkerung ist ja auch kaum noch solidaritätsfähig und -willig schon gar nicht. Und den Grundsatz „nach mir die Sintflut“ leben uns doch die Politiker fast täglich vor.
    Dann wundern sich die Damen und Herren Volksverarscher obendrein noch, wenn immer mehr Leistungsträger das Weite suchen. Berlin als Schmelztiegel dieser Entwicklung ist symtomatisch für diesen Niedergang einer funktionierenden, solidarischen Gesellschaft. Innere Reibung und Agression werden weiter zunehmen.
    Heute früh hörte ich im Info-Radio, dass bereits 200 000 Roma in Berlin seßhaft geworden sind, die nun auf Kosten des Steuerzahlers ausgehalten werden und mit weiteren Fördermitteln integriert werden sollen. Als EU-Bürger haben sie Aufenthaltsrecht aber vor 2014 noch kein Arbeitsrecht. Jeder kann sich vorstellen, wie förderlich das für unsere geschlossene Gesellschaft ist und welcher Art das Potential ist, das da drin steckt. Da ist es doch kein Wunder, wenn die betuchteren und damit einflußreicheren Bürger dieser Stadt ihre paar privaten Errungenschaften, z.B. ihre häusliche Idylle, unbedingt verteidigen wollen, und wenn es nur gegen vermeindlichen Fluglärm ist. Denn das Gemeinwesen ist doch soundso schon gestört und selbst die Reste sind nicht mehr sicher.
    Meinetwegen soll Berlin im proviziellen Mief und Egoismus ersticken. Diesem Land ist nicht mehr zu helfen. Da ist ja auch nicht einmal ein Hauch von Morgenröte mit diesem Bürgermeister und der Verwaltungsangestellten als Verkehrsexpertin Nr. 1.
    Im Straßenverkehr sieht ja es übrigens nicht besser aus. Da gibt es genauso viele „Verkehrsexperten“. Einer von der TU äußerte sich heute früh auf Info-Radio und forderte mehr Verkehrsraum für Fußgänger und Radfahrer, was zwangläufig zu weiteren Einschnürungen des motorisierten Verkehrs führen wird. Nach der Tempo 30 Initiative also noch eine weitere und diesmal äußerst teure „Verkalkung“ der Verkehrsadern, der Lebensadern dieser Stadt. Auch Ampelzeiten sollen geändert werden, damit die (berufstätige?) Mutter mit ihrem Kinderwagen auch auf der breitesten Straße Berlins jederzeit in einem „Sprung“ die Überquerung schafft. Kann man solche „Wissenschaftler“ noch ernst nehmen? Die Politik tut das offensichtlich schon seit längerem.
    Alles was wir noch brauchen ist eine Musikkapelle wie auf der Titanic. Einige davon gibt es ja schon auf den Radiofrequenzen, die den Bürger so gut einlullen, dass kaum zu erwarten ist, dass er demnächst wach wird..

    Schöne Tag noch, Gerd

    Verfasst von Gerd | 20. Juli 2011, 11:50
  2. Die leute sind nicht mehr ganz Dicht! Sie beschweren sich rund 20km südlicher von Zehlendorf über eine Verdichtung des S-Bahntaktes. Wie weit geht das gejammer und egoistische Denken noch. Muss die gesamte Gesellschaft bald Rücksicht auf jeden Häuslebesitzer nehmen oder richten wir uns alle bald anch Einzelinteressen, was ein Ende der Solidargemeinschaft bedeuten würde.
    Ichs chäme mich für viele Berliner die hier ein unakzeptables Geplänkel abziehen und die Wettbewerbsfähigeit Berlins aufs Spiel setzen. Guten Nacht Berlin…so schlimm war es nicht seit 45…

    Verfasst von thomas | 18. Juli 2011, 21:47
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