Aero Chronik

2005

2005

6. Januar

Der Tagesspiegel zitiert „ungenannte Planungsrechtler“, die erklären, die Einwände gegen den Planfeststellungsbeschluss für den Ausbau Schönefelds zum BBI seien nicht stichhaltig. Daher werde das Bundesverwaltungsgericht die Klagen der Flughafengegner abweisen.

Die TUI entscheidet sich für die Boeing 737-800 als Ersatz der alten Flotte. Zehn Maschinen wurden fest bestellt. Die noch in der Flotte stehenden Airbusse sollen zeitnah verkauft werden.

7. Januar

Einwohner protestieren gegen die Pläne des Landrats von Spree-Neiße gegen den geplanten Ausbau des Flugplatzes Cottbus zu einem internationalen Frachtflughafen, den der amerikanische Flughafen Erie in Pennsylvania betreiben will. Kritisiert wurde auch, dass die Landesregierung den Ausbau gebilligt hat.

10. Januar

Cirrus übernimmt von InterSky den Flugverkehr zwischen BerlinTempelhof und Bern. Die Strecke wird bis zu zweimal t„glich – elf Flugpaare pro Woche – bedient. InterSky flog nur einmal t„glich. Eingesetzt wird ein Regionaljet vom Typ Dornier 328. InterSky verdoppelt nach dem Rückzug aus Bern die Friedrichshafen-Flüge.

11. Januar

Der Berliner Senat billigt das Finanzierungskonzept für den Ausbau Schönefelds zum BBI und leitet die Vorlage an das Abgeordnetenhaus weiter.

Germanwings arbeitet eng mit der Billig-Tochter der polnischen LOT, Centralwings, zusammen und bildet mit ihr ein erstes ausländisches Drehkreuz in Warschau. Geplant ist bis zum Sommer ein drittes innerdeutsches Drehkreuz, für das Berlin-Schönefeld favorisiert wird.

12. Januar

Der Vorschlag des Flughafen-Architekten Hans-Georg Brunnert, Tempelhof zur Abfertigung der BBI-Passagiere auszubauen und zu nutzen, stößt im Verkehrsausschuss des Abgeordnetenhauses auf den Widerstand von SPD, Grünen und PDS.

Die FBS hat mit Probebohrungen auf dem Flughafengelände in Schönefeld begonnen, mit denen die Tragfähigkeit des Bodens für die künftigen BBI-Anlagen untersucht werden soll.

13. Januar

Die FBS hat einen weiteren Planungsauftrag vergeben. Und zwar für die Generalplanerleistungen für die „Luftseitigen Flächenbauwerke“, zu denen die neue Startbahn im Süden, Rollwege und Abstellplätze für Flugzeuge gehören, an die Bietergemeinschaft Dorsch Consult (München), Aiport Consulting Partners (Leipzig) und Voigt Ingenieure (Berlin).

14. Januar

Der Flugzeughersteller Aquila auf dem Flugplatz Schönhagen hat Insolvenz angemeldet, obwohl mit Aufträgen für 25 Flugzeuge des Typs A 210 die Jahresproduktion gesichert war. Als Grund wurden Liquiditätsprobleme angegeben. Der Insolvenzverwalter ist optimistisch, dass der Betrieb weitergeführt werden kann. Das Wirtschaftsministerium sagte möglicherweise Hilfe zu, falls ein überzeugendes Konzept für die Weiterentwicklung des Flugzeugs zu einem Viersitzer vorgelegt werde.

15. Januar

Auf einer Klausursitzung der Berliner SPD kritisiert der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit die Lufthansa und erklärt, sie tue nicht genug für Berlin, hauptsächlich wegen des Fehlens von Fernverbindungen. – In der Sitzung berichtet der Bahnbevollmächtigte Peter Debuschewitz, dass der BBI-Terminalbahnhof pünktlich fertig gestellt sein werde, dass es die notwendige Shuttle-Verbindung allerdings zur Eröffnung 2010 noch nicht geben werde.

17. Januar

Die ADV bezeichnet das Luftsicherheitgesetz, dass von Bundespräsident Köhler nur mit dem Hinweis unterschrieben worden ist, die Verfassungsmäßigkeit müsse geprüft werden, als rechtlich zweifelhaft. Vor allem die Verlagerung der Kosten auf den Airports an die Flughäfen wird abgelehnt.

18. Januar

Die Bahn AG stellt klar, dass es einen Anschluss an den BBI über die noch auszubauende Dresdner Bahn geben werde, dieser aber bis zum geplanten Betriebsbeginn des BBI nicht vorhanden sein werde. Der Airport-Express müsse zunächst über die Anhalter Bahn geführt werden, was die Fahrzeit von Lehrter Bahnhof nahezu verdoppelt. Zudem wird möglicherweise nur ein Zugpaar pro Stunde verkehren können, da über die Anhalter Bahn der gesamte Verkehr nach Leipzig und Dresden verkehre. Für den Ausbau der Dresdner Bahn ist die Finanzierung – 437 Millionen Euro – ebenso wenig gesichert, wie die Planfeststellung, da die Einwohner in Lichtenrade, unterstützt vom Berliner Senat, weiterhin eine Tunnel-Lösung durch den Ortskern verlangen, die von der Bahn abgelehnt wird.

19. Januar

Die Lufthansa nimmt in ihrem Trainingszentrum in Schönefeld ihren zehnten Simulator – für die Boeing 737-600/700/800 – in Betrieb und kündigt gleichzeitig an, das Zentrum werde mit einem Finanzaufwand von 40 Millionen Euro ausgebaut. In einem neuen Gebäude sollen Anfang 2006 zunächst zwei weitere Simulatoren installiert werden, einer für den Airbus 320 und einer für den Regionaljet Embraer 170/190. Für diesen Flugzeugtyp gibt es einen Simulator bisher nur in Kanada. Alle sechs bisherigen Simulatoren für Boeing- und Airbus-Flugzeuge sind inzwischen mit einem Aufwand von insgesamt sechs Millionen Euro mit dem modernsten Sichtsimulationssytem EP 1000 CT des US-Herstellers Evans & Sutherland ausgerüstet worden.

27. Januar

Die Betreiber des Flughafens Erie im US-Bundesstaat Pennsylvania halten an dem geplanten Ausbau des Flugplatzes Drewitz zu einem internationalen Fracht-Hub fest, erklärte der Geschäftsführer der neu gegründeten Firma Erie-Drewitz-International, Dan Adamus. Der Flugplatz soll nun im Frühjahr übernommen werden.

Eine Challenger der Flugbereitschaft, mit der Bundesaußenminister Fischer von Tegel nach Saloniki fliegen wollte, mußte nach dem Start umdrehen, nachdem in der Kabine Rauchentwicklung registriert worden war. Der Minister fuhr nach Tempelhof und flog von dort mit einer Chartermaschine.

31. Januar

Die Bilanz für Januar: 1 087 949 Passagiere (+ 20) und 16 346 Bewegungen (+5,4)

Tegel: 770 793 Passagiere (+ 4,2) und 10 482 Bewegungen (- 1,2)

Tempelhof: 29 565 Passagiere ( + 5,5) und 2 009 Bewegungen (- 16,9)

Schönefeld: 287 591 Passagiere (+ 107) und 3 855 Bewegungen (+ 55,6)

Inland-Linienverkehr:

Gesamt: 486 780 Passagiere (- 0,6)

Tegel: 420 541 ( -2,5)

Tempelhof: 20 441 (+ 67,6)

Schönefeld: 45 798 (- 1,1)

2. Februar.

Die FBS und die deutsche Abteilung der internationalen Anti-Korruptions-Organisation Transparency International haben einen Integritätsvertrag geschlossen, der zur Vorbeugung gegen Korruption und illegale Absprachen beim Bau des BBI dienen soll. Der Vertrag ist fester Bestandteil aller Vergabeverfahren und gilt bis zur Abwicklung der Aufträge.

9. Februar

Der BDLI hat in einer Erklärung jede Form einer europäischen Kerosinsteuer energisch abgelehnt, weil sie tausende von Arbeitsplätzen gefährden und die Attraktivirät Europas als Luftverkehrsstandort schädigen und den Tourismus belasten würde.

10. Februar

Der 3. Senat des Brandenburger Oberverwaltungsgerichts in Frankfurt / Oder hat in der Normenkontrollklage von vier Anrainerkommunen in Schönefeld auch den von den Brandenburger Behörden erstellten, schon einmal abgelehnten und dann überarbeiteten „Gemeinsamen Landesplan zur Entwicklung des Flughafenstandortes Schönefeld“ (LEP FS) für nichtig erklärt. Eine Revision wurde nicht zugelassen. In dem Urteil heißt es, der Plan sei nur unter Verstößen gegen Anforderungen höheren Rechts zustande gekommen. Die Abwägung mit anderen Interessen und von Berlin weiter entfernten Standorten sei nicht ausreichend erfolgt. Der Lärmschutz sei vernachlässigt worden. Es sei nicht einmal annähernd ermittelt worden, wie viele Einwohner im Umfeld von Schönefeld im Vergleich zu möglichen anderen Standorten vom Fluglärm betroffen seien. Die Anwälte der Flughafen-Gegner erklärten, das Urteil sei bedeutend für die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts, die im nächsten Jahr über die Planfeststellung des BBI gefällt werden soll. Obwohl das Gericht betont hatte, in dem Verfahren sei nicht über den Standort Schönefeld als solchem entschieden worden, vertreten Fachanwälte die Ansicht, das Bundesverwaltungsgericht könne keinesfalls das Urteil des Brandenburger Oberverwaltungsgerichts ignorieren. Vor allem die vom Gericht gerügte ungenügende Klärung der Lärmbelästigung könne dem BBI zum Verhängnis werden. Die betroffenen Regierungen in Brandenburg und Berlin vertraten dagegen die Ansicht, der Landesentwicklungsplan sei keine Vorbedingung für die Planfeststellung. In dieser seien strengere Maßstäbe angelegt worden als in dem Landesentwicklungsplan.

Scharfe Kritik richtet sich nach dem Urteil gegen die gemeinsame Landesplanungsabteilung von Berlin und Brandenburg, in der die insgesamt drei Landesentwicklungspläne für den Standort Schönefeld erarbeitet worden waren, die nach einander sämtlich vom Gericht als nichtig abgelehnt worden sind. In Berlin wird auch kolportiert, in den Brandenburger Behörden säßen viele Mitarbeiter, die seinerzeit für den Standort Sperenberg eingetreten waren und möglicherweise nicht mit dem erforderlichen Elan die Planung für Schönefeld vorangetrieben hätten. Der zuständige Brandenburger Infrastrukturminister Frank Szymanski erklärt in einem Interview mit der Berliner Morgenpost, der BBI sei durch das Urteil nicht gefährdet. Wenn das schriftliche Urteil vorliegen werde, werde man prüfen, welche Mängel abzustellen sein werden. Das Qualitätsmanagement für die Landesplanung müsse verbessert werden. Aber der Zeitplan für den Betrieb des BBI könne eingehalten werden. Allerdings sprach der Minister nun schon von den Jahren 2010 /2011.

17. Februar

Als Konsequenz aus dem Urteil des Brandenburger Oberverwaltungsgerichts hat die Brandenburger Regierung den bisherigen Leiter der Landesplanungsabteilung Berlin-Brandenburg, Gerd Gebhardt, abgelöst und den bisherigen Leiter der Grundsatzabteilung im Brandenburger Infrastrukturministerium, Gerhard Steintjes, zum Nachfolger ernannt. Gebhardt stimmte einem Ringtausch zu und übernahm die Arbeit von Steintjes im Ministerium. Der bisherige von Berlin gestellte Stellvertreter der Landesplanungsabteilung, Peter Schirmer, bleibt in seinem Amt. Es wurde erklärt, eine zu bildende Projektgruppe unter Steintjes Führung solle die Planfeststellung in Hinblick auf das Gerichtsverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht gerichtsfest machen. Es soll auch externe Beratung erfolgen.

18. Februar

Die Chefs der DBA, Hans-Rudolf Wöhrl, und der Germania, Hinrich Bischoff, haben bekannt gegeben, dass die DBA zum Sommerflugplan alle Flugzeuge und Strecken der Germania-Express übernehmen wird. Wöhrl bekräftigte zugleich sein Interesse am Flughafen Tempelhof, den er nach wie vor übernehmen wolle. Die Flotte der DBA wächst nun auf 27 Maschinen, das Streckennetz verdoppelt sich auf 32 Verbindungen. In Berlin und München soll das Angebot zum Sommer erweitert werden. In Tempelhof werden vermutlich die Flüge nach München bleiben, überlegt wird eine Verlegung von Köln-Flügen von Tegel nach Tempelhof, von wo aus dann auch der Beamten-Shuttle verkehren könnte.

22. Februar

Die Berliner Verkehrssenatorin Ingeborg Junge-Reyer erklärt, auch nach den Vereinbarungen zwischen DBA und Germania über die stärkere Nutzung Tempelhofs bleibe der Senat bei seiner Auffassung, das Tempelhof vorzeitig geschlossen werden solle. Auf das Angebot der DBA, den Flughafen Tempelhof in eigene Regie zu übernehmen, dass die DBA nochmals wiederholt hatte, ging die Senatorin nicht ein.

23. Februar

Condor Berlin hat eine Expansion beschlossen. Ein 13. A 320 soll in Dienst gestellt werden, die Zahl der Mitarbeiter soll um 66 auf 584 erhöht werden. 2004 beförderte Condor Berlin 2 064 015 Passagiere, 19 Prozent mehr als 2003. Sitz der Condor Berlin ist der Flughafen Schönefeld.

Easyjet teilt mit, dass sie im Laufe des Sommerflugplans weitere Ziele von Schönefeld aus ansteuern wird: Belfast, Olbia, Pisa, Valencia, Aachen-Maastricht

24. Februar

Die Anwälte der Flughafengegner in Schönefeld haben die Landesregierung aufgefordert, die Planfeststellung für den BBI zurückzuziehen. Begründet wurde die Aufforderung mit dem Urteil des Brandenburger Oberverwaltungsgerichts, das den Landesentwicklungsplan für nichtig erklärt hatte.

25. Februar

Nach der Gemania haben jetzt auch Air Berlin und DBA die Gebühren in Tegel eigenmächtig gekürzt mit der Begründung, sie wollten mit den hohen Gebühren in Tegel nicht die britische Billig-Konkurrenz in Schönefeld subventionieren.

28. Februar

Bilanz für Februar: 1 083 445 Passagiere (+ 13,9) und 16 153 Bewegungen (+ 2,3)

Tegel: 769 321 Passagiere ( – 0,7) und 10 482 Bewegungen (- 1,2)

Tempelhof: 32 108 Passagiere (+ 3,6) und 1 647 Bewegungen (- 21,6)

Schönefeld: 282 016 Passagiere ( + 93,5) und 3 566 Bewegungen (+ 36,2)

Passagiere Inland-Linienverkehr:

Tegel: 430 852 (- 2,4)

Tempelhof: 21 572 (+ 58,7)

Schönefeld: 41 759 (- 7,9)

1. März

Air Berlin hat ihre Linienflüge nach Warschau wegen mangelnder Nachfrage eingestellt. Betroffen auch die Verbindung von Tegel in die polnische Hauptstadt.

2. März

Easyjet teilt mit, sie werde zum Winterflugplan von Schönefeld weitere neue Ziele anfliegen: Rom, Mailand und London-Gatwick. Insgesamt sollen 2005 dann weitere drei Flugzeuge in Schönefeld stationiert und 100 direkte Arbeitsplätze geschaffen werden.

3.März

Der Württembergische Verwaltungsgerichtshof hat entschieden, dass der Beschluss der Landesregierung, einen Ausbau des Flugplatzes Lahr zu unterbinden, aufgehoben wird. Begründet wurde der Beschluss mit der Feststellung, eine Bedürfnisprüfung dürfe nicht mit dem Ziel erfolgen, bestehende Flugplätze zu schützen. Die Betreiber des Flughafens Neuhardenberg sehen in dem Urteil die Hoffnung, dass auch das Brandenburger Oberverwaltungsgericht in ihrem Sinne entscheiden und den Beschluss der Brandenburger Landesregierung kippen, die zugunsten Schönefelds einen Ausbau Neuhardenbergs abgelehnt hat.

4. März

Nachdem Ryanair den Aufbau weiterer Drehkreuze angekündigt und Berlin als möglichen Standort genannt hatte, erklärt die FBS, sie stehe nicht in Verhandlungen mit Ryanair. Man sei auch nicht interessiert, weil die Airline unerfüllbare Sonderkonditionen verlange.

8. März

Die FBS legte ein Gutachten vor, nach dem durch den BBI bis zum Jahre 2012 rund 40 000 neue Arbeitsplätze entstehen würden. In den letzten beiden Jahren sei die Zahl der direkten Arbeitsplätze im Berliner Flughafen-System um 11,8 Prozent auf 14 467 gestiegen. Hauptarbeitgeber sei der Lufthansa-Konzern.

9. März

In der Zeit vom 2. bis zum 9. März fand in Schönefeld eine VW-Präsentation statt, zu der 5 500 Gäste in 22 zusätzlichen Flügen angereist seien.

10. März

Die DBA teilt mit, sie habe die Zustimmung der Regierung erhalten, den Beamten-Shuttle von Tegel nach Tempelhof zu verlegen. Die DBA will nach dem Zusammengehen mit Germania alle Köln/Bonn-Flüge von Tegel nach Tempelhof verlegen. Der Beamten-Shuttle werde im Mai beginnen.

11. März

Die DBA präsentiert auf der ITB den Sommerflugplan, der wöchentlich 45 Flugpaare auf der Strecke von Köln/Bonn nach Tempelhof vorsieht. Weitere zehn Flugpaare wöchentlich werden von Tempelhof nach München angeboten.

Germanwings teilt auf der ITB mit, dass sie vom 5. Juni an in Schönefeld ihr drittes Drehkreuz eröffnen werde. Zusätzlich zu den bisherigen Flügen nach Köln/Bonn und Stuttgart soll es dann Flüge nach Ankara, Istanbul, Split, Stockholm und Zagreb geben. Bei einem Erfolg des Drehkreuzes will Germanwings zum Winterflugplan weitere Auslandsflüge anbieten.

Die Geschäftsführungen von Air Berlin und Germanwings haben auf der ITB Front gegen Pläne für eine Kerosinsteuer gemacht und erklärt, dies werde zu einem Tanktourismus mit schlimmen Folgen für die deutschen Airports führen. Es sei mit Verlusten am Arbeitsplatz zu rechnen. Für Air Berlin erklärt Joachim Hunold, es gehe nicht an, dass die Airlines in Tegel die britische Billig-Konkurrenz in Schönefeld subventionierten. Daher habe er die Gebühren einseitig gekürzt und sehe möglichen Klagen der FBS sehr gelassen entgegen.

Die Post ändert ihre Flugpostdienste. Germanwings wird Nachtpostflüge von Schönefeld nach Stuttgart übernehmen, Nachtpostflüge nach Frankfurt und München werden in Tegel etabliert. Hier hat die DBA den Zuschlag erhalten. Umweltminister Trittin fordert dagegen, dass alle Nachtpostflüge in Schönefeld konzentriert werden.

12. März

Der Chef des Veranstalters Alltours, Wille Verhuven, fordert eine Kerosinsteuer für die Luftfahrt und Mindestpreise nicht unter 70 Euro für den einfachen Flug. Es gehe nicht, dass innerdeutsche Bahnkarten teurer seien als Flüge, erklärte er.

12. März

Das Brandenburger Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung hat mitgeteilt, es habe am 10. März die schriftliche Urteilsbegründung für das Urteil des Brandenburger Oberverwaltungsgerichts erhalten, mit dem der Landesentwicklungsplan für Schönefeld für nichtig erklärt worden war. Das Ministerium erklärte, gegen die Nichtzulassung einer Revision des Urteils werde nunmehr Beschwerde eingelegt. Die von den zuständigen Ministern in Brandenburg und Berlin, Frank Szymanski und Ingeborg Junge-Reyer, einberufene Projektgruppe wird jetzt prüfen, welche landesplanerischen Konsequenzen aus dem Urteil zu ziehen wären.

13. März

Cirrus stellt die Flüge zwischen Tempelhof und Bern wegen mangelnder Auslastung ein.

14. März

Die IHK von Berlin und Brandenburg und der DGB fordern die Regierungschefs beider Länder auf, die Planung für den BBI zur Chefsache zu machen. Der Berliner DGB-Chef Dieter Scholz richtet heftige Kritik an die Adresse der Regierungen und fordert, dass endlich die Widersprüche beseitigt werden und zudem dafür gesorgt werde, dass ein befriedigender Bahn- Anschluss an den BBI endlich gesichert werde.

16. März

Die Bahn will 315 000 Euro für eine Modernisierung des Bahnhofs Schönefeld ausgeben, nachdem Brandenburg 215 000 Euro Fördemittel zur Verfügung gestellt hatte. Damit soll der Zugang zum Flughafen Schönefeld attraktiver werden. Der 300 Meter lange Weg vom Bahnhof zum Terminal wird von der FBS verwirklich und finanziert.

17. März

Zwischen Brandenburg und Berlin kommt es zu einem Konflikt über die Vermarktung der Grundstücke um den künftigen BBI. Während Brandenburg will, dass sich die FBS an der privaten Berlin Brandenburg Area Devolepment Company (BADC) beteiligt, lehnt Berlin das kategorisch ab. Berlin besteht auf einer Trennung zwischen Flughafen und dem Umfeld. Die FBS werde ihre eigenen Grundstücke selbst vermarkten, wurde erklärt. An der BADC, deren Aufsichtsratsvorsitzender der Brandenburger Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns ist, sind nur einige Gemeinden mit 15 Prozent beteiligt, die amerikanische Immobilienfirma HIG mit 25 Prozent. 60 Prozent hält die Frankfurter Airport Area Beteiligungsgesellschaft. Deren Anteile sollen nach dem willen Brandenburgs von weiteren Investoren und der FBS (25Prozent) übernommen werden, was Berlin ablehnt.

17. März

Nach der Übernahme der Flugzeuge und Strecken von Germania-Express durch die DBA hat Germania nun ihrerseits die Mehrheit der DBA übernommen. Anteile von Hans Rudolf Wöhrl wurden von dem Germania-Besitzer Hinrich Bischoff übernommen. Neue Verteilung: 64 Prozent Bischoff, 28,8 Prozent Wöhrl und je 3,6 Prozent für die beiden DBA-Geschäftsführer Martin Gaus und Peter Wojahn. Wöhrl bleibt Chef des Aufsichtsrates der DBA.

18. März

Der Bundestag hat mit den Stimmen der SPD und der Grünen einen Appell von CDU und FDP abgelehnt, mit dem der Berliner Senat aufgefordert werden sollte, den Flughafen Tempelhof offen zu lassen und auf eine vorzeitige Schließung zu verzichten.

21. März

Die FBS hat angekündigt, sie werde in Musterprozessen Air Berlin und Germania auf Zahlung der vollen Flughafengebühren verklagen. Die Klage richtet sich dagegen, dass alle Airlines die Gebührenerhöhungen in Tegel und Tempelhof vom 1.April 2002 und vom 1. August 2003 nicht zahlen und dass zudem Air Berlin, DBA und Germania die Gebühren einseitig weiter gekürzt haben.

21. März

Air Berlin und Germania erklären, sie sähen einer Klage der FBS gegen die Gebührenkürzungen gelassen entgegen. Die Ausfälle der FBS sollen sich inzwischen auf zehn Millionen Euro erhöht haben. Für Germania erklärt deren Geschäftsführer Wolfgang Vieweg, Germania habe seit November die Gebühren in Tegel von 8 Euro 94 pro Passagier auf 5.20 Euro und in Tempelhof auf 2,20 Euro gekürzt.

23. März

Die FBS hat in Schönefeld die neuen Anlagen des ausgebauten Terminals A in Betrieb genommen. Die in einem halben Jahr mit einem Aufwand von3,5 Millionen Euro errichtete Anlage enthält sieben Abflug- und fünf Ankunft-Gates, die vorwiegend von Easyjet genutzt werden, deren Flugzeuge direkt vor dem neuen Terminalteil parken. Im Zuge des Zwischenausbaus von Schönefeld soll im Mai der überdachte Zugang vom Bahnhof zum Terminal eröffnet werden, und im Sommer soll mit dem Bau des neuen Terminals D begonnen werden, das die Kapazität von Schönefeld um jährlich zwei Millionen Passagiere erhöhen soll. Schönefeld wird nach der Fertigstellung des Terminals zum Winter über eine Jahreskapazität von sieben Millionen Passgieren verfügen. Die FBS erwartet für 2005 zwischen 4,7 und 5 Millionen Fluggäste.

26. März

Der Konflikt zwischen Berlin und Brandenburg über die Vermarktung der Liegenschaften in und um den BBI hat auch innerhalb Brandenburgs zu Schwierigkeiten geführt. SPD und Grüne sehen einen Gewissenskonflikt darin, dass der Minister Junghanns zugleich im Aufsichtsrat der FBS sitzt und den Vorsitz im Aufsichtsrat der privaten BADC führt.

27. März

Easyjet eröffnet die Flüge zwischen Schönefeld und Valencia.

28. März

Easyjet streicht die Flüge von Schönefeld nach Bratislava wegen mangelnder Auslastung.

Rund ein Jahr vor der Eröffnung des Nord-Süd-Tunnels der Bahn ist weiterhin nicht geklärt, wie dann die Regionalzüge zum Flughafen Schönefeld geführt werden sollen. Wie es heißt, will die Berliner Senatsverkehrsverwaltung die bisherigen Regionalzüge an den Grenzen Berlins enden lassen, sodass die Passagiere dann in die S-Bahn umsteigen müssten. Der VBB will nach seinen Plänen zwei Regionalzüge verkehren lassen, sodass ein 30-Minuten-Takt erreicht wird. Dem Senat ist diese Lösung jedoch zu teuer.

29. März

GlobeGround Berlin erhält mit Bernd Hildenbrand einen weiteren Geschäftsführer, der zust„ndig ist fr Personal, Strategie, Planung und Controlling.

Sommerflugplan in Kraft. Im Flughafen-System im klassischen Linienverkehr wöchentlich 1 924 Flugpaare (1 730 im Winter). Ein Teil der Flüge, wie die New-York-Verbindungen, der Aufbau des Drehkreuzes von Germanwings Schönefeld, sowie der Umzug der DBA mit den Köln-Flügen nach Tempelhof wird erst im Mai und Juni wirksam. In Tegel operieren 35 Airlines, die 54 Ziele ansteuern und wöchentlich 1 335 Flugpaare anbieten (1 288). In Schönefeld operieren 22 Airlines, die 50 Ziele ansteuern und 408 Flugpaare (300) anbieten. In Tempelhof operieren 7 Airlines, die 11 Ziele bedienen und 181 Flugpaare im Programm haben (141).

31. März

Bilanz: 1 319 876 Passagiere (+ 17,4) und 18 570 Bewegungen (+ 4,4)

Tegel: 925 552 Passagiere (+ 0,2) und 11 893 Bewegungen (+ 1,5)

Tempelhof: 33 627 Passagiere (- 3,8) und 2 270 Bewegungen (- 21,5)

Schönefeld: 360 697 Passagiere (+ 117,8) und 4 407 Bewegungen (+ 38,7)

4. April

Der Deutschland-Direktor der Brüssel Airlines, Daniel Norman, fordert in einem Brief an die Senatorin Ingeborg Junge-Reyer, dass Tempelhof mindestens bis zum Betriebsbeginn des BBI in Betrieb bleiben müsse. Der Senat solle nicht mehr an seinen vorzeitigen Schliessungsplänen festhalten. Eine Sprecherin des Senats erklärt, es gäbe „keine Positionsänderungen“. Der Germania-Geschäftsführer Wolfgang Vieweg erkl„ärt, auf ein abermaliges schriftliches Angebot an den Senat, den Flughafen Tempelhof zu übernehmen, sei wiederum keine Reaktion erfolgt.

Cirrus Airlines befliegt die Strecke von Tempelhof nach Saarbrücken jetzt mit der neuen Embraer 170.

6. April

In der Jahrespressekonferenz des BDLI wird mitgeteilt, dass die deutschen Luft- und Raumfahrtunternehmen einen um 1,9 Prozent auf 16 Milliarden gestiegenen Umsatz erzielt hätten. Die Sektion zivile Luftfahrt liege mit einem Umsatz von zehn Milliarden (+ 4,7) an der Spitze. Der scheidende Präsident Rainer Hertrich kritisiert in scharfer Form Pläne der Regierung, eine Kerosinsteuer einführen zu wollen.

8. April

Nach Berlin lehnt auch Brandenburg den Plan des Wirtschaftsministers Ulrich Junghans ab, die Flughafen-Gesellschaft an der neugegründeten Umfeldentwicklungsgesellschaft in Schönefeld zu beteiligen. Berlin und Brandenburg bestehen an einer Trennung von Flughafen und Umfeld.

11. April

Bilanzpressekonferenz der FBS. Erzielt wurden Umsatzerlöse von 183,2 Millionen Euro, davon im Flugbetrieb allein 118,7 Millionen (+ 4,1 Prozent). Einziger Gewinnbringer war nach wie vor Tegel, dessen Betriebsüberschuss allerdings von 50,2 Millionen in 2003 auf 41,6 Millionen schmolz, nachdem die FBS den Umzug der Germanwings betrieben hatte. Mit ein Grund ist aber auch der Konflikt um die Gebühren. In Schönefeld wurde der Verlust von 31.9 Millionen auf 26,2 verringert, in Tempelhof von 15,3 auf 13,6 Millionen Euro. Weil Tempelhof nicht geschlossen werden durfte und damit zurückgestellte 32 Millionen Euro für einen Sozialplan für die Mitarbeiter nicht benötigt wurden, konnte die FBS erstmals einen Konzernjahresabschluss mit einem Plus von 13,6 Millionen Euro vermelden. Die FBS teilte mit, dass Air Berlin, DBA und Germania wegen der Verweigerung der vollen Gebührenzahlung verklagt worden seien. Der Einnahmeverlust wurde mit bisher schon 37 Millionen Euro beziffert.

14. April

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig verhängt einen Baustop für den BBI und die geplanten Bahnbauten für den BBI und gibt damit der Eilklage der Flughafengegner gegen die sofortige Vollziehung der Planfeststellung recht. Ds Gericht begründet sein Urteil damit, dass angesichts so schwerwiegender Fragen keine vollendeten Tatsachen geschaffen werden dürften. Mit seiner Entscheidung habe das Gericht aber nicht darüber entschieden, ob der BBI gebaut oder nicht gebaut werden dürfe. Das Ergebnis des Hauptverfahrens sei völlig offen. Das endgültige Urteil werde Mitte 2006 verkündet. Während die Politiker sich weitgehend unbeeindruckt äußerten, erklärt die IHK, das Urteil sei ein herber Rückschlag für die gesamte Region. Die Flughafen-Gegner erklären, mit dem Entscheid sei klar gemacht worden, dass alle vorgebrachten Bedenken gegen den BBI ernst genommen würden.

5. April

Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe erklärt, trotz des Baustops sei es realistisch, dass der BBI im Jahre 2010 in Betrieb genommen werden kann.

6. April

Der Berliner Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit, der auch Aufsichtsratschef der FBS ist, erklärt, nach dem Baustop müssten die Zeitpläne für den BBI überarbeitet werden. Solange er keine anderen Erkenntnisse Habe, glaube er aber an einen Betriebsbeginn 2010.

16. April

Zeitungen berichten, dass die Kosten für den BBI um rund eine Milliarde auf nunmehr fast drei Milliarden Euro steigen würden. Der Verkehrsausschuss des Bundestages soll darüber vertraulich informiert worden sein. Offizielle Angaben zu dem Vorgang wurden nicht gemacht

18. April

Die neugegründete deutsche Regionalfluggesellschaft Dauair eröffnet den Linienflugbetrieb zwischen Dortmund und Tempelhof und bietet wöchentlich 17 Flugpaare an. Vom 25.April an gibt es zusätzlich zwei wöchentliche Flugpaare von Tempelhof nach Posen

21. April

Die Anwälte der Flughafengegner erklären, angesichts des verhängten Baustops durch das Bundesverwaltungsgericht sei das Projekt BBI gescheitert. Die Politik wurde aufgefordert, sich um Alternativlösungen, etwa in Sperenberg, zu kümmern. Offiziell wird ein Ausbau Sperenbergs zum BBI aber ausgeschlossen. Der FBS-Sprecher Kunkel erklärt, wenn das Planfeststellungsverfahren für den BBI scheitern sollte, würde es bei dem bisherigen Flughafen-System mit den drei Aiports bleiben.

24. April

Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Franziska Eichstädt-Bohlig fordert eine Überprüfung des gesamten Finanzierungskonzepts für den BBI. Auf ihr Betreiben hat der Haushaltsausschuss des Bundestages die bereits vom Bund eingestellten Mittel für den BBI für 2005 und 2006 in Höhe von 112 Millionen Euro gesperrt. Bis zum Urteil des Bundesverwaltungsgerichts sollen keine Gelder mehr bereitgestellt werden. Anstatt der 1,9 Milliarden Euro, die der BBI kosten soll, rechnet die FBS jetzt mit rund drei Milliarden Euro. Zu den 1,9 Milliarden kommen offenbar Ausgaben in Höhe von 333 Millionen für Zinsen und Gebühren, 388 Millionen für Tilgung, 27 Millionen für Steuern, für Ausbauarbeiten in Tegel und Schönefeld 92 Millionen und ein größerer Betrag für Reserven.

25. April

Der haushaltspolitische Sprecher der Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus, Oliver Schruoffeneger, bemängelt, dass das Parlament bisher nicht über die tatsächlichen Kosten für den BBI in Höhe von nunmehr drei Milliarden Euro informiert worden sei.

Die DBA hat den Zuschlag für Nachtpostflüge zwischen Tegel und München erhalten. In fünf Nächten wird auf dieser Linie eine Maschine verkehren. Die DBA gab ferner bekannt, sie werde für Delta Air Lines mit ihren Nonstop-Flügen von Tegel nach New York als Zubringer aus Westdeutschland fungieren.

26. April

Die FBS will den Airlines am 12. Mai eine neue Gebührenordnung für Tegel und Tempelhof vorlegen. Wenn kein Konsens erzielt werden sollte, will die FBS die neue Gebührenordnung der Landesluftfahrtbehörde zur Genehmigung vorlegen.

Die FBS teilt mit, dass im ersten Quartal auf den Berliner Flughäfen 42,2 Prozent aller Passagiere Low-Cost-Flüge gebucht hätten. Der Anteil der Low-Cost-Passagiere allein in Schönefeld beträgt 71,4 Prozent.

27. April

In einer Sondersitzung beschäftigt sich der Aufsichtsrat der Berliner Flughäfen mit dem vom Bundesverwaltungsgericht verhängten Baustop für den BBI und teilt mit, der Eröffnungstermin für den BBI müsse auf das Jahr 2011 verschoben werden. Man werde alles tun, um Verzögerungen im Zeitplan zu minimieren. Die vom Gericht zugelassenen vorbereitenden Maßnahmen für den BBI werden weitergeführt. Die Brandenburger PDS fordert, dass auch das Land Brandenburg die für den BBI eingestellten Haushaltsmittel für 2005 und 2006 in Höhe von 68 Millionen Euro sperrt und „für andere Projekte sinnvoller ausgibt“

30. April

Bilanz: 1 354 658 Passagiere (+ 21,7) und 20 334 Bewegungen (+ 22,1)

Tegel: 961 941 Passagiere (+ 8,7) und 12 441 Bewegungen (+ 17,4)

Tempelhof: 30 063 Passagiere (- 21) und 2 827 Bewegungen (- 6,7)

Schönefeld: 362 654 Passagiere (+ 90,5) und 5 066 Bewegungen (+ 67,6)

2. Mai

Die DBA eröffnet in Tempelhof ihre aus Tegel verlegten Flüge nach Köln/Bonn und bietet wöchentlich 40 Flugpaare an.

6. Mai

Auch Hapag-Lloyd erwägt, Flüge von Tegel nach Tempelhof zu verlegen, unter anderem die Flüge nach Köln/Bonn. Die Operationszentrale der Airline wehrt sich jedoch gegen die Bedienung von zwei Airports in Berlin. Im Vorstand dauern die Beratungen an.

9. Mai

Im Namen von 2 346 Einwohnern legt Rechtsanwalt Wolfgang Baumann Beschwerde bei der EU ein wegen möglicher Verstöße gegen europäische Umweltrichtlinien bei der Planung des BBI. Die zuständigen Brandenburger Behörden argumentieren jedoch, bei der Planfeststellung habe es keine Verstöße gegeben.

Beide Regierungen in Berlin und Brandenburg haben endgültig beschlossen, dass sich die FBS nicht an der Umfeldentwicklungsgesellschaft für Schönefeld beteiligen wird. Um Interessenskonflikte zu vermeiden ist eine gegenseitige Kooperation geplant.

Der Flughafen Karlsruhe Baden-Baden teilt mit, dass die DBA im ersten Monat ihres Linienverkehrs (April) zwischen Baden-Baden und Tegel 4 313 Passagiere befördert hat. Damit ist eine Auslastung von 51,3 Prozent erzielt worden.

10. Mai

Das Verkehrsministerium Brandenburgs und die Bahn teilen mit, dass nach der Eröffnung des Berliner Nord-Süd-Tunnels im Mai 2006 der Regionalverkehr neu gegliedert wird. Zwei neue Linien – RE 1 und RB 10/14 – werden von Berlin-Stadtbahn den Flughafen Schönefeld ansteuern und damit alle 30 Minuten eine Verbindung herstellen.

11. Mai

Der Förderverein für Zeppelin-Tourismus will in Neuhardenberg Luftschiffe bauen und als Standort für Europa-Rundflüge nutzen. Geplant ist eine Holding mit dem Namen Zeppelin Euro Tours AG, die mit drei Tochterunternehmen Entwicklung, Bau und Betrieb der Luftschiffe organisieren soll. In vier bis fünf Jahren soll das erste Luftschiff in Neuhardenberg fertig gestellt sein. Geplant ist ein Modell mit einer Kabine für 65 Passagiere.

12. Mai

Das Luftfahrtbundesamt verhängt mit sofortiger Wirkung ein Flugverbot über die türkische Chartergesellschaft Onur Air. Die Behörden der Niederlande und der Schweiz schließen sich dem Verbot an. Begründet wird es mit schwerwiegenden Sicherheitsmängeln, die allerdings nicht detailliert genannt werden. Die Türkei verhängt daraufhin ein Flugverbot für deutsche Fluggesellschaften, hebt dieses aber nach Intervention der Bundesregierung auf. Das Flugverbot für Onur Air wird zwei Wochen später von den deutschen Behörden aufgehoben.

13. Mai

Die Fluggesellschaft Denim Air stellt ohne vorherige Ankündigung ihre Flüge von Tegel nach Augsburg und nach Danzig ein. Begründet wurde die Maßnahme mit dem Zwang zur Sparsamkeit. Denim Air war erst am 13. September 2004 von Tempelhof nach Tegel umgezogen, weil sie den Versicherungen der FBS geglaubt hatte, dass Tempelhof Ende Oktober 2004 geschlossen werde.

18. Mai

Die FBS (BFG) hat den Fluggesellschaften in Tegel und Tempelhof überraschend eine neue Gebührenordnung vorgelegt, die zum 1. Juli wirksam werden soll. Sie entspricht weitgehend der Gebührenordnung, die Ende 2004 von den Airlines und der Luftfahrtbehörde gebilligt, aber dann plötzlich vom FBS-Aufsichtsrat abgelehnt worden war mit der Begründung, die Einnahmeverluste seien zu hoch. Die Fluggesellschaften Air Berlin, DBA und Germania erklären, entgegen der Aussage der FBS sei bisher keine Klage der FBS gegen die Airlines eingegangen, die ihre Gebühren in Tegel und Tempelhof eigenmächtig gekürzt haben. Inzwischen hat auch die Lufthansa ihre Gebühren gekürzt, den Differenzbetrag jedoch auf ein Sperrkonto eingezahlt.

Easyjet teilt mit, sei habe nunmehr ihren 100 millionsten Passagier seit Aufnahme des Flugbetriebs 1995 befördert. Allein in den letzten 12 Monaten seien 27,4 Millionen Passagiere registriert worden.

19. Mai

Die FBS gibt den Bau für das neue Terminal D in Schönefeld frei, das bis zum Jahresende fertig gestellt sein soll und vorwiegend für die Abfertigung der Germanwings dienen soll. der Baubeginn wurde für den 23. Mai festgelegt. Das eingeschossige Gebäude soll eine Gesamtfläche von 9000 Quadratmetern haben. Geplant sind fünf neue Gates und drei Gepäckbänder, 18 Abfertigungsschalter und fünf Sicherheitskontrollstellen.

20.Mai

Das Bundesverwaltungsgericht hat einen Eilantrag für einen Baustop für den Bau einer neuen Startbahn auf dem Flughafen Leipzig abgelehnt. Das Gericht urteilte, das öffentliche Interesse für den Ausbau sei so gewichtig, dass der zu erwartende nächtliche Fluglärm zu vertreten sei. Die Bahn mit einem 24-Stunden-Betrieb ist die Voraussetzung für die Ansiedlung von DHL in Leipzig, die für die Region 10 000 neue Arbeitsplätze bringen soll. In Berlin und Brandenburg schöpfen die Verantwortliche aus dem Urteil die Hoffnung, dass das Bundesverwaltungsgericht auch im kommenden Frühjahr 2006 in dem Planfeststellungsverfahren für den BBI ähnlich entscheiden und die Klagen gegen den Ausbau Schönefelds ablehnen wird.

23. Mai

Die FBS hat trotz des gerichtlich verfügten Baustops weitere Planungsaufträge für den BBI vergeben: Die Generalplanerleistungen für die Ver- und Entsorgung an die IPRO in Dresden, für die nachrichtentechnischen zentralen Systeme an b.i.g. bechthold aus Karlsruhe und für betriebsspezifische Gebäude an Obermeyer aus Berlin. Das Volumen der Aufträge beträgt 7,7 Millionen Euro.

25. Mai

Das Land Brandenburg hat dem amerikanischen Unternehmen Erie Aviation Inc. aus Pennsylvania eine Landesbürgschaft in Höhe von bis zu zehn Millionen Euro zur Absicherung der geplanten Investitionen in Höhe von 35 Millionen angeboten. Das Unternehmen will auf dem Flugplatz Cottbus-Drewitz einen internationalen Frachtflughafen errichten. Für das Genehmigungsverfahren für den Ausbau des Airports werden zwei Jahre veranschlagt. Der Baubeginn soll 2007 erfolgen.

26. Mai

Die ADV kritisiert scharf den Entwurf für die Novellierung des Fluglärmgesetzes und erklärt, er enthalte erhebliche Mängel.

28. Mai

Der Landkreis Dahme-Spreewald hat die Vereinbarung über den Länder übergreifenden Taxiverkehr mit Berlin zum 31. Dezember 2005 gekündigt. Sollte es keine neue Vereinbarung geben, dürften Berliner Taxifahrer nicht mehr Passagiere auf dem Flughafen Schönefeld aufnehmen.

29. Mai

Die BFG wird nicht, wie nach der Auflösung der Berlin Brandenburg Flughafen Holding (BBF) vereinbart, im Laufe des Jahres aufgelöst und in die FBS eingegliedert. Wie es heißt, soll zunächst das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts über die Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss für den BBI abgewartet werden.

31. Mai

Auf eine Kleine Anfrage des Berliner PDS-Abgeordneten Frederik Overs erklärt der Regierende Bürgermeister Wowereit, dass für den BBI noch 1 170 Flurstücke mit 777 ha zu erwerben w„ren. Dies ist etwa die Hälfte des benötigten Gesamtbodens. Für den bisherigen Landerwerb seien 44,6 Millionen Euro ausgegeben worden. Die Verhandlungen über die noch fehlenden Grundstücke sind im Gange. Wowereit räumte allerdings ein, dass es zu Problemen kommen könne, wenn einige Landbesitzer einen Verkauf verweigern sollten. Dann müssten Enteignungsverfahren angestrengt werden. Dies wäre aber erst möglich, wenn das endgültige Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vorliegt.

31. Mai

Die Bilanz Mai: 1 475 831 Passagiere ( + 15,7) und 21 411 Bewegungen (- 1,3)

Tegel: 1 015 427 Passagiere (+ 5,4) und 12 427 Bewegungen (+ 5,3)

Tempelhof: 48 109 Passagiere )+ 10,8) und 3 151 Bewegungen (- 25,3)

Schönefeld: 412 295 Passagiere (+ 53,8) und 5 833 Bewegungen (+ 2,7)

5. Juni

Germanwings eröffnet in Schönefeld ihr neues Drehkreuz mit zusätzlichen Flügen nach Düsseldorf und München, sowie im Ausland nach Ankara, Istanbul, Moskau, Split, Stockholm und Zagreb. Zwei A 319 werden fest in Schönefeld stationiert, zwei weitere Maschinen pendeln für die Berlin-Flüge. Ein Flugzeug wurde auf den Namen „Berlin Bearbus“ getauft.

6. Juni

Der ehemalige Regierende Bürgermeister Diepgen sagt in einem Interview mit der Berliner Morgenpost, der Flughafen Tempelhof müsse offen gehalten werden. Interessierte Airlines dürften nicht am Anflug des City-Airports gehindert werden. Den Konsensbeschluss, den er mitverfasst hatte, habe als Hauptpunkt die Festlegung für den BBI auf den Standort Schönefeld gehabt. Alle anderen Angaben resultierten aus der damaligen Situation und müssten an die heutige Situation angepasst werden.

8. Juni

Der 3. Senat des Brandenburger Oberverwaltungsgerichts hat eine Entscheidung über die Klage von Neuhardenberg auf Erweiterung der luftverkehrsrechtlichen Genehmigung vertagt und sie dem zum 1. Juli vereinbarten neuen, gemeinsamen Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg überlassen. Der Richter erklärte jedoch, fr die Umwandlung des bisherigen Sonderlandeplatzes Neuhardenberg zum Verkehrsflughafen sei ein Planfeststellungsverfahren nötig. Zudem müsse geprüft werden, ob die Berufung der Brandenburger Behörden auf ihren Landesentwicklungsplan rechtmäßig oder vielleicht unwirksam sei.

10. Juni

Auf Empfehlung einer Berlin-Brandenburger Projektgruppe wird der vom Brandenburger Oberverwaltungsgericht für nichtig erklärte Landesentwicklungsplan Flughafenstandortentwicklung (LEP FS) überarbeitet. Die vom Gericht bemängelten Passagen des Plans, vor allem Fragen der Lärmbelästigung, sollen in einem „ergänzenden Verfahren“ neu gefasst werden. Die Ergebnisse sollen in den betroffenen Gemeinden ausgelegt werden.

10. Juni

In Berlin findet bis zum 14. Juni die 116 IATA-Flugplan-Konferenz statt. Rund

1 000 Delegierte von 200 Fluggesellschaften nehmen teil.

14. Juni

Beechcraft Berlin ist mit der Werft von Tempelhof nach Schönefeld umgezogen. Die neue Werft ist im Südteil des Airports, ebenso wie die Verwaltung. Das Unternehmen beschäftigt 14 Mitarbeiter.

Das Kartellamt hat Durchsuchungen vorgenommen bei Air Berlin, Condor, Hapagnfly und LTU. Es geht um den Vorwurf einer möglichen Absprache über das Vorgehen gegenüber Reisebüros. Die Airlines hatten zum 1. November die Verträge über die Provisionen gekündigt. Ebenso wie die Linienairlines wollen die Charter- und Billig-Airlines keine Provisionen mehr zahlen. Einen entsprechenden Betrag müssten die Kunden bei einer Buchung dann an das Reisebüro entrichten als Servicegebühr.

17. Juni

Aufgrund der Verkehrszunahme in Schönefeld werden 250 neue Luftsicherheitsassistenten gesucht. Sie sollen bei der Securitas Aviation Service angestellt werden, die im Auftrag des Bundesinnenministeriums in Tegel und Schönefeld tätig ist.

18. Juni

Die ICAT hat zu Spenden aufgerufen für die in Tempelhof operierenden Airlines, die aufgrund der Haltung des Senats hohe Anwaltskosten tragen müssen für das bevorstehende Hauptverfahren über die Klage gegen die vom Senat verfügte Entlassung der BFG aus der Betriebspflicht auf dem City-Airport. Bis auf die DBA haben aber alle Airlines bereits die zu erwartenden Anwaltskosten auf ein Konto eingezahlt. Damit erfüllen sich die Hoffnungen des Senats nicht, der geglaubt hatte, die Airlines würden schließlich doch die Kosten für das Hauptverfahren scheuen und kapitulieren.

28. Juni

Ein Gutachten der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben hat ergeben, dass sich die Gebäude des Flughafens Tempelhof nur zu einem Fünftel für Büros eignen. Leerstehende Gebäudeteile umzubauen würde zusammen mit den erforderlichen Sanierungskosten eine halbe Milliarde Euro kosten. Die Anlagen gehören zu 80 Prozent dem Bund, der Rest gehört Berlin. Bund und Berlin wollen nun prüfen, wie eine Nachnutzung aussehen könnte, wenn der City-Airport geschlossen werde. Die ICAT erklärte, mit dem Gutachten sei die Haltung der ICAT untermauert worden, die den Flughafen als Flughafen betreiben wolle, da eine Stilllegung immense Kosten verursachen würde.

Easyjet hat mitgeteilt, dass sie nicht wie andere Airlines einen Kerosinzuschlag erheben werde. Im Gegenteil sollen Tickets weiter verbilligt werden, indem die Kunden die Tickets über Bankeinzug bezahlen.

Delta Air Lines hat in Tegel den 10 000. Passagier seit Aufnahme der Nonstop-Flüge nach New York am 3. Mai gezählt. Nach Zeitungsberichten verhandelt die FBS mit Erfolg mit asiatischen Airlines über einen Anflug Berlins. Wie es heißt, hat die China Airlines Interesse, nach Schönefeld zu fliegen. Auch eine neue Airline aus Hongkong soll sich gemeldet haben.

30. Juni

Die Flughäfen Schönefeld und Vnukovo haben eine Kooperation vereinbart zum Austausch von Erfahrungen mit Billig-Airlines, in Servicefragen und auf dem Gebiet der Non-Aviation. Als erste Fluggesellschaft fliegt Germanwings seit dem 20. Juni von Schönefeld nach Vnukovo.

30. Juni

Bilanz für das erste Halbjahr 2005:

Gesamt: 7 922 212 Passagiere (+ 17,6) und 115 416 Bewegungen (+ 7,3)

Tegel: 5 520 867 Passagiere (+ 4,5) und 70 579 Bewegungen (+ 5,0)

Tempelhof: 236 448 Passagiere (+ 8,3) und 16 124 Bewegungen (- 14,6)

Schönefeld: 2 164 897 Passagiere (+ 74,7) und 28 713 Bewegungen (+ 33,5)

Der Low-Cost-Verkehr hatte im ersten Halbjahr einen Anteil am

Gesamtpassagieraufkommen von 44 Prozent. Insgesamt 3,5 Millionen Passagiere

Der Anteil in Tegel 34 Prozent in Schönefeld 71 Prozent

Im bundesweiten Vergleich: Auf den internationalen Airports wurden

77 142 865 Passagiere registriert (+ 6,8) und 1 080 460 Bewegungen (+ 3,9)

Bilanz Juni:

Gesamt: 1 599 327 Passagiere (+ 16,9) und 22 602 Bewegungen (+ 12,3)

Tegel: 1 076 707 Passagiere (+ 8,3) und 12 854 Bewegungen (+ 8,5)

Tempelhof: 62 976 Passagiere (+ 46,7) und 3 762 Bewegungen (+ 0,5)

Schönefeld: 459 644 Passagiere (+ 39,2) und 5 986 Bewegungen (+ 31,8)

Im Inlandverkehr wurden im Juni in Tempelhof 47 983 Passagiere gezählt (+182,6)

in Schönefeld 68 918 Passagiere (+ 64,8)

1. Juli

Continental Airlines eröffnete den Nonstop-Verkehr von Tegel nach New York/Newark. Die Strecke wird täglich einmal in beiden Richtungen mit einer Boeing 757-200 beflogen, mit 16 Sitzen in der Business-First-Class und 156 in der Economy-Klasse.

Überraschend tritt die neue Gebührenordnung für die Flughäfen Tegel und Tempelhof in Kraft. Sie sieht nur noch zwei Segmente vor: Ein Landeentgeld, da sich an dem maximalen Startgewicht orientier und einem Lärmzuschuss, je nach Lärmklasse, zweitens eine stark erhöhte Passagiergebühr, die jedoch von den Airlines an die Passagiere abgewälzt werden könnte. Eine Rabattregelung, nach der Airlines, die jährlich mehr als 250 000 Passagiere abfertigen, fünf Prozent Rabatt erhalten, bei mehr als 500 000 Passagieren 10 Prozent,

750 000 Passagieren 15 Prozent und bei mehr als 1,5 Millionen 20 Prozent tritt nur für Tegel in Kraft, nicht aber für Tempelhof. Daher sagt Hapag-Lloyd-Express einen Umzug nach Tempelhof ab und dba liebäugelt mit einem Rückzug der Flüge aus Tempelhof. Auf beiden Flughäfen wird ein zusätzlicher Rabatt gewährt für Innovation und Wachstum. Die BFG vereinbart mit den Airlines Einzelgespräche über Nachzahlungen der seit 2002 zurück gehaltenen Gebühren, verzichtet auf Klagen und erhält die Zusagen – zumindest von Air Berlin und Lufthansa – , dass ein Teil der Gebühren nachgezahlt wird.

Die Trennung von dba und Germania ist vollzogen. Die dab übernimmt aber von Germania zwei weitere Fokker 100.

5. Juli

Nach der Umsiedlung von Diepensee ist nun auch der Teilumzug von Selchow vollzogen worden. Die Teilumsiedlung umfasst zehn Wohneigentümer und drei Mietparteien. Ein Teil der Umsiedler zog nach Großziethen, ein Teil blieb innerhalb von Selchow, andere suchten sich andere Standorte aus.

11. Juli

Im Rechungsprüfungsausschuss des Bundestages wird der Plan vorgestellt, die Reiterstaffel des BGS zum Flughafen Tempelhof zu verlegen, wo neben dem Stadion Neukölln eine neue Reithalle und Stallungen errichtet werden sollen. Die Kosten der Bauvorhaben werden mit 11 Millionen Euro beziffert. Der Flugbetrieb auf dem City-Airport wäre durch die Einquartierung der Reiterstaffel nicht betroffen.

12. Juli

Die Grünen im Abgeordnetenhaus legen ein „abgespecktes“ Konzept für den BBI vor und erklären, damit könnten 500 bis 800 Millionen Euro gespart werden. Das Konzept sieht vor, das Haupt-Terminal zu minimieren und für den Low-Cost-Verkehr ein Billig-Terminal zu errichten. Der Abstand zwischen beiden Startbahnen soll auf ein Mindestmaß verkürzt werden, und die Länge der Startbahnen soll kürzer als 4 000 Meter bleiben. Zudem soll die Zahl der Stellflächen verringert werden. Auch auf einen neuen unterirdischen Terminal-Bahnhof soll verzichtet werden. Ein Pendelbus solle die Passagiere vom jetzigen Bahnhof zum Terminal bringen. Politische und Luftfahrtkreise lehnen den Vorschlag als absurd ab.

13. Juli

Air Berlin verzeichnet für das erste Halbjahr 2005 einen Passagierzuwachs von 15 Prozent auf 6,1 Millionen. Der Umsatz erhöhte sich um 23 Prozent auf 564 Millionen Euro. Der Zuwachs geht in erster Linie auf das Konto des City-Shuttles, aber auch die Pauschalflüge waren erfolgreich.

14. Juli

In Schönefeld wird der Grundstein für das Terminal D gelegt, das im Herbst in Betrieb gehen und vorwiegend Germwanwings zur Verfügung stehen soll. Die Baukosten betragen 12 Millionen Euro. Das Terminal ist 9 000 Quadratmeter groß und beherbergt 18 Abfertigungsschalter, fünf Sicherheitskontrollstellen, drei Gepäckbänder und fünf Abflug-Gates. Das Terminal wird als „Übergangsgebäude“ bis zur Inbetriebnahme des BBI bezeichnet und fällt nicht unter den vom Bundesverwaltungsgericht verhängten Baustop für den BBI. Germanwings teilt mit, seit der Inbetriebnahme ihres neuen Drehkreuzes in Schönefeld am 5. Juni seien bereits 90 000 Passagiere gezählt worden.

22. Juli

Die dba teilt mit, sie werde am 12. September eine neue Verbindung von Tegel nach Nürnberg eröffnen und die Strecke von Montag bis Freitag t„glich dreimal befliegen mit Fokker 100-Maschinen. Der Aufsichtsratsvorsitzende Rudolf Wöhrl teilt mit, die dab habe im Geschäftsjahr 2004 / 2005 (Bis 31.3. 2005) einen Umsatz von 279 Millionen Euro erzielt und rund drei Millionen Passagiere befördert und einen Gewinn von 1,7 Millionen Euro eingeflogen. Einen Investor benötige man erst, wenn die Flotte durch neue Flugzeuge ersetzt werde. Mit Airbus und Boeing stehe man in Verhandlungen.

Ein Leichtflugzeug, ein Doppeldecker vom Typ Roter Kiebitz, stürzt vor dem Reichstag ab und zerschellt. Der Pilot wird getötet. Es stellt sich heraus, dass der Mann, dessen Frau als verschwunden gemeldet worden war, Selbstmord verübt hat. Der Mann war in Strausberg gestartet und hatte sich nicht für den Flug über Berlin angemeldet.

24. Juli

Als Konsequenz aus dem Absturz der Leichtmaschine vor dem Reichstag werden die Sicherheitsmaßnahmen für Flüge über der Berliner Innenstadt verschärft. Minister Stolpe kündigt ein Flugverbot für Privatflugzeuge innerhalb des S-Bahnringes an. Zudem sollen die Privatflugplätze in der Umgebung von Berlin stärker überwacht werden. Privatflieger sollen verpflichtet werden, Transponder in ihre Flugzeuge einzubauen und betriebsbereit zu halten, damit sie von der Flugsicherung besser erfasst werden können.

14. Juni

Beechcraft Berlin ist mit der Werft von Tempelhof nach Schönefeld umgezogen. Die neue Werft ist im Südteil des Airports, ebenso wie die Verwaltung. Das Unternehmen beschäftigt 14 Mitarbeiter.

Das Kartellamt hat Durchsuchungen vorgenommen bei Air Berlin, Condor, Hapagnfly und LTU. Es geht um den Vorwurf einer möglichen Absprache über das Vorgehen gegenüber Reisebüros. Die Airlines hatten zum 1. November die Verträge über die Provisionen gekündigt. Ebenso wie die Linienairlines wollen die Charter- und Billig-Airlines keine Provisionen mehr zahlen. Einen entsprechenden Betrag müssten die Kunden bei einer Buchung dann an das Reisebüro entrichten als Servicegebühr.

17. Juni

Aufgrund der Verkehrszunahme in Schönefeld werden 250 neue Luftsicherheitsassistenten gesucht. Sie sollen bei der Securitas Aviation Service angestellt werden, die im Auftrag des Bundesinnenministeriums in Tegel und Schönefeld tätig ist.

18. Juni

Die ICAT hat zu Spenden aufgerufen für die in Tempelhof operierenden Airlines, die aufgrund der Haltung des Senats hohe Anwaltskosten tragen müssen für das bevorstehende Hauptverfahren über die Klage gegen die vom Senat verfügte Entlassung der BFG aus der Betriebspflicht auf dem City-Airport. Bis auf die DBA haben aber alle Airlines bereits die zu erwartenden Anwaltskosten auf ein Konto eingezahlt. Damit erfüllen sich die Hoffnungen des Senats nicht, der geglaubt hatte, die Airlines würden schließlich doch die Kosten für das Hauptverfahren scheuen und kapitulieren.

28. Juni

Ein Gutachten der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben hat ergeben, dass sich die Gebäude des Flughafens Tempelhof nur zu einem Fünftel für Büros eignen. Leerstehende Gebäudeteile umzubauen würde zusammen mit den erforderlichen Sanierungskosten eine halbe Milliarde Euro kosten. Die Anlagen gehören zu 80 Prozent dem Bund, der Rest gehört Berlin. Bund und Berlin wollen nun prüfen, wie eine Nachnutzung aussehen könnte, wenn der City-Airport geschlossen werde. Die ICAT erklärte, mit dem Gutachten sei die Haltung der ICAT untermauert worden, die den Flughafen als Flughafen betreiben wolle, da eine Stilllegung immense Kosten verursachen würde.

Easyjet hat mitgeteilt, dass sie nicht wie andere Airlines einen Kerosinzuschlag erheben werde. Im Gegenteil sollen Tickets weiter verbilligt werden, indem die Kunden die Tickets über Bankeinzug bezahlen.

Delta Air Lines hat in Tegel den 10 000. Passagier seit Aufnahme der Nonstop-Flüge nach New York am 3. Mai gezählt. Nach Zeitungsberichten verhandelt die FBS mit Erfolg mit asiatischen Airlines über einen Anflug Berlins. Wie es heißt, hat die China Airlines Interesse, nach Schönefeld zu fliegen. Auch eine neue Airline aus Hongkong soll sich gemeldet haben.

30. Juni

Die Flughäfen Schönefeld und Vnukovo haben eine Kooperation vereinbart zum Austausch von Erfahrungen mit Billig-Airlines, in Servicefragen und auf dem Gebiet der Non-Aviation. Als erste Fluggesellschaft fliegt Germanwings seit dem 20. Juni von Schönefeld nach Vnukovo.

30. Juni

Bilanz für das erste Halbjahr 2005:

Gesamt: 7 922 212 Passagiere (+ 17,6) und 115 416 Bewegungen (+ 7,3)

Tegel: 5 520 867 Passagiere (+ 4,5) und 70 579 Bewegungen (+ 5,0)

Tempelhof: 236 448 Passagiere (+ 8,3) und 16 124 Bewegungen (- 14,6)

Schönefeld: 2 164 897 Passagiere (+ 74,7) und 28 713 Bewegungen (+ 33,5)

Der Low-Cost-Verkehr hatte im ersten Halbjahr einen Anteil am

Gesamtpassagieraufkommen von 44 Prozent. Insgesamt 3,5 Millionen Passagiere

Der Anteil in Tegel 34 Prozent in Schönefeld 71 Prozent

Im bundesweiten Vergleich: Auf den internationalen Airports wurden

77 142 865 Passagiere registriert (+ 6,8) und 1 080 460 Bewegungen (+ 3,9)

Bilanz Juni:

Gesamt: 1 599 327 Passagiere (+ 16,9) und 22 602 Bewegungen (+ 12,3)

Tegel: 1 076 707 Passagiere (+ 8,3) und 12 854 Bewegungen (+ 8,5)

Tempelhof: 62 976 Passagiere (+ 46,7) und 3 762 Bewegungen (+ 0,5)

Schönefeld: 459 644 Passagiere (+ 39,2) und 5 986 Bewegungen (+ 31,8)

Im Inlandverkehr wurden im Juni in Tempelhof 47 983 Passagiere gezählt (+182,6)

in Schönefeld 68 918 Passagiere (+ 64,8)

1. Juli

Continental Airlines eröffnete den Nonstop-Verkehr von Tegel nach New York/Newark. Die Strecke wird täglich einmal in beiden Richtungen mit einer Boeing 757-200 beflogen, mit 16 Sitzen in der Business-First-Class und 156 in der Economy-Klasse.

Überraschend tritt die neue Gebührenordnung für die Flughäfen Tegel und Tempelhof in Kraft. Sie sieht nur noch zwei Segmente vor: Ein Landeentgeld, da sich an dem maximalen Startgewicht orientier und einem Lärmzuschuss, je nach Lärmklasse, zweitens eine stark erhöhte Passagiergebühr, die jedoch von den Airlines an die Passagiere abgewälzt werden könnte. Eine Rabattregelung, nach der Airlines, die jährlich mehr als 250 000 Passagiere abfertigen, fünf Prozent Rabatt erhalten, bei mehr als 500 000 Passagieren 10 Prozent,

750 000 Passagieren 15 Prozent und bei mehr als 1,5 Millionen 20 Prozent tritt nur für Tegel in Kraft, nicht aber für Tempelhof. Daher sagt Hapag-Lloyd-Express einen Umzug nach Tempelhof ab und dba liebäugelt mit einem Rückzug der Flüge aus Tempelhof. Auf beiden Flughäfen wird ein zusätzlicher Rabatt gewährt für Innovation und Wachstum. Die BFG vereinbart mit den Airlines Einzelgespräche über Nachzahlungen der seit 2002 zurück gehaltenen Gebühren, verzichtet auf Klagen und erhält die Zusagen – zumindest von Air Berlin und Lufthansa – , dass ein Teil der Gebühren nachgezahlt wird.

Die Trennung von dba und Germania ist vollzogen. Die dab übernimmt aber von Germania zwei weitere Fokker 100.

5. Juli

Nach der Umsiedlung von Diepensee ist nun auch der Teilumzug von Selchow vollzogen worden. Die Teilumsiedlung umfasst zehn Wohneigentümer und drei Mietparteien. Ein Teil der Umsiedler zog nach Großziethen, ein Teil blieb innerhalb von Selchow, andere suchten sich andere Standorte aus.

11. Juli

Im Rechungsprüfungsausschuss des Bundestages wird der Plan vorgestellt, die Reiterstaffel des BGS zum Flughafen Tempelhof zu verlegen, wo neben dem Stadion Neukölln eine neue Reithalle und Stallungen errichtet werden sollen. Die Kosten der Bauvorhaben werden mit 11 Millionen Euro beziffert. Der Flugbetrieb auf dem City-Airport wäre durch die Einquartierung der Reiterstaffel nicht betroffen.

12. Juli

Die Grünen im Abgeordnetenhaus legen ein „abgespecktes“ Konzept für den BBI vor und erklären, damit könnten 500 bis 800 Millionen Euro gespart werden. Das Konzept sieht vor, das Haupt-Terminal zu minimieren und für den Low-Cost-Verkehr ein Billig-Terminal zu errichten. Der Abstand zwischen beiden Startbahnen soll auf ein Mindestmaß verkürzt werden, und die Länge der Startbahnen soll kürzer als 4 000 Meter bleiben. Zudem soll die Zahl der Stellflächen verringert werden. Auch auf einen neuen unterirdischen Terminal-Bahnhof soll verzichtet werden. Ein Pendelbus solle die Passagiere vom jetzigen Bahnhof zum Terminal bringen. Politische und Luftfahrtkreise lehnen den Vorschlag als absurd ab.

13. Juli

Air Berlin verzeichnet für das erste Halbjahr 2005 einen Passagierzuwachs von 15 Prozent auf 6,1 Millionen. Der Umsatz erhöhte sich um 23 Prozent auf 564 Millionen Euro. Der Zuwachs geht in erster Linie auf das Konto des City-Shuttles, aber auch die Pauschalflüge waren erfolgreich.

14. Juli

In Schönefeld wird der Grundstein für das Terminal D gelegt, das im Herbst in Betrieb gehen und vorwiegend Germwanwings zur Verfügung stehen soll. Die Baukosten betragen 12 Millionen Euro. Das Terminal ist 9 000 Quadratmeter groß und beherbergt 18 Abfertigungsschalter, fünf Sicherheitskontrollstellen, drei Gepäckbänder und fünf Abflug-Gates. Das Terminal wird als „Übergangsgebäude“ bis zur Inbetriebnahme des BBI bezeichnet und fällt nicht unter den vom Bundesverwaltungsgericht verhängten Baustop für den BBI. Germanwings teilt mit, seit der Inbetriebnahme ihres neuen Drehkreuzes in Schönefeld am 5. Juni seien bereits 90 000 Passagiere gezählt worden.

22. Juli

Die dba teilt mit, sie werde am 12. September eine neue Verbindung von Tegel nach Nürnberg eröffnen und die Strecke von Montag bis Freitag t„glich dreimal befliegen mit Fokker 100-Maschinen. Der Aufsichtsratsvorsitzende Rudolf Wöhrl teilt mit, die dab habe im Geschäftsjahr 2004 / 2005 (Bis 31.3. 2005) einen Umsatz von 279 Millionen Euro erzielt und rund drei Millionen Passagiere befördert und einen Gewinn von 1,7 Millionen Euro eingeflogen. Einen Investor benötige man erst, wenn die Flotte durch neue Flugzeuge ersetzt werde. Mit Airbus und Boeing stehe man in Verhandlungen.

Ein Leichtflugzeug, ein Doppeldecker vom Typ Roter Kiebitz, stürzt vor dem Reichstag ab und zerschellt. Der Pilot wird getötet. Es stellt sich heraus, dass der Mann, dessen Frau als verschwunden gemeldet worden war, Selbstmord verübt hat. Der Mann war in Strausberg gestartet und hatte sich nicht für den Flug über Berlin angemeldet.

24. Juli

Als Konsequenz aus dem Absturz der Leichtmaschine vor dem Reichstag werden die Sicherheitsmaßnahmen für Flüge über der Berliner Innenstadt verschärft. Minister Stolpe kündigt ein Flugverbot für Privatflugzeuge innerhalb des S-Bahnringes an. Zudem sollen die Privatflugplätze in der Umgebung von Berlin stärker überwacht werden. Privatflieger sollen verpflichtet werden, Transponder in ihre Flugzeuge einzubauen und betriebsbereit zu halten, damit sie von der Flugsicherung besser erfasst werden können.

25. Juli

Rolls-Royce baut den Standort Dahlewitz aus und verlagert Kapazitäten aus dem britischen Standort Derby. In Dahlewitz sollen die Triebwerke der Reihe V 2500 für kleinere und mittlere Airbus-Typen weiterentwickelt, produziert und gewartet werden. Die Belegschaft soll in den nächsten zwölf Monaten um 200 Mitarbeiter verstärkt werden.

Im Zuge der „bauvorbereitenden Maßnahmen“ hat die FBS begonnen, Anlagen zur Bauabwasserableitung zu errichten. Die Arbeiten kosten 2,5 Millionen Euro. Während des Baus des unterirdischen Bahnhofs unter dem neuen Terminal soll das Grundwasser abgesenkt werden. Das Grundwasser soll in eine Sickergrube geleitet werden. Benötigte Pumpwerke sollen nach dem Ende der Arbeiten abgebaut werden.

26. Juli

Der FBS-Geschäftsführer Dieter Johannsen-Roth erklärt, vermutlich werde vom 1. Januar 2006 an auf den Berliner Flughäfen ein Aufschlag von einem Euro auf jedes Ticket erhoben. Damit sollen die neuen, von der EU geforderten Sicherheitsmaßnahmen auf den Airports finanziert werden.

Mit Beginn des Winterflugplans wird Delta Air Lines die Zahl der wöchentlichen Nonstop-Abflüge von Tegel nach New York von bisher sieben auf fünf reduzieren. Continental Airlines reduziert von sieben auf sechs Flugpaare pro Woche.

27. Juli

Nach der Ankündigung der DBA, in Aldi-Filialen mehr als eine halbe Million Tickets für 49.99 Euro pro einfache Strecke anzubieten, hat die Lufthansa reagiert und mitgeteilt, sie werde über alle Vertriebswege 900 000 Hin- und Rückflugtickets für Inlandflüge zum Preis von 99 Euro inklusive aller Steuern, Gebühren und Service-Zuschläge verkaufen.

29. Juli

Der zwischen Berlin und Brandenburg schwelende Taxi-Streit ist beigelegt worden. Es wurde vereinbart, Taxis aus dem Landkreis Dahme-Spreewald auch an den Flughäfen Tegel und Tempelhof bereitzuhalten, während Taxis aus Berlin in Schönefeld warten dürfen. Ihr Fahrbereich wurde auf einen Umkreis von 30 Kilometern in Richtung Süden erweitert. Die neuen Vereinbarungen gelten vom 1.Januar 2006 an.

31. Juli

Bilanz für Juli: 1 640 724 Passagiere (+ 11,2) und 21 014 Bewegungen (+ 4,9)

Tegel: 1 045 140 Passagiere (+ 3,5) und 11 925 Bewegungen (+ 2,2)

Tempelhof: 43 610 Passagiere (+ 12,4) und 2 874 Bewegungen (- 11,2)

Schönefeld: 551 974 Passagiere (+ 29,4) und 6 215 Bewegungen (+ 21,4)

1. August

In Berlin tritt das Verbot in Kraft, das allen Privatfliegern und Flugunternehmen den Überflug der Innenstadt innerhalb des S-Bahnrings untersagt. Das Verbot führt zu heftigen Protesten unter anderem der Unternehmen und der Lufthansa, die Rundflüge über Berlin veranstalten, sowie den stationären Ballon am Potsdamer Platz betreiben.

Die DHL verlagert ihre Frachtdienste von Schönefeld nach Leipzig.

3. August

Das Bundesverwaltungsgericht hat die von Brandenburg beantragte Revision gegen das Urteil des Brandenburger Oberverwaltungsgerichts wegen „grundsätzlicher Bedeutung der Rechtssache“ zugelassen, das den Landesentwicklungsplan Flughafenstandortentwicklung (LEP FS) am 10. Februar 2005 für nichtig erklärt hat. In dem Gerichtsverfahren wird das Bundesverwaltungsgericht prüfen, ob das Urteil der Brandenburger Richter Bestand hat.

5. August

Die Lufthansa erweitert ihr Simulatorenzentrum in Schönefeld. Sie ließ den Grundstein für eine weitere Simulatorenhalle und ein Service-Center für computergestütztes Pilotentraining legen. Die Investition beträgt 18,5 Millionen Euro. Die Arbeiten sollen bis zum Frühjahr 2006 beendet sein. Zunächst soll in dem neuen Gebäude ein A 320-Simulator installiert werden.

8. August

Die FBS bestätigt, dass der Gebührenkonflikt zwischen der FBS und den Airlines in Tegel und Tempelhof endgültig beigelegt worden ist. Nachdem die neue Gebührenordnung für die beiden Airports am 1. Juli wirksam geworden war, hat sich die FBS nun auch mit den Airlines geeinigt, die seit Jahren Zahlungen zurückgehalten hatten. Wie es heißt, soll die FBS auf zwei Drittel ihrer Forderungen von insgesamt 35 Millionen Euro verzichtet haben. Von der Einigung

profitieren Air Berlin, DBA und Germania, aber auch die Lufthansa.

Der Bahnhof Schönefeld wird modernisiert und soll für die Flugreisenden, die mit der Bahn zum Airport kommen, attraktiver werden. Die Arbeiten kosten 420 000 Euro, von denen das Land Brandenburg 270 000 Euro zuschießt.

10. August

Bei den Beratungen über den Haushaltsentwurf 2006 / 2007 hat die FDP erklärt, sie sei nicht bereit, der geplanten Landesbürgschaft für das BBI-Projekt in Höhe von 550 Millionen Euro zuzustimmen, bevor die Finanzierung des BBI hinreichend geklärt und ein gültiger Finanzierungsplan vorgelegt worden ist.

12. August

Das Bundesverkehrsministerium hat das Flugverbot für die Berliner Innenstadt gelockert. Kommerzielle Rundflugunternehmen dürfen jetzt wieder starten. Es wurde jedoch Auflagen hinsichtlich der Routen und von Sicherheitsmaßnahmen erteilt.

Qatar Airways teilt mit, sie werde vom 15. Dezember an eine Verbindung von Tegel nach Doha eröffnen und sie mit einem speziell ausgerüsteten Airbus 319 mit nur 110 Plätzen (102 Economy, 8 Business) viermal wöchentlich bedienen.

20. August

Germanwings teilt mit, das Unternehmen werde zunächst auf einen weiteren Ausbau des Drehkreuzes in Schönefeld zum Winterflugplan verzichten und die Eröffnung der Strecken nach Prag und Warschau bis zum Frühjahr 2006 vertagen.

Die Lufthansa beginnt für die Strecke von Tegel nach Frankfurt eine Testphase, bei der Passagiere ihre Bordkarten für elektronische Tickets selbst ausdrucken können. Die „Bordkarte aus dem Computer“ soll später allgemein eingeführt werden.

22. August

Transavia stellt ihre Flüge von Schönefeld nach Rotterdam ein und zieht nach Tegel um, wo sie eine neue Verbindung nach Amsterdam eröffnet. Die Linie wird zwölf Mal pro Woche in beiden Richtungen bedient.

22. August

Die Bahn nimmt das Planfeststellungsverfahren für den Ausbau der Dresdner Bahn in Lichtenrade wieder auf und legt die Baupläne bis zum 22. September aus. Sie besagen, dass die Bahn nun doch ebenerdig durch Lichtenrade fahren will und auf den Bau eines Tunnels, den die Bürger – und früher auch der Senat – gefordert haben, verzichtet. Die Bürgerinitiative in Lichtenrade kündigt energischen Widerstand und gerichtliche Schritte an, falls das Planfeststellungsverfahren den Verzicht auf einen Tunnelbau festlegt.

24. August

Die Luftschiffbau Zeppelin GmbH hat die immateriellen Güter ( Das Know-How) der Cargolifter AG gekauft. Das Unternehmen will die für den damals geplanten Großluftschiffbau erarbeiteten Unterlagen und Erkenntnisse einem zu gründenden Institut „Leichter als Luft“ mit Büros in Friedrichshafen und Cottbus übertragen, das mit der Universität Cottbus, der Fachhochschule Wildau, den TU`s in Dresden und Stuttgart, der Zeppelin University in Friedrichshafen sowie dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raunfahrt kooperieren soll. Mit dem Kauf wurden die Pläne des früheren Cargolifter-Gründers Carl-Heinrich von Gablenz vereitelt, der die Unterlagen in eine neue Firma CL Cargolifter GmbH einbringen und auf dem Fluglatz Neuhardenberg Luftschiff-Vorläufer wie Transportballone produzieren wollte.

26. August

Der Fahrplanleiter für den bundesweiten Personenverkehr der Bahn, Ingulf Leuschel, teilt mit, dass nach der Inbetriebnahme des Nord-Süd-Tunnels in Berlin und dem Fahrplanwechsel am 28. Mai 2006 keine Fernzüge mehr am Bahnhof Schönefeld halten werden. Gegenwärtig halten dort täglich 17 Fernzüge. Er erklärt weiter, auch nach der Inbetriebnahme des BBI werde der neue unterirdische Terminalbahnhof nicht von Fernzügen angelaufen werden. Die Äußerungen rufen starken Protest hervor, die FBS äußert sich zurückhaltend und erklärt, die Bahn werde ihre Pläne sicherlich noch überdenken. Die BBI-Gesellschafter lassen erklären, dass sie an dem Bau des Terminalbahnhofs festhalten werden, der sechs Gleise und drei Bahnsteige erhalten soll.

27. August

Nach Berliner Zeitungsberichten soll der Vertrag mit dem FBS-Hauptgeschäftsführer Dieter Johannsen-Roth, der Ende 2005 ausläuft, nicht mehr verlängert werden. Wie es heißt, sucht der Regierende Bürgermeister Wowereit als Chef des FBS-Aufsichtsrates nach einem Nachfolger, jedoch sei es fast unmöglich, eine kompetente Persönlichkeit zu finden. Nach anderen Berichten will Wowereit für den Fall eines Regierungswechsels im Bund für Ditmar Staffelt einen Posten besorgen. Staffelt ist zurzeit noch Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium und Koordinator für Luft- und Raumfahrt.

Die FBS bestätigt, dass sei einem Jahr Verhandlungen mit der Bahn laufen über die Frage, ob im neuen Lehrter Bahnhof ein Abfertigungsschalter für Flugpassagiere eingerichtet wird, die in Schönefeld abfliegen wollen. Eine Einigung ist bisher nicht erzielt worden.

30. August

Das Bundesverwaltungsgericht teilt mit, dass es am 7. Februar 2006 mit den mündlichen Verhandlungen über die Klagen gegen den geplanten Bau des BBI beginnen werde. Das endgültige Urteil wird für Mitte 2006 erwartet.

Die Landesregierungen von Berlin und Brandenburg haben den überarbeiteten Entwurf für eine Neufassung des Landesentwicklungsplans LEP FS beschlossen, der vom Brandenburger Oberverwaltungsgericht für nichtig erklärt worden war. Unbeschadet der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts, dass es das Brandenburger Urteil überprüfen werde, sind wesentliche Teile des Plan neu gefasst worden. Wie es heißt, sind vor allem Fragen des Lärmschutzes neu definiert worden. Der neue Plan liegt jetzt in den Gemeinden bis zum 11. November aus, damit etwaige Bedenken geltend gemacht werden können. Abgeschlossen werden soll das Verfahren Mitte 2006.

Ein Sprecher der Bahn erklärt, mit der Entscheidung, dass der Bahnhof Schönefeld vom Mai 2006 an nicht mehr von Fernzügen angefahren werde, sei nicht festgelegt worden, dass auch der geplante BBI-Bahnhof von Fernzügen gemieden werde. Er werde sicherlich auch von Fernzügen bedient werden. Insider sehen in der Erklärung eine Reaktion auf heftige Proteste vor allem des Berliner Senats, der befürchtet, die Planfeststellung für den gesamten BBI könne bei einem Verzicht der Bahn, den BBI mit Fernzügen zu bedienen, gefährdet werden, weil der Terminalbahnhof fester Bestandteil der Planfeststellung ist.

31. August

Bilanz August: 1 562 457 Passagiere (+14,8) und 21 288 Bewegungen (+ 8,6)

Tegel: 991 723 Passagiere (+ 6,6) und 12 210 Bewegungen (+ 5,2)

Tempelhof: 42 565 Passagiere (+ 26,5) und 3 000 Bewegungen (- 1,7)

Schönfeld: 528 169 Passagiere (+ 32,8) und 6 078 Bewegungen (+ 23)

1. September

Ein Hubschrauber fällt nach Motorausfall drei Meter tief auf das Rollfeld in Tempelhof. Die beiden Piloten bleiben unverletzt.

5. September

Bundesverkehresminister Manfred Stolpe, der Regierende Berliner Bürgermeister Wowereit und Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck unterzeichnen eine Rahmenvereinbarung über die Anbindung des BBI an das Bahnnetz. Damit wird eine seit längerem vereinbarte Finanzierung noch einmal bestätigt. Danach übernimmt der Bund von den 436 Millionen Euro, die der Bau des BBI-Terminalbahnhofs und die Bahnschleife zum Airport kosten, 376 Millionen, Berlin und Brandenburg steuern je30 Millionen bei.. Der Terminalbahnhof soll eine Fernbahnverbindung erhalten, wurde vereinbart.

Die Sanierung des Regenrückhaltebeckens in Rotberg und des Zulaufs des Selchower Flutgrabens beginnt. Die Arbeiten sind Teil der vorbereitenden Maßnahmen für den Bau des BBI. Mit den Arbeiten beauftragt wurde die Brandenburger Firma RWE Umwelt Ost GmbH. Die Kosten betragen 900 000 Euro.

Die österreichische Fluggesellschaft Styrian Spirit eröffnet eine Flugverbindung von Tegel nach Graz, die täglich einmal bedient wird mit einer CR 200.

Die Dauair stellt die Flüge von Tempelhof nach Posen ein und startet nun werktäglich einmal in Tempelhof nach Warschau.

Die belgische Virgin Express eröffnet eine Verbindung von Schönefeld nach Brüssel mit zunächst einem Flugpaar täglich.

7. September

Der Flughafen hat das erste „Überwachungsaudit“ erhalten. Damit entspricht das Umweltmanagementsystem den europäischen Umweltnormen.

12. September

Der DBA-Aufsichtsratsvorsitzende Hans Rudolf Wöhrl teilt in Berlin mit, dass die DBA eine neue Linie von Tegel nach Nürnberg eröffnet hat, die dreimal täglich von Montag bis Freitag bedient wird. Mit Beginn des Winterflugplans wird die Zahl der Flüge von Tegel nach Frankfurt, Karlsruhe und Moskau erhöht. Die täglich bis zu acht Flugpaare nach Köln/Bonn werden in Tempelhof bleiben. Diese Flüge haben inzwischen eine Auslastung von 70 Prozent erreicht. Zwischen April und August hat die DBA auf ihrem gesamten Berlin-Netz 680 000 Passagiere befördert, 42 Prozent mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres. Wegen des gestiegenen Ölpreises wird der Kerosinzuschlag für den einfachen Flug von neun auf zwölf Euro erhöht.

13. September

Auf dem Flugplatz Schönhagen wird von der Landesregierung der Planfeststellungsbeschluss – also die Ausbaugenehmigung – für den Airport übergeben.

Die Hauptstartbahn kann um 350 Meter auf 1 550 Meter verlängert und für Flugzeuge mit einem Abfluggewicht von maximal 12 Tonnen zugelassen werden (Bisher maximal 5,7 Tonnen). Die Graspiste soll befestigt werden und zwar auf einer Fläche von 700 mal 18 Metern. Mit jährlich 47 000 Flugbewegungen ist Schönhagen der meistgenutzte Regionalflugplatz in Ostdeutschland.

15. September

Für Ryanair teilt Katja Zatbock, zuständig für Marketing und Verkauf, in Berlin mit, dass Ryanair am 7. März nächsten Jahres eine zweite Flugverbindung von Schönefeld eröffnen wird und zwar nach Nottingham. Die Strecke wird einmal täglich beflogen und Ryanair erwartet auf dieser Linie 100 000 Passagiere jährlich. Seit Aufnahme des Flugbetriebs in Schönefeld mit Flügen nach London hat Ryanair 600 000 Passagiere befördert. Erklärt wurde ferner, eine Nutzung Neuhardenbergs könne erst diskutiert werden, wenn dort die Ausbaugenehmigung vorliege. Ryanair versicherte, dass die Airline „niemals“ einen Kerosinzuschlag erheben werde.

16. September

Der Aufsichtsrat der Flughafen-Gesellschaft beschließt den Bau eines zweiten Terminals in Tegel. Das 9 000 Quadratmeter große Terminal soll für die Low-Cost-Airlines zur Verfügung gestellt werden und eine Jahreskapazität von 2,5 Millionen Passagieren haben. Es soll über sechs Gates und 18 Abfertigungsschalter verfügen und östlich vom Kontrollturm entstehen. Es soll zum Winterflugplan 2006 / 2007 zur Verfügung stehen. Es wurde erklärt, ein Planfeststellungsverfahren sei nicht nötig. Die Kosten werden mit 12 Millionen Euro beziffert. Begründet wurde der Bau damit, dass die neuen EU-Sicherheitsbestimmungen die Kapazität des Airports einengen, sodass die Anlagen erweitert werden müssten.

Im Abgeordnetenhaus geht die Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Abgeordneten Claudia Hämmerling ein. Darin erklärt der Senat, der Planfeststellungsbeschluss für den BBI entfalte keine bindende Wirkung für eine Schließung Tegels und Tempelhofs. Das habe das Bundesverwaltungsgericht festgestellt.

Die Berliner Flughäfen und der Pekinger Flughafen Beijing Capital International Airport haben eine Kooperation hinsichtlich von Fragen über den Betrieb auf Hauptstadtflughäfen und der Aquirierung von neuen Airlines beschlossen. Der Pekinger Airport ist der größte Chinas und fertigte im vergangenen Jahr 34 Millionen Passagiere ab.

19. September

Eine Forsa-Umfrage unter 1 005 Personen aus Berlin und Brandenburg hat ergeben, dass 72 Prozent der Befragten für den Bau des BBI sind. 78 Prozent vertraten die Ansicht, de Hauptstadtregion benötige einen solchen Flughafen.

20. September

Berlin, Brandenburg und der Landkreis Dahme-Spreewald unterzeichnen einen Vertrag über die Taxi-Aufstellung in Schönefeld. Der Pflichtfahrbereich wurde auf einen Umkreis von 30 Kilometern ausgedehnt. Das heißt, auch Berliner Taxifahrer sollen Orte in diesem Bereich ansteuern. Der Vertrag tritt am 1. Januar 2006 in Kraft.

21. September

Easyjet begrüßt in Schönefeld ihren 3-millionsten Passagier seit Aufnahme des Betriebs in Schönefeld im April 2004.

Easyjet eröffnet weitere Verbindungen von Schönefeld nach Mailand-Malpensa und Rom-Chiampino, die täglich einmal beflogen werden.

26. September

Easyjet eröffnet eine weitere Verbindung von Schönefeld nach London-Gatwick, die einmal täglich beflogen wird.

30. September

Die Bilanz für September: 1 700 818 Passagiere (+14,4) und 22 486 Bewegungen (+8,2)

– Tegel: 1 138 982 Passagiere (+ 6,4) und 12 982 Bewegungen (+ 5,7)

– Tempelhof: 58 858 Passagiere (+ 37,4) und 3 729 Bewegungen (- 1,0)

– Schönefeld: 502 978 Passagiere (+ 34,6) und 5 775 Bewegungen (+ 20,2).

6. Oktober

Die FBS stellt klar, dass die Gebührenordnung für Schönefeld zum 1. Juli 2005 geändert worden ist. Danach erhalten Airlines in Schönefeld, wie auch in Tegel und Tempelhof, nur dann einen Bonus, wenn sie eine neue Strecke eröffnen, die bis dahin noch von keinem Airport des Flughafen-Systems bedient worden ist.

7.Oktober

Windrose Air feiert ihren 15. Geburtstag in Tempelhof. Bei den Feierlichkeiten spricht sich der CDU-Politiker Friedrich Merz in aller Deutlichkeit für einen Erhalt des City-Airports aus.

10.Oktober

Das Berliner Oberverwaltungsgericht wird am 24. November über Klagen von Air Berlin, DBA, Germania, Hapag-Lloyd-Express und Hapag-Lloyd-Flug gegen die Senatsluftfahrtbehörde urteilen. Die Airlines verlangen eine Präzisierung des vom Senat am 29. Juli 2004 verfügten Widerrufs der Betriebsgenehmigung für Tegel. Die Airlines erklären, in dem Widerruf heiße es lediglich, Tegel werde geschlossen, wenn in Schönefeld die zwei Startbahnen sechs Monate in Betrieb sind. Die Airlines wollen mit ihrer Klage erreichen, dass sie erst dann zum Umzug zum BBI gezwungen werden können, wenn der gesamte BBI mit allen Abfertigungsanlagen und die Infrastruktur fertig gestellt sind. Zwei Startbahnen bedeuteten noch keinen funktionstüchtigen Flughafen, wurde argumentiert.

Der Senat hat seinerseits das Oberverwaltungsgericht gebeten, die für den 24. November angekündigte Entscheidung über den Widerruf der Betriebsgenehmigung für Tempelhof vom 2. Juni 2004 zu verschieben. Begründung: Es müsse zunächst klar sein, zu welchem Zeitpunkt das Planfeststellungsverfahren für den BBI tatsächlich rechtskräftig sei. Zu diesem Zeitpunkt soll der City-Airport geschlossen werden. Luftrechtsexperten erklären, die Verfahren seien ohnehin ein Streit „um Kaisers Bart“, weil der Widerruf der Betriebsgenehmigungen für Tegel und Tempelhof rechtswidrige Verwaltungsakte seien. Einer Schließung eines planfestgestellten internationalen Verkehrsflughafens müsse in jedem Fall ein „umgekehrtes Planfeststellungsverfahren“ vorausgehen, das jedoch vom Senat weder für Tempelhof, noch für Tegel bisher beantragt worden ist.

Das Bundesverwaltungsgericht hat mitgeteilt, dass es am 7. Februar 2006 über die ersten vier Musterklagen gegen die Baugenehmigung für den BBI verhandeln wird.

12. Oktober

Das Brandenburger Landesverfassungsgericht hat Klagen von vier Umlandgemeinden gegen den Paragraphen 19, Absatz 11 des Landesenwicklungsprogramms mit der Begründung abgelehnt, die Kläger würden durch die Bestimmungen nicht selbst und unmittelbar in ihren Rechten betroffen. Das Gericht erklärt, der Paragraph lasse mehrere Möglichkeiten für die künftige Flughafen-Politik zu. So sei auch ein Festhalten an der gegenwärtigen Drei-Flughäfen-Politik möglich, und ein Flughafenaus- oder Neubau könne auch an einem anderen Ort als in Schönefeld beschlossen werden.

21.Oktober

Die Fluggesellschaft Iceland Express kündigt an, dass sie zwischen dem 16. Mai und dem 30. September 2006 wöchentlich zweimal zwischen Schönefeld und Reykjavik fliegen werde. Eingesetzt würden Flugzeuge der Typs MD 80.

24. Oktober

Easyjet bietet ihren Passagieren von sofort an auf 33 Flughäfen, darunter Schönefeld, die Benutzung der Flughafen-Lounges an, die bisher nur Passagieren der Ersten- und Business-Klasse anderer Airlines offen standen. Easyjet verlangt für die Nutzung allerdings eine Gebühr von rund 18 Euro.

25. Oktober

Sterling Airways wird mit Beginn des Winterflugplans ihre Kopenhagen-Flüge von Tegel nach Tempelhof verlegen und dort wöchentlich 12 Flugpaare anbieten.

25. Oktober

Der Senat antwortet auf eine Kleine Anfrage des PDS-Abgeordneten Frederik Over, die BFG habe ihren Rechtsstreit mit den Airlines in Tegel beenden wollen. Deswegen seien den Airlines, die seit Jahren Gebühren zurück gehalten haben, rund 20 Millionen Euro erlassen worden. Weiter erklärt der Senat er habe keinen Zweifel an der Richtigkeit der Antwort der FBS, dass Easyjet in Schönefeld nicht bevorzugt werde. Over hatte mitgeteilt, dass nach seinen Informationen die Gebühren in Schönefeld speziell auf Easyjet zugeschnitten worden seien, sodass die Airline praktisch keine Gebühren zahlen müsse (Fluggast-Gebühr von nur 9 Euro, 20 Prozent Volumenrabatte auf die Gebühren und Wachstumsrabatte von 80 und 40 Prozent auf die Bedienung neuer Ziele und die Zahl der Frequenzen. Auf die Frage, wie hoch die Marketing-Zuschüsse der FBS an Airlines seien, erklärt der Senat diese seien ihm nicht bekannt.

Die Baukammer Berlin kritisiert den geplanten Bau eines neuen Terminals in Tegel und erklärt, dies sei enorme Verschwendung, und es sei sinnwidrig, Tempelhof zu schließen und in Tegel neue Kapazitäten zu errichten. Dies müsse ein Thema des Rechnungshofes werden.

Die BFG modifiziert den Schließungsantrag für Tempelhof und erklärt, der City-Airport solle geschlossen werden, wenn das Bundesverwaltungsgericht die ersten vier Musterklagen gegen den Bau des BBI abgewiesen habe.

29. Oktober

Nachdem bekannt geworden war, dass im Bundesverkehrsministerium in den Entwurf der Anpassung der Luftverkehrszulassungs-Verordnung an das EU-Recht ein Passus eingeführt worden war mit dem einer Flughafen-Gesellschaft erlaubt wird einen Airport zu schließen, wenn die in der Verordnung geforderten Maßnahmen finanziell nicht zumutbar seien, sind FDP-Bundestagsabgeordnete aktiv geworden. Da außer der BFG keine Flughafen-Gesellschaft in Deutschland ihren Airport schließen will, wird der Passus als „Lex Tempelhof“ bezeichnet. Inzwischen erklärte das Ministerium, es habe sich lediglich um „Vorüberlegungen“ gehandelt, die in dem Entwurf, der zur Beschlussfassung dem Bundesrat vorgelegt werden muá, nicht mehr enthalten sein werde.

30. Oktober

der Winterflugplan in Kraft. Auf den drei Airports rund 2 000 Flugpaare pro Woche, davon im regulären Linienverkehr 1 863 gegen 1 924 im Sommer. In Tegel operieren 33 Liniengesellschaften, die 48 Ziele ansteuern und wöchentlich 1 192 Flugpaare anbieten. In Schönefeld sind es 18 Airlines, die 47 Ziele ansteuern und 386 Flugpaare anbieten. In Tempelhof sind es 9 Airlines die 11 Ziele ansteuern und wöchentlich 185 Flugpaare anbieten. Der Anteil es Low-Cost-Verkehrs in Tegel beträgt rund 33 Prozent, in Schönefeld dagegen mehr als 80 Prozent. Neu in Tegel Qatar Airways mit Flügen nach Doha, Bulgaria zog von Schönefeld nach Tegel, Sterling von Tegel nach Tempelhof. In Tegel gab Swiss die Flüge nach Basel auf. Air Berlin strich den Nonstop-Flug nach Budapest, DBA die Flüge nach Bastia und Saloniki, Hapag-Lloyd-Express die Flüge nach Neapel, Olbia, Palermo und Pisa. Blue 1 strich Helsinki und Lithuanian die Flüge nach Vilnius. In Schönefeld strich Easyjet die Flüge nach Palma, Germanwings und Croatia die Flüge nach Split, Tunis Air den Flug nach Tunis und Turkish den Flug nach Istanbul.

Bilanz für Oktober: 1 690 129 Passagiere (+ 13,3) und 22 035 Bewegungen (+ 9,6)

Tegel: 1 105 451 Passagiere (+ 2,3) und 12 737 Bewegungen (+ 1,1)

Tempelhof: 54 374 Passagiere (+ 40,4) und 3 305 Bewegungen (+ 8,6)

Schönefeld: 530 304 Passagiere (+ 42,3) und 5 993 Bewegungen (+ 34,3)

5. November

Nachdem im September kein Kandidat für die Nachfolge des FBS-Geschäftsführers Dieter Johannsen-Roth gefunden worden war, sollen nun neue Kandidaten vorgestellt werden, darunter der Chef des Leipziger Airports, Eric Malitzke.

7. November

Der Präsidialausschuss der FBS tagt unter Vorsitz von Klaus Wowereit und hört drei Kandidaten für die Nachfolge der FBS-Geschäftsführung an. Der Leipziger Flughafen-Chef erklärte inzwischen, er stehe nicht zur Verfügung.

8. November

Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium Iris Gleicke erklärt auf eine Anfrage des Berliner CDU-Bundestagsabgeordneten Peter Rzepka, eine Befreiung einer Flughafen-Gesellschaft von der Betriebspflicht stelle keine Rechtsgrundlage für die tatsächliche Schließung voraus. Ein planfestgestellter Flughafen könne nur durch Aufhebung oder Widerruf des Planfeststellungsbeschlusses geschlossen werden.

10. November

Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat eine Entscheidung über den Ausbau Neuhardenbergs abermals ausgesetzt. Das Gericht erklärte, da der Landesentwicklungsplan Flughafenstandortentwicklung (LEP FS), der die Grundlage des Verfahrens ist, zunächst vom Bundesverwaltungsgericht überprüft werde, müsse die Entscheidung dieses Gerichts abgewartet werden. Die Brandenburger Behörden hatten unter Berufung auf den LEP FS den Antrag Neuhardenbergs auf Ausbau des Airports, den die Ryanair nutzen will, abgelehnt. Dagegen hat der Flughafenbesitzer geklagt.

11. November

Der Chef und Besitzer der Germania, Hinrich Bischoff, starb im Alter von 69 Jahren. Noch auf dem Totenbett verabredete er mit dem Chef der Air Berlin, Joachim Hunold, dass Air Berlin die Germania über einen Management-Vertrag weiter führen wird.

12. November

Das neue Terminal in Schönefeld soll Mitte Dezember eröffnet werden. Über die Nutzer herrscht noch keine Klarheit. Die ursprüngliche Absicht, das Terminal exklusiv Germanwings zur Verfügung zu stellen, ist nicht mehr aktuell vor allem nachdem die Airline in Schönefeld nicht so stark expandiert, wie zunächst geplant.

14. November

Die DBA bestellt 40 neue Boeing 737, die zwischen 2008 und 2010 ausgeliefert werden sollen. Nach Listenpreis beträgt der Kaufpreis 2,1 Milliarden Dollar. Die Bezahlung der ersten fünf Maschinen ist nach Angaben der DBA gesichert. Die Finanzierung der anderen soll über eine Umwandlung der DBA in eine AG ermöglicht werden.

21. November

Die IHKs und die Wirtschaftsverbände von Berlin und Brandenburg legen ein Grundsatzpapier zum Ausbau Schönefelds zum BBI vor und betonen die unbedingte Notwendigkeit, dass dieser Airport gebaut wird. Zugleich wird erklärt, mit dem BBI könnten 40 000 Jobs geschaffen werden. Diskutiert wird die Frage, ob und wie Unternehmen der Region in den Bau einbezogen werden können. Die FBS will in der Hauptsache Generalunternehmer beauftragen, die Wirtschaft fordert die Beteiligung des Mittelstands.

24. November

Ohne Kenntnis des Senats legt der Bund als Miteigentümer des Flughafens Tempelhof europaweit eine Ausschreibung für die Nachnutzung des Flughafens Tempelhof aus und unterbreitet drei Varianten: Nutzung der Gebäude bei eingestelltem Flugbetrieb, Nutzung der Gebäude und der freien Flächen des Airports und Nutzung der Anlagen bei eingeschränktem Privat- und Geschäftsreiseflugbetrieb. Der Senat ist überrascht und spricht sich gegen eine weitere Nutzung des Airports für einen Flugbetrieb aus.

24. November

Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg schmettert die Klage von fünf Airlines gegen den Widerruf der Betriebsgenehmigung für den Flughafen Tegel ab. Die Airlines wollten präzisiert haben, wann Tegel geschlossen wird, weil es im Widerruf lediglich hieß, Tegel werde geschlossen, wenn die neue Startbahn in Schönefeld sechs Monate im Betrieb ist. Das Gericht erklärte, die Airlines seien in ihren Rechten nicht verletzt und hätten keinen Anspruch, dass ein Flughafen von Dauer benutzbar sei. Es sei nicht zu erwarten, dass die Airlines auf dem BBI auf eine Baustelle umziehen müssen“. Überraschend erklärte das Gericht auch, dass für die Schließung Tegels eine Aufhebung der Planfeststellung nicht vorausgesetzt werden müsse.

26. November

Senat und Flughafen-Gesellschaft lesen aus dem Urteil heraus, dass damit auch der Weg frei sei für eine Schließung Tempelhofs und auch hier eine Aufhebung der Planfeststellung nicht nötig sei. Insider widersprechen und erklären, im Falle Tegels könnten die Airlines auf einen neuen Flughafen umziehen, im Falle einer vorzeitigen Schließung Tempelhofs müssten die Airlines aber in Tegel oder Schönefeld untergebracht werden, was angesichts der Passagierentwicklung mehr als problematisch und nicht zu beweisen sei.

28. November

Air Berlin und DBA vereinbaren eine gegenseitige Vermarktung ihrer Flugangebote und werden jeweils die andere Gesellschaft mit ihren Flügen auch auf ihren Web-Seiten ausweisen.

30. November

Bilanz November: 1 355 083 Passagiere (+ 12,7) und 19 750 Bewegungen (+8)

Tegel: 892 273 Passagiere (+ 2,0) und 11 768 Bewegungen (- 1,1)

Tempelhof: 59 290 Passagiere (+ 59,3) und 3 179 Bewegungen (+ 23,5)

Schönefeld: 397 520 Passagiere (+ 40,1) und 4 803 Bewegungen (+ 25,9)

1. Dezember

Die FBS informiert über die bisher vergebenen Aufträge für den BBI und erläutert die Chancen für die weiteren Bauabschnitte. Wie es heißt, sind in vorbereitende Maßnahmen bereits 100 Millionen Euro investiert worden, von denen 85 Prozent an Unternehmen der Region vergeben worden seien.

6. Dezember

Sun Express teilt in Berlin mit, dass die Airline zum Sommerflugplan erstmals eine Boeing 737-800 in Schönefeld stationieren wird. Ausgebaut werden sollen vor allem die Linienflüge nach Izmir. Die Flotte soll um drei Boeing 757 erweitert werden. Berlin ist mit wöchentlich 14 Flugpaaren in Schönefeld und zehn in Tegel in die Türkei an der Spitze des Deutschland-Angebots.

9. Dezember

Angesichts der verschobenen Markterweiterung von Germanwings in Schönefeld wird das neue Terminal nicht, wie bei der Grundsteinlegung angekündigt, exklusiv für die Airlines zur Verfügung stehen.

9. Dezember

Der Aufsichtsrat der FBS ernennt Rainer Schwarz (49) zum neuen Sprecher der Geschäftsführung der FBS. Er soll Dieter Johannsen-Roth so schnell wie möglich ablösen. Mit Rainer Schwarz wird erstmals seit mehr als zehn Jahren wieder ein Fachmann an die Spitze der Flughafen-Gesellschaft treten. Lufthansa und Air Berlin begrüßten die Ernennung. Schwarz wird auf jeden Fall sein Amt übernehmen, selbst wenn das Bundesverwaltungsgericht den Bau des BBI ablehnen sollte. Die Tempelhofer Airlines erhoffen sich eine Änderung in der Haltung der FBS zu Tempelhof.

9. Dezember

Die Messe und der BDLI berichten über Buchungen für die ILA, die besser seien, als erwartet. Zugesichert sei, dass der Airbus 380 auf der ILA ausgestellt wird. Schwierigkeiten werden allerdings für 2008 erwartet, da dann die kurze Nordpiste nicht mehr verfügbar ist. Klaus Wowereit erklärt, für die ILA 2008 / 2010 müsse ein neues Konzept erarbeitet werden. Das sei mit Kosten verbunden.

10. Dezember

Air Berlin hat zusammen mit der Catering-Gruppe DO & CO die Düsseldorfer Catering-Firma Stockheim übernommen.

12. Dezember

Die ADV hat ermittelt, dass Tempelhof der pünktlichste deutsche Verkehrsflughafen ist. Von Januar bis September 2005 waren nur 5,6 Prozent der Flüge mehr als 15 Minuten verspätet. Die Reihenfolge: Tempelhof 5,6 Prozent, Erfurt 13, Dresden 13,5, Bremen 13,7, Dortmund 14, Saarbrücken 14,2, Schönefeld 14,4, Leipzig 14,7, Münster 15, Hamburg 16,3, Stuttgart 16,7, Tegel 17,1, Nürnberg 17, 2, Köln/Bonn 17,6, München 18,1, Düsseldorf 18,7, Frankfurt 22,5, Hannover 23,2.

15. Dezember

Qatar Airways eröffnet ihre dritte Deutschland-Verbindung und fliegt Tegel an. Wöchentlich werden vier Flugpaare mit einem Airbus A 319 nach Dohar angeboten. Aus Anlass des ersten Fluges wurde mitgeteilt, dass der Neubau des Flughafens von Dohar gute Fortschritte macht. Die Eröffnung der ersten Baustufe soll 2009 erfolgen.

Der Landrat des Kreises Spree-Neiße, Dieter Friese, unterzeichnet eine Vereinbarung mit dem US-Flughafen Erie im Bundesstaat Pennsylvania über den Ausbau des Flugplatzes Drewitz zu einem Luftfrachtkreuz. Der Betrieb soll 2008 beginnen. Allerdings ist für den notwendigen Ausbau der Startbahn von 2 500 auf 3 500 Meter ein Planfeststellungsverfahren nötig. Die Landesregierung äußert mit Rücksicht auf die Ausbaupläne für Schönefeld Zurückhaltung.

16. Dezember

Die Flughafen-Gegner in Schönefeld legen dem Bundesverwaltungsgericht ein Gutachten des Raum- und Umweltplaners Professor Wilfried Kühling von der Universität Halle vor in dem es heißt, durch den Bau des BBI würden in 29 Orten im Umland Wertminderungen an Gebäuden und Grundstücken in Höhe von zwei Milliarden Euro entstehen. Dieser Betrag soll den im Planfeststellungsantrag genannten Betrag erheblich übersteigen. Die Anwälte erklärten, bei der Planfeststellung hätten die Behörden das Thema Wertverlust von Grundstücken nicht hinreichend berücksichtigt. Die Anwälte erklärten ferner, sollte das Gericht die Planfeststellung bestätigen, kämen auf die Flughafen-Gesellschaft hohe Ausgleichszahlungen zu.

Die Lufthansa feiert Richtfest in ihrem Simulatorenzentrum in Schönefeld. In der neuen Halle soll bis zum Februar ein Simulator für den Airbus A 320 montiert werden, ein Simulator für die Boeing 737-800 soll folgen. Insgesamt hat die Lufthansa in ihr Zentrum bisher mehr als 200 Millionen Euro investiert. Sie verfügt in Berlin dann über 12 Simulatoren.

19. Dezember

In Schönefeld wird das Terminal D eingeweiht. Allerdings steht es zur Zeit vermutlich nur für Germanwings zur Verfügung. Die Kapazität des Airports erhöht sich mit dem neuen Terminal auf sieben Millionen Passagiere pro Jahr.

21. Dezember

In Schönefeld wird der fünfmillionste Passagier dieses Jahres begrüßt. Bei dieser Gelegenheit gibt die FBS eine erste Bilanz des Jahres bekannt. Danach wurden in 2005 auf den drei Berliner Flughäfen mehr als 17 Millionen Passagier gezählt (In Tegel rund 11,5 Millionen + 44 Prozent, in Tempelhof 550 000 + 20 Prozent, in Schönefeld mehr als 5 Millionen + 50 Prozent).

Dank der Gewinne in Tegel konnte die FBS trotz der Verluste in Tempelhof und Schönefeld noch einen Gewinn vor Steuern in Höhe von 17 Millionen Euro erzielen (+ 23,7). Der Umsatz erhöhte sich um 7,7 Prozent auf 197 Millionen Euro. Im Jahr 2005 wurden 108 Millionen Euro investiert, aber davon nur 41,4 Millionen in die Airports. Der größte Teil geht auf das Konto vorbereitender Maßnahmen für den BBI.

22. Dezember

BARIG fordert für die Privatisierung der Flugsicherung auch ein Engagement der Airlines und der Flughäfen.

23. Dezember

Der Berliner Senat hat die für einen Tunnelbau in Lichtenrade für die Bahn zurückgehaltenen Gelder in Höhe von 43,5 Millionen Euro jetzt für den Bau des Bahnanschlusses an den BBI umfunktioniert. Damit dürfte es beim Wiederaufbau der Dresdner Bahn zu erheblichen Schwierigkeiten mit den Bürgern kommen. Auf der Dresdner Bahn sollte der schnelle Airport-Express vom Lehrter Bahnhof zum BBI verkehren, der jetzt zunächst über die Anhalter Bahn geführt werden muss.

29. Dezember

In Tegel wird der 17millionste Passagier im Berliner Flughafen-System begrüßt. In einer Stellungnahme erklärt die IHK, sie sehe hinsichtlich des Baus des BBI optimistisch in die Zukunft. Bis zur Inbetriebnahme des BBI müssten die Kapazitäten aller drei Airports genutzt werden, also auch die von Tempelhof.

Auf dem Flughafen Tegel rufen Passagiere einer Maschine der British Airways die Polizei um Hilfe, nachdem der Start um mehr als vier Stunden verzögert worden war. Die Polizei befreite die Passagiere, denen der Kapitän das Verlassen des Flugzeugs untersagt hatte. Mit ein Grund für die Verspätung waren die Wetterverhältnisse in Berlin und London.

2005 – Bilanzen

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Flughafen-Bilanz Dezember:

Gesamt: 1 282 777 Passagiere (+ 14,9) und 17 771 Bewegungen (+ 7,3)

Tegel: 832 992 Passagiere (+ 4,7) und 10 866 Bewegungen (+ 1,7)

Tempelhof: 59 455 Passagiere (+ 57,5) und 2 393 Bewegungen (+ 22,7)

Schönefeld: 399 330 Passagiere (+ 38,2) und 4 512 Bewegungen (+ 15,2)

Flughafen-Bilanz 2005:

Gesamt: 17 154 200 Passagiere (+ 15,3) und 239 760 Bewegungen (+ 7,6)

Tegel: 11 533 428 Passagiere (+ 4,4) und 143 067 Bewegungen (+ 3,7)

Tempelhof: 545 600 Passagiere (+ 23,6) und 34 604 Bewegungen (- 5,0)

Schönefeld: 5 075 172 Passagiere (+ 50,1) und 62 089 Bewegungen (+ 27,8)

Bilanz Air Berlin

13,5 Millionen Passagiere (2004: 12,5) und 1, 23 Milliarden Euro Umsatz (+ 17,1)

Bilanz Lufthansa:

51,3 Millionen Passagiere (+ 0,7) auf 653 980 Flügen. Sitzladefaktor 75 Prozent.

Bilanz Germanwings:

5,5 Millionen Passagiere (+ 57 Prozent). Umsatz 400 Millionen Euro (+ 60 Prozent). Sitzladefaktor 83 Prozent. Flotte: 22 Airbusse.

Bilanz DBA:

2,21 Millionen Passagiere (+ 40 Prozent). Die Flotte besteht aus 29 Flugzeugen, die 19 innerdeutsche und 10 internationale Strecken befliegen.

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