Aero Chronik

Toter und zwei Verletzte bei Flugzeug-Unfällen | Südwest Presse Online

Kirchheim/Teck/ Schwäbisch Gmünd/ Wiesensteig. Am Wochenende sind bei drei Segelflugzeug-Abstürzen ein Mann getötet und zwei weitere verletzt worden. Die Ursachen sind in allen drei Fällen bislang ungeklärt.

Bereits am Donnerstag kam bei einem Absturz im Rahmen eines Wettbewerbs ein Mann ums Leben. Das Flugzeug eines 55-Jährigen aus Bayern, der in Richtung des Wendepunktes Bopfingen unterwegs war, sichteten Augenzeugen kurz nach dem Start beim Gmünder Flugplatz Hornberg in etwa 30 Metern Höhe, als es abstürzte. Nach Infomationen der Polizei bremste vermutlich der starke Gegenwind die Maschine so sehr ab, dass sie zu langsam wurde.

Das Flugzeug brach auseinander. Der Pilot verstarb vor Ort in dem total demolierten Cockpit. An dem Flugzeug entstand Totalschaden in Höhe von 80.000 Euro. Flughafen-Angestellten zufolge hatte der verunglückte Segelflieger vorher keine Notfallmeldung durchgegeben. „Offensichtlich war ein Flugfehler des Piloten ursächlich“, heißt es im Polizeibericht.

Wegen der noch ungeklärten Unglücksumstände entsandte die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung einen Sachverständigen, der noch in der Nacht die Ermittlungen aufnahm.

Einen weiteren Unfall gab es am Samstagnachmittag bei Schwäbisch Gmünd. Ein britischer Pilot wollte aufgrund von Thermikproblemen auf dem nahe gelegenen Segeflugplatz Aufhausen-Berneck landen. Das war dem Piloten aber wegen des starken Seitenwindes nicht möglich, weshalb er sich entschloss, auf einer leicht abschüssigen Wiese in der Nähe des Segelflugplatzes zu landen.

Dabei übersah er eine ca. 1 Meter tiefe Böschung. Als er sie erkannte, war es bereits zu spät, er berührte die Böschung mit der linken Tragfläche und schmierte ab. Dabei zog sich der Pilot einen Bruch des rechten Fersenbeins zu, sowie diverse Prellungen und Schnittwunden.

Das Heckruder wurde abgerissen, die Pilotenkanzel wurde fast vollständig zerstört. Warum der Britelanden wollte, ist nicht bekannt. Er hatte am Hanhweid-Wettbewerb bei Kirchheim/Teck teilgenommen. Segelflugexperten schätzen den Wert der völlig zerstörten Maschine auf 160.000 Euro.

Der dritte Absturz in nur zwei Tagen ereignete sich am Samstagabend am Bläsiberg bei Wiesensteig. Ein 62 jähriger Segelflieger aus Weilheim/Teck, der von Dettingen/Teck zu einem Rundflug über die Landesgrenze hinaus ins Bayerische gestartet war und sich bereits auf dem Rückflug befand, entschloss sich ebenfalls aufgrund von Thermikproblemen im Bereich des Bläsibergs zu einer Außenlandung.

Aufgrund des starken Seitenwindes wurde der Pilot aber von seiner vorhergesehen, gemähten Wiese in eine ungemähte Wiese abgedrängt. Beim Berühren des Hochgrases schmierte das Segelflugzeug ab und drehte sich um 180 Grad und wurde beim Aufprall total beschädigt. Der Pilot blieb unverletzt. Der Sachschaden am Segelflieger beläuft sich auf ca. 40.000 Euro.

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