Aero Chronik

Cockpit will wegen Laser-Attacken strengere Gesetze

Mittwoch, 26. Januar 2011 – 13:52

Frankfurt/Main (dpa) – Die deutschen Piloten fühlen sich durch die zunehmende Zahl sogenannter Laser-Attacken auf ihre Flugzeuge bedroht und fordern strengere Gesetze.

In den USA habe sich die Zahl von Blendungen durch Laser-Pointer im Vergleich der Jahre 2009 zu 2010 von 1527 auf 2836 fast verdoppelt, berichtete die Pilotenvereinigung Cockpit am Mittwoch. «Laser-Pointer werden immer billiger und leistungsfähiger, was die Verbreitung vorantreibt und die Möglichkeiten der Blendung von Flugzeugen steigert», warnte Cockpit-Sprecher Jörg Handwerg.

In den Vereinigten Staaten stehe bereits ein versuchtes Blenden unter Strafe, in Australien falle seit 2008 sogar der Besitz starker Laser-Geräte unter das Waffengesetz. Dagegen sei die Rechtslage in Deutschland «unzureichend», sagte Handwerg: Nicht der Versuch, sondern erst die konkrete Gefährdung des Flugverkehrs sei strafbar. Somit sei die Hürde für eine Bestrafung der Täter sehr hoch. Der Besitz von Pointern, gleich welcher Stärke, ist in Deutschland legal.

Im November vorigen Jahres hatte Cockpit vom hessischen Justizministerium gefordert, den Besitz von starken Lasern zu verbieten. Für 2010 hatte die Deutsche Flugsicherung bis Ende Oktober knapp 330 Blendungen registriert. Im Januar 2010 war ein Mann in Hamm erstmals wegen einer Attacke zu zehn Monaten Haft auf Bewährung und 1000 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Der 29-Jährige hatte im Juni 2009 zweimal einen Hubschrauberpiloten mit einem Laser geblendet.

viaCockpit will wegen Laser-Attacken strengere Gesetze.

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