Aero Chronik

Luftverkehr in Berlin

In 2011 erwartet die DFS in Berlin ca.240.000 Flugbewegungen. Tendenz steigend. Im nächsten Jahr soll dieser Verkehr mit zwei, statt den früheren sechs Landebahnen abgewickelt werden. Man kann nur hoffen, es gibt genug Stellen für Controller, dass dieses Aufkommen sicher geleitet werden kann.

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Diskussionen

3 Gedanken zu “Luftverkehr in Berlin

  1. Bitte seid doch erst einmal optimistischer, was die Anzahl der Bahnen betrifft. Es muß doch mal aufhören, ständig der Schließung von THF und zukünftig wohl auch TXL hinterher zu trauern. Wer immer nur das Rad der Geschichte zurückdrehen will, kommt nicht vorwärts. Dabei gäbe es genug in der Berliner Luftfahrt zu tun, um wirklich einmal wieder an große Luftfahrt-Geschichte in Berlin anzuknüpfen.
    Es wird fast 22 Jahre nach Mauerfall gedauert haben, bis Berlin endlich halbwegs den Flughafen bekommt, den es lange verdient gehabt hätte. Doch noch immer gibt es ausreichend alte und neue Kräfte, die selbst das wenig Selbstverständliche der großen Luftfahrt der deutschen Hauptstadt nicht gönnen wollen. Da kann man immer nur hoffen, dass man im Ausland nicht allzu viel davon mitbekommt. Da braucht es dann nämlich gar keinen Westerwelle.
    Hinsichtlich des Verkehrsaufkommens schaut bitte mal auf andere Flughäfen mit zwei Bahnen, was die so jährlich bewegen:
    BKK 290 T
    DXB 260 T.
    CHN 260 T.
    HKG 309 T.
    CGK 248 T.
    LGW 263 T.
    LHR 478 T.
    MUC 422 T.
    SEA 345 T.
    Das Maß aller Dinge, vor allem hinsichtlich der Flugsicherung ist für mich noch immer LHR. Was und vor allem wie dort auf 2 Bahnen geschafft wird, ist schon beachtlich, wenn auch am Limit und nicht gerade für Berlin wünschenswert. Gestartet und gelandet wird dort meist nur auf jeweils einer Bahn. Das Berliner Theater um parallele Abflüge käme dort nur selten zum tragen, wobei dort auch noch mindestens 9 Flughäfen im Umkreis von 100 km Nähe liegen. Außerdem hat Berlin sogar noch Platz für eine dritte Bahn, wenn man rechtzeitig daran denkt. Für die nächsten 10 Jahre sollten aber 2 Bahnen reichen.
    Viel wichtiger ist doch, wie wird Berlin mit den paar Tausend egoistischen Gegnern und „Teufel an die Wand“ Malern fertig wird und wann zieht die Luftfahrtszene in Berlin endlich einmal am gleichen Strang. Das Nachtflugverbot ist doch viel gravierender und der eigentliche Dolchstoß der Minderheit an die überwältigende Mehrheit der Flughafen-Nutzer. Das ist die Demokratie von heute.
    Da habe ich in diesem „Rechts“staat viel weniger Hoffnung als dass zwei Bahnen schon gleich wieder zu wenig sein könnten, denn auch drei oder vier Bahnen würden nachts dann nur nutzlos in der Gegend rumliegen..

    be safe up there, Gerd

    Verfasst von Gerd | 11. Mai 2011, 19:54
    • Nun, in vielen Punkten, vor allem zur positiven Einstellung gebe ich dir recht. Daher wünsche ich mir mehr Controller Stellen und wenn es sein muss Nachtflug.

      Dennoch:
      – für ein Inlandsflug von 45min werde ich zukünftig 1h anreisen und 40min warten. Das ist mist, wenn man in der Stadt wohnt. Auch Chicago, London, Paris et al haben Regionalflughäfen, zumindest für die Kurzstrecke.
      – durch die „Schließungswut“ fahre ich min. 1h zum Flugplatz um dann vielleicht 1-2h zu fliegen. Nordbahn cvon TXL als PRR Platz, halbe Südbahn von THF für MTOW <2to, warum darf man so was nicht mal andenken? Wo wären denn Berlin ohne die Fliegerei

      Und außerdem lebt Berlin von den Touristen, so lesen wir. Das ganze Segment Rundflüge, DC3, Rosinenbomber usw. werden durch die Entscheidung, alles nach Brandenburg zu verlegen, nicht unbedingt gefördert.

      Es lebe der Fortschritt und es werden durch BBI viele und neue Arbeitsplätze entstehen. Aber warum muss dafür immer zuerst Gutes völlig entfernt werden?

      Verfasst von boatschafter | 13. Mai 2011, 08:40
      • Ich verstehe deine Erwägungen schon. Da ist viel dran, aber auch etwas Wunschdenken, denn Chicago, London und Paris spielen in einer ganz anderen Liga und die Docklands in London ständig Tempelhof gleichzusetzen, das geht in vielerlei Hinsicht einfach nicht auf. Berlin hat dazu auch nahezu kein Hinterland, allein schon im Vergleich zu München oder Düsseldorf. Was wir unbedingt aber benötigen, ist neben den angemahnten ausreichenden Controllerstellen, eine schnelle Verbindung von der City zum Airport, sowohl auf der Schiene als auch auf der Straße. (Siehe London ab Terminal 5, mit freiem Internetzugang im Zug, da kann man die Zeit nutzen) Das muß von Senat und Regierung eingefordert werden.

        Ob eine RWY in TXL für die AL offen bleiben sollte, ist sicherlich eine Überlegung wert, die aber nicht ohne die Anwohner vollzogen werden sollte. Das ist der Tausch von sachte fauchenden Düsenjet gegen hell schnurrende Ein-Mots, die dann wohl vor allem das Wochenende und die sommerlichen Abendstunden ausfüllen. Aber eine ernsthafte Überlegung/Untersuchung wäre es schon wert. Aber über die erwähnten Entfernungen von der City zum Flughafen würde man in den angeführten Städten Chicago, London oder Paris (in denen ich oft bin oder war) nur schmuzeln. Da ist Berlin eben doch wirklich noch ein Dorf, auch im Denken. Und die AL tummelt sich meines Wissens auch nicht auf dem Londoner City Airport.
        Da ist also immer noch viel Wunschdenken und Verklärung in den Berliner „Argumenten“. Aber das wird sich sicherlich alles noch einpegeln. Nur dauert es eben schon ziemlich lange, zu lange für Weltniveau.
        Was man auch unbedingt fordern sollte, ist freies Internet auf dem gesamten Flughafen. Das würde Berlin ein großes Plus bei den Kunden einbringen (siehe Wien). Diese Klein-Klein Internet-Abzocke, bei den schon hohen Fluggast-Gebühren ist einfach lächerlich und unzeitgemäß, denn immer mehr profitieren alle Fluggäste in irgendeiner Weise davon.

        Be safe up there, Gerd

        Verfasst von Gerd | 19. Mai 2011, 09:37
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