Aero Chronik

2002

2002

1. Januar

Mit dem Jahresbeginn wird für alle Mitarbeiter der drei Berliner Flughäfen und der Holding ein einheitliches Tarifwerk eingeführt. Alle Mitarbeiter werden, gleichgültig wo ihr Arbeitsplatz liegt, einheitlich bezahlt.

2. Januar

Mit dem Jahresbeginn hat die RAS ihre Berlin-Flüge zwischen Tempelhof und Mönchen Gladbach eingestellt.

8. ;nigs Wusterhausen.

Der Sprecher des Bundesgrenzschutzes bestätigt. dass im Zuge der verschärften Sicherheitskontrollen auf den Flughäfen auch Spritzbestecke unter die Gegenstände fallen, die nicht an Bord mitgenommen warnen dürfen, Diabetiker. die auf ihre Spritzen angewiesen seien, müssten ein ärztliches Attest vorlegen, das sie als Diabetiker ausweist.

20. Januar

Der Cargolifter-Vorstandschef von Gablenz fordert eine Bundeshilfe in Höhe von 300 Millionen Euro und erklärt, sein Unternehmen sei wie Airbus und Dornier ein Technologieprojekt der Luft- und Raumfahrt, und es gäbe keinen Grund, Cargolifter nicht zu unterstützen.

22. Januar

Germania hat mit ihrer Beschwerde gegen die Kampftarife der Lufthansa Erfolg. Das Bundeskartellamt mahnt die Lufthansa, weil sie mit nicht kostendeckenden Tarifen auf der Frankfurt-Route operiere und Germania vom Markt drängen wolle. Lufthansa müsse die Strecke um jeweils 40 Euro teurer anbieten als Germania. Die Lufthansa erklärt, diese Forderung sei ein ungeheuerlicher Vorgang und kündigt rechtliche Schritte an Brandenburgs Verkehrsminister Hartmut Meyer (SPD) äußert sich kritisch über die Verkehrspolitik des neuen rot-roten Berliner Senats und erklärt, er vermisse ein klares

Bekenntnis zum BBI.

25. Januar

Buzz teilt mit, daß die Airline mit ihren Flügen von Berlin-Schönefeld nach London-Stansted hinsichtlich der London-Flüge von Berlin aus einen Marktanteil von einem Drittel erreicht habe. Von Berlin aus fliegt nur noch British Airways in Konkurrenz und zwar von Tegel nach Heathrow.

Der Cargolifter-Vorstandschef von Gablenz erklärt in Berlin, die finanziellen Mittel des Unternehmens reichten bis über das Ende des ersten Quartals hinaus. Auf der Hauptversammlung am 16.März werde er Auskunft geben über die weiteren Schritte und möglicherweise neue Kapitalgeber.

In der Nacht ist in Europa von der Flugsicherung eine Verringerung des Höhenabstands zwischen 8 845 und 12 505 Metern in Kraft getreten. Damit soll die Kapazität des oberen Luftraums spürbar erhöht werden.

30. Januar

Der Lufthansa-Bereichsvorstand Ralf Teckentrup erklärt zum Konflikt mit dem Bundeskartellamt über die Tarife auf der Frankfurt-Route: Die Würfel sind gefallen‘. Lufthansa werde mit allen rechtlichen Mitteln gegen den Spruch vorgehen. Die Forderungen des Bundeskartellamtes seien für die Lufthansa nicht akzeptabel.

Der Geschäftsführer der OLT, Gerd Weber, erklärt vor dem LPC in Berlin, die am 27. Dezember eröffnete neue Linie von Tempelhof nach Bremen weise nach den Vorausbuchungen bereits eine Auslastung von mehr als 50 Prozent aus und habe damit die Rentabilitätsgrenze überschritten. OLT bietet wöchentlich 26 Flugpaare mit dem Metroliner an. OLT übernahm die Linie von Cimber Air, die im Auftrag von Lufthansa von Tegel nach Bremen flog und den Betrieb kurzfristig einstellte.

31. Januar

Die Gewerkschaft Ver.di hat ein eigenes Konzept für den Bau des BBI vorgelegt und vorgeschlagen, die BBF nicht vollständig zu privatisieren. Verfaßt wurde der Vorschlag vom Brandenburger Ver.di-Chef Werner Ruhnke, der auch stellvertretender Vorsitzender des BBF Aufsichtsrates ist.

MTU in Ludwigsfelde erhält einen Vertrag von General Electric für die Wartung von Triebwerken der Reihe CF 34, das vor allem in Regionaljets montiert ist. Durch diesen Millionenauftrag erwartet MTU eine Erhöhung der Mitarbeiterzahl um 250 Personen.

Schönefeld: 80 563 Passagiere (- 15,4) und 2 164 Bewegungen (-6,6).

1. Februar

Ein Gutachten des Tüv besagt, daß durch Gasleitungen und die Gasübernahmestation bei Waltersdorf keine Gefährdung der Bevölkerung durch Gasbrand oder Gasexplosion besteht. Es gäbe daher keinen Anlass, den Flugverkehr in Schönefeld einzuschränken. Aufgrund des G utachtens lehnte das Brandenburger Verkehrsministerium einen Antrag von Flughafengegnern auf Schließung des Airports ab. Dem Bau des BBI stehe nichts im Wege.

Eine Boeing 737 der Air Berlin kehrt nach dem Start in Tegel nach Palma um und landet wieder in Tegel. weil eine Warnlampe Rauch gemeldet hatte. Nachdem bei einer Prüfung kein Defekt gefunden worden war, startete das Flugzeug erneut.

5. Februar

Aus Kreisen der BBF wird bekannt, daß es im Jahr 2001 für die BBF einen Gewinneinbruch gegeben habe. Der Umsatz verringerte sich um sechs Millionen Euro. Alle Investitionen auf den Flughäfen werden reduziert, Erweiterungsmaßnahmen in Tempelhof gestrichen. Nur ein Übungsgelände für die Feuerwehr in Schönefeld wird gebaut. Dafür werden 3,3 Millionen DM bereitgestellt. Zum 1. April sollen nicht genehmigungspflichtige Gebühren auf den Berliner Flughäfen erhöht werden: 1 .20 Euro für jeden Passagier für die Benutzung der Flugbrücken und Vorfeldbusse. Weitere Gebührenerhöhungen für das Jahr 2003 sollen bei den Landesluftfahrtbehörden beantragt werden.

7. Februar

Der Finanzvorstand der Cargolifter AG, Karl Bangert, kündigt an, daß auf der Hauptversammlung am 16März “Bündel von Kapitalmal3nahmen“ vorgetragen werden sollen, mit denen die Zukunft des Unternehmens gesichert werden soll.

12. Februar

Der Hochtief-Vorstandschef Hans-Peter Keitel erklärt, weitere Nachbesserungen des Konsortiums Hochtief/IVG für die Privatisierung der BBF werde es nicht geben. Die Sitzung des PPS-Aufsichtsrates am 15.Februar sei für beide Seiten die letzte Chance.

Der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Stephan Hilsberg, erklärt, es läge ein neues Gutachten von Arthur Andersen zu dem Kaufangebot des Konsortiums vor. Es besage, daß die Risiken für die öffentliche Hand zu groß seien. Die Gesellschafter müßten sich erst ein Urteil bilden, bevor die PPS über den Beginn von Verkaufsverhandlungen entscheiden könne.

Berlins Wirtschaftssenator Gregor Gysi erklärt, es müsse für den BBI ein Alternativstandort gesucht werden, falls Schönefeld scheitern sollte. Er habe schon immer für den Standort Sperenberg plädiert.

15. Februar

Der Aufsichtsrat der PPS vertagt die Entscheidung über die Frage, ob mit dem Hochtief/IVG Konsortium Privatisierungsverhandlungen eröffnet werden sollen oder nicht. Begründet wurde der Schrift mit den Äußerungen von Hans-Peter Keitel, die im Rat Empörung hervorgerufen haben. Brandenburgs Wirtschaftsminister Wolfgang Fürniß Aufsichtsratsvorsitzender der PPS, erklärt, wenn Flexibilität bei Verhandlungen von vornherein ausgeschlossen wird, machen die Verhandlungen keinen Sinn. Er erwarte nun eine Erläuterung vom Konsortium. Der Rat beschließt, auf die Erläuterungen des Konsortiums zu warten, sowie Gutachten der Rechnungshöfe vom Bund und den Ländern und den Ver.di-Vorschlag zu prüfen bis Mitte März

15. Februar

Der PPS-Aufsichtsrat vertagt abermals die Entscheidung über den Beginn von Vertragsverhandlungen mit Hochtief! IVG über die Privatisierung der BBF. Offiziell begründet wurde der Vertagungsbeschluß mit Äußerungen des Hochtief-Vorstands Hans-Peter Keitel, der erklärt hatte, das Konsortium werde “mit Sicherheit das Angebot nicht nachbessern“. Der Aufsichtsrat verlangt nun von der Geschäftsführung Gespräche mit dem Konsortium, mit denen die Haltung des Konsortiums geklärt werden soll. Der Aufsichtsrat kündigte eine endgültige Entscheidung nun für Mitte März an. Inzwischen wurde bekannt, daß die Rechnungshöfe Berlins, Brandenburgs und des Bundes erhebliche Bedenken gegen das Angebot des Konsortiums angemeldet hätten. Einzelheiten wurden nicht mitgeteilt.

17. Februar

Nach Presseberichten verlangt der Brandenburger Rechnungshof erhebliche Nachbesserungen bei dem Angebot des Konsortiums. Die angebotene Kaufsumme wurde als inakzeptabel bezeichnet. Der Wert der BBF sei deutlich höher, als bisher bewertet.

18. Februar

Die Lufthansa warnt vor dem geplanten Auslaufen der Staatsgarantie zum 31 .März, wenn es bis dahin keine Lösungen für das Versicherungsproblem gibt. Die Ko könnten drastisch sein.

18. Februar

Abgeordnete verschiedener Parteien nehmen die Ergebnisse der Rechnungshof-Prüfungen zum Anlaß, den Abbruch der Privatisieningsverhandlungen zu fordern. Der PPS wird vorgeworfen, es versäumt zu haben, den tatsächlichen Wert der BBF genau berechnen zu lassen.

19. Februar

Das Bundeskartellamt hat mit sofortiger Wirkung der Lufthansa untersagt, auf der Frankfurt-Route die Kampftarife gegen die Germania beizubehalten. Die Lufthansa müsse mindestens 34 E uro mehr für den einfachen Flug verlangen, da sie unter dem Betrag von 134 Euro nicht kostendeckend fliegen könne. Die Lufthansa kündigt rechtliche Schritte gegen die Entscheidung an.

Rolls-Royce Deutschland in Dahlewitz erhält einen Großauftrag von Gulfstream Aerospace für die Lieferung von 600 Triebwerken Die L sollen sich bis 2012 erstrecken. Der Wert des Auftrags wird mit zwei Milliarden Euro beziffert.

21. Februar

Der Regierende Bürgermeister Wowereit gibt seine Regierungserklärung ab, in der abermals der Konsensbeschluß über die Flughafenplanung bestätigt wird .

25. Februar

Nach Presseberichten werden Überlegungen angestellt, die BBF nicht vollständig zu privatisieren, sondern eine Sperrminorität für die öffentliche Hand zu behalten. Damit soll verhindert werden, daß die öffentliche Hand jeglichen Einfluß auf den Flughäfen verliert.

28. Februar

Die Bilanz für Februar:

Passagiere % Bewegungen %
Tegel
Tempelhof
Schönefeld
Gesamt

804 679 Passagiere (- 9,3) und 15431 Bewegungen (- 2,5)

Tegel: 649 861 Passagiere ( – 9,3) und 9 027 Bewegungen (- 7,4)

Tempelhof: 50 859 Passagiere ( – 9,9) und 3 819 Bewegungen (i- 8,7)

Schönefeld: 103 959 Passagiere ( -8,7) und 2585 Bewegungen ( + 0.6)

4. März

Die Cargolifter AG, die in finanzieflen Engpässen ist, hat beim Bundeswirtschaftsministerium ein Darlehen in Höhe von 300 Millionen Euro beantragt.

6. März

Im Brandenburger Landtag hat die PDSJanuar

In einer Zwischenbilanz des Untersuchungsausschusses in Brandenburg, der die gescheiterte erste Privatisierung der BBF klären soll, zieht die PDS-Vertreterin Anita Tack ein vernichtendes Urteil. Sie erklärt, aus den Aussagen der verschiedenen Zeugen gehe klar hervor, daß der BBI privatwirtschaftlich nicht finanzierbar sei. Die Gesellschafter seien erpressbar geworden.

11. Januar

Brandenburgs Wirtschaftsminister Wolfgang Eürnil3 (CDU) erklärt zur Bildung der rot-roten Regierung in Berlin entscheidend für die Regierungsfähigkeit der PDS werde sein, wie die Partei und ihre Vertreter den Bau des BBI unterstützen. Diesem Projekt darf sich niemand verschließen‘.

15. Januar

Brandenburgs Ministerpräsident Stolpe erklärt vor dem Flughafen-Untersuchungsausschuß, ohne eine Verbesserung des Investoren-Angebots für die Privatisierung der BBF werde er einen Vertrag nicht unterschreiben. Dann werde man einen “Staatsflughafen“ mit eigener Kraft und auf eigene Rechung errichten.

Globeground Berlin vereinbart angesichts der schwierigen Situation im Flugverkehr Gehaltskurzungen bis zum Jahr 2004, damit alle Arbeitsplätze erhalten bleiben.

16. Januar

Die Aktien der Cargolifter AG stürzen vorübergehend ab, nachdem der Vorstandschef von Gablenz erklärt hatte. ohne staatliche Hilfe ließe sich das Projekt des Schwerlast-Luftschiffs nicht realisieren. Bis zur serienreife des Luftschiffs in 2004 wurden 590 Millionen Euro benötigt. davon seien bisher 300 Millionen gesichert. Für die restlichen 290 Millionen werde eine Losung gesucht.

17. Januar

Der neue rotrote Senat in Berlin wird gewählt Verkehrssenator Strieder erst im zweiten Anlauf.

19. Januar

Brandenburgs Wirtschaftsminister Furniß erklärt, aufgrund der gescheiterten Privatisierung der BBF müsse Brandenburg im lautenden Jahr 70 Millionen Euro für die BBF bereitstellen. In 2003 werde ein weiterer betrag in Hohe von 30 Millionen Euro fällig. Größter Brocken sei das Baufeld-Ost, für dessen Erwerb hohe Zinsen gezahlt werden müßten.

Die Bewohner von Diepensee, die im Zuge des Baus des BBI umgesiedelt werden müssen, besichtigen erstmals ihr neues Gelände in Deutsch-Wusterhausen. Der neue Ort entsteht als Stadtteil von Kö in einer AktueHen Stunde den sofortigen Abbruch des Privatisierungsverfahrens gefordert und erklärt, dies sei auch die Meinung der Berliner PDS. Ministerpräsident Stolpe erklärt, es gäbe keine Alternative zum entschlossenen Vorantreiben des Projektes BBI.

10. März

Wirtschaftssenator Gysi erläutert seine Haltung zum BBl und erklärt, ein neuer Flughafen für die Region sei nötig, er habe sich in der Vergangenheit nur gegen den Standort Schönefeld ausgesprochen.

11. März

Nach Presseberichten wird der PPS-Aufsichtsrat einem Verhandlungsbeginn mit Hochtief/IVG zustimmen, obwohl die Rechnungshöfe bei dem gegenwärtigen Angebot für die öffentliche Hand Ausgaben in Höhe von 1,3 Milliarden Euro errechnet haben.

12. März

Der PPS-Aufsichtsrat und die BBF-Gesellschafter stimmen Verhandlungen mit Hochtief/IVG über die Privatisierung der BBF zu. Die Verhandlungen sollen Anfang April beginnen. Brandenburgs Wirtschaftsminister Fürnil3 sagt, das vorliegende Angebot des Konsortiums sei ‘nicht akzeptabel. aber verhandelbar“.

Vor dem Untersuchungsausschuß in Brandenburg sagt der frühere Regierende Bürgermeister Diepgen, eine Schließung Tempelhofs könne sich als nicht mehr korrigierbare Fehlentscheidung erweisen.

Die Fluggesellschaft Buzz zieht eine positive Bilanz ihrer Deutschland-Flüge und des Berlin-Engagements. Der Umzug von Tegel nach Schönefeld habe sich gelohnt, weil die Airline dort wesentlich flexibler operieren könne. Seit dem Umzugstermin im April 2001 habe Buzz in Schönefeld 165 000 Passagiere gezählt, 25 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Ohne vorherige Konsultation des Bezirksamtes und anderer Stellen beginnt in der Tegeler Einflugschneise eine Fällaktion für rund 10 000 Bäume, die nach den Vorschriften zu einer Behinderung des Flugverkehrs führen könnten. Nach Protestaktionen wird die Aktion unterbrochen, einige Tage später aber wieder fortgesetzt, da keine Alternative gesehen wird.

13. März

Die verkehrspolitische Sprecherin der PDS in Berlin, Jutta Matuschek, erklärt im Abgeordnetenhaus, jeder Privatisierungsvertrag über die BBF müsse im Parlament gebilligt werden. “Ein schlechter Vertrag wird keine Zustimmung finden“. Die PDS sei der Ansicht, das Angebot des Konsortiums abzulehnen und den Airport in eigener Regie zu errichten. Dann könne der Verkauf neu ausgeschrieben werden.

14. März

Der Lufthansa-Vorstandsbevollmächtigte in Berlin, Tschirner, gibt bekannt, daß die BBF zum 1. April die nichtgenehmigungspflichtigen Entgelte – für die Nutzung der Fluggastbrücken und Vorfeldbusse – um 500, bezw. 400 Prozent erhöhen wolle. Gegen diese Erhöhung habe der BARIG entschiedenen Widerstand angekündigt. Tschimer sprach die Vermutung aus, mit der Erhöhung, die nur in Tegel wirksam werden solle, wolle die BBF ihre Verluste in Tempelhof und Schönefeld abdecken und die Sondergebühr für den BBI heimlich einführen.

15. März

Die Deutsche BA gibt ein völlig verändertes Geschäftskonzept für den innerdeutschen Verkehr bekannt, das zum 1. April wirksam werden soll. Mit niedrigen Tarifen, die je nach Kundenwunsch für den einfachen Flug zwischen 39 und 237 Euro schwanken, sollen zugleich alle Restriktionen fallen. Auslandsstrecken werden eingestellt, die lnlanddienste verstärkt. Mit dem neuen Konzept will die DBA in 18 Monaten die Gewinnzone erreichen.

Die Hauptversammlung der Cargolifter AG beschließt eine Kapitalerhöhung durch die Ausgabe weiterer 33 Millionen Aktien, die Erhöhung einer Wandelanleihe von 150 auf 200 Millionen Euro und der Vorstand hofft auf die Gewährung einer Bundeshilfe, sowie auf ein kurzfristiges Darlehen Brandenburgs. Der Bau des Luftschiffs wird verschoben, sodaß die ersten Flüge nun 2005 stattfinden sollen. – Zugleich wurde bekanntgegeben, daß die kanadische Firma Heavy Uft für die Arktis und Alaska einen Ballon-Kran CL 76 für 9.7 Millionen Dollar geordert und Optionen auf weitere zehn Ballone genommen hat.

18. März

Brandenburgs Finanzministerin Dagmar Ziegler erklärt, eine Entschuldung der BBF würde ihre Gesellschafter – Berlin,Brandenburg und den Bund – 281 Millionen Euro kosten. Entsprechend des Anteils Brandenburgs an der BBF würden auf das Land Zahlungen in Höhe von 104 Millionen Euro zukommen.

Auf der ITB erklärt der Vorstandssprecher der BBF, Götz Herberg, die Forderungen der Ryanair für die Aufnahme von Flügen von und nach Schönefeld seien unannehmbar. Ryanair wollte in Schönefeld zum Nulltarif operieren und zudem finanzielle Zuschüsse für den Betrieb. Herberg erklärt gleichzeitig, die BBF wolle eine neue Kampagne starten, um den Ferienflugverkehr von Tegel nach Schönefeld zu verlegen. Die “konzertierte Aktion“ der BBF sieht offenbar auch gewisse Anreize für die Airlines vor, jedoch herrscht zunächst weiter Zurückhaltung vor. Nicht nur die Liniengese sondern auch die Ferienflieger sind von der angekündigten Tariferhöhung in Tegel unangenehm berührt. Air Berlin deutete an, man werde sich weigern, die höheren Abgaben zu entrichten. Dann müsse die BBF das Geld einklagen.

Der Germania-Geschäftsführer Muscati erklärt in einem Interview, die Lufthansa agiere im Konflikt mit der Germania auf der Frankfurt-Linie in “Rambo-Manier“. – Der Lufthansa-Vorstand Ralf Teckentrup erklärt ebenfalls in einem Interview, die Lufthansa-Tarife stünden nicht zur Disposition. Er richtete heftige Kritik gegen das Kartellamt wegen der Entscheidungen im Konflikt mit der Germania.

20. März

Das Brandenburger Oberverwaltungsgericht bezeichnet nun auch den “Landesentwicklungslan Standortsicherung Flughafen“ als möglicherweise verfassungswidrig, weil bei der Festlegung des Standortes Schönefeld für den BBI die Behörden die Gemeinden nicht korrekt angehört hätten. Die Klage von fünf Gemeinden in der Umgebung Schönefelds wurde daher an das Landesverfassungsgericht zur endgültigen Enscheidung verwiesen. Damit droht dem Projekt BBI eine weitere Verzögerung. Letztes Jahr war bereits der “Landesentwicklungsplan engerer Verpflechtungsraum“ für nichtig erklärt worden, weil die Anhörung der Betroffenen versäumt worden war.

Auf dem 1. Luftverkehrskongreß in Berlin gibt Bundesverkehrsminister Bodewig bekannt, daß die Bundesregierung die Staatshaftung um weitere sechs Monate verlängern wird. Fluggesellschaften, Flughäfen und die Industrie legen der Bundesregierung auf dem Kongreß einen Katalog von Forderungen vor: Schutz gegen Wettbewerbsverzerrungen, Ausbau der Infrastruktur, Bau je einer neuen Landebahn in Frankfurt und München, Verzicht auf Nachtflugverbote und die Kerosinsteuer. Bundeskanzler Schröder spricht sich für einen maßvollen Ausbau der Flughäfen aus, damit die Interessen der Anwohner gewahrt bleiben.

21. März

Das Bundeskartellamt fordert die Lufthansa unter Androhung von Zwangsgeld auf, der Germania mit sofortiger Wirkung die gewünschten Siots in Frankfurt einzuräumen. Die Lufthansa kündigt Beschwerde an.

Die Dioxinfunde auf dem Gelände des künftigen BBI stammen von russischen Desinfektionsmitteln aus den Flugzeugen, die früher aus dem Ostblock in Schönefeld landeten. Wie es heißt, ist ein Klärbecken übergelaufen und hat den Boden verunreinigt. Das entsprechende Gelände ist inzwischen abgesperrt worden. über den Zeitpunkt der Entsorgung ist noch nicht entschieden.

22. März

Der SPD-Abgeordnete Peter Danckert, ein Gegner des Ausbaus Schönefelds zum BBI, erklärt in einem Interview, nach seiner Meinung glaube niemand mehr an den Bau des BBI an diesem Standort. Die negativen Gerichtsentscheidungen würden das Planfeststellungsverfahren erheblich beeinträchtigen und verzögern.

24. März

Nach Umfragen des Tagesspiegels nehmen die Charterfluggeseilschaften den Vorschlag der BBF, den gesamten Charterverkehr von Tegel nach Schönefeld zu verlagern, mit äußerster Zurückhaltung auf. Auch die Touristikkonzerne bevorzugen weiter Tegel als Startflughafen.

25. März

Die FBS stellt fest, daß der dioxinbefallene Boden nicht im Besitz der BBF ist, aber im Zuge des Baus des BBI erworben werden soll. Die Landesbehörden müßten nun entscheiden, wie mit der Beseitigung des verunreinigten Bodens zu verfahren sei.

31März

Der Sommerflugplan tritt in Kraft. Insgesamt gibt es im klassischen Linienverkehr 1 414 Flugpaare pro Woche gegen 1 587 im Sommer 2001.

In Tegel gibt es 1 069 Flugpaare, in Tempe 279 und in Schönefeld 66

In Tegel wird die Linie nach Billund eingestellt, Germania fliegt neu nach Köln/Bonn. Die SAS beteiligt sich neu an den Flügen nach Kopenhagen. – In Tempelhof gibt es neue Eurowings Verbindung zum London City-Airport, lntersky fliegt neu nach Bern, alle Flüge nach Nürnberg werden nach Tegel verlegt, nach Dortmund fliegt anstelle von Eurowings CityAir. Die von Augsburg Airways beflogene Linie nach Hamburg wird eingestellt. Die Friedrichshafen-Flüge von Augsburg Airways werden nach Tempelhof verlegt. Vom 1. Mai will Air Baltic nach Riga fliegen. – In Schönefeld neu Macedonian Airlines nach Skopje, sieben Flugpare pro Woche mehr von Aeroflot nach Moskau.

Der Sommerflugplan für Dresden weist im Linienverkehr pro Woche 210 Flugpaare aus, neu ist eine Verbinung von Croatia Airlines nach Split und Dubrovnik. Acht Fluggesellschaften steuern 12 Destinationen an. Im Touristikverkehr gibt es durchschnittlich 83 Flugpaare pro Woche.

Bilanz März:

Passagiere % Bewegungen %
Tegel
Tempelhof
Schönefeld
Gesamt

972 189 Passagiere (- 9,3) und 17 127 Bewegungen (- 7,3).

Tege 791 143 Passagiere (- 9,7) und 10 080 Bewegungen (- 10,9)

Tempelhof: 56 381 Passagiere (- 19,9) und 4 077 Bewegungen (- 1,4)

Schönefeld: 124 665 Passagiere (- 1,1) und 2 970 Bewegungen (- 1,8).

Der Luftfrachtumschlag verringerte sich insgesamt (Alle drei Airports) um 20,2 Prozent auf 3 159 Tonnen, der Luftpostumschlag verringerte sich um 15 Prozent auf 1 291 Tonnen.

1. April

Auf den Berliner Flughäfen treten die neuen Preiserhöhungen für die Nutzung der Vorfeldbusse und der Fluggastbrücken in Kraft, die von allen Airlines abgelehnt werden. Sie haben erklärt, sie würden weiterhin nur die alten Gebühren entrichten.

In der EU tritt das Landeverbot für Flugzeuge in Kraft, die nicht die Lärmnormen der Kategorie III erfüllen. Aufgrund russischer Einsprüche gibt es jedoch Ausnahmegenehmigungen.

2. April

Die PPS und das Bieterkonsortium unter IVG und Hochtief haben die Verhandlungen über eine Konkretisierung des Kaufangebots des Konsortiums begonnen. Ziel der PPS ist es, ein besseres Angebot zu erhalten.

Fairchild Dornier hat Insolvenz beantragt. Der Bund und Bayern haben Unterstützung angekündigt. An dem Weiterbau des Prototyps des 728 Jet soll festgehalten werden, auch der Weiterbau des 328 Jet ist geplant.

4. April

Die Brandenburger PDS fordert die “rechtssichere Abbrechung oder Unterbrechung der Privatisierungsverhandlungen für den BBI. Die Verhandlungen machten keinen Sinn angesichts der in Frage gestellten Planungsgrundlagen.

5. April

Auf allen drei Berliner Flughäfen gibt es Paketsonderflüge. In Schönefeld landet jede Nacht eine Boeing 757 der DHL aus Brüssel, deren Fracht in zwei Antonows der Exin Air umgeladen wird, die nach Danzig und Kattowitz starten. Die DHL-Maschine fliegt weiter bis Warschau. – Ebenfalls täglich landet in Schönefeld ein Frachter der UPS aus Köln/Bonn. – In Tempelhof operiert eine HS 748 der West Air Sweden, die für Federal Express nach Paris und zurück fliegt. – In Tegel landet eine BAe 146 von TNT auf dem Frachtkurs Warschau – Lüttich.

8. April

Augsburg Airways stellt die im Auftrag der Lufthansa ausgeführten Flüge von Tempelhof nach Hamburg ohne Vorankündigung ein (In der Sommerflugplan-Aufstellung bereits berücksichtigt).

9. April

Vor dem Brandenburger Untersuchungsausschuß zur Privatisierung der BBF sagt Franz Müntefering als ehemaliger Bundesverkehrsminister aus und erklärt, die Entscheidung für den BBI sei bereits unter der Regierung Kohl gefallen, er habe keinen Grund gesehen, das Projekt aufzuhalten. Er spricht sich für den Bau des BBI in Schönefeld aus und lehnt gleichzeitig ein Offenhalten Tempelhofs ab.

10. April

Das Oberlandesgericht Düsseldorf lehnt den Einspruch der Lufhansa gegen die Entscheidung des Bundeskartellamtes im Konflikt mit der Germania ab und bestätigt den sofortigen Vollzug der Kartellanweisung. Zugleich senkt es den vom Kartellamt geforderten Preisabstand zum Germania-Tarif von 35 auf 30.50 Euro. Die Lufthansa spricht von einem schwarzen Tag für die Luftfahrt in Deutschland. Mit Wirkung des 12. April tritt der neue, höhere Lufthansa-Tarif für die Frankfurt-Route in Kraft, er beträgt für den einfachen Flug nun 129.50 Euro und damit genau 30.50 Euro mehr als der Germania-Tarif von 99 Euro.

11 April

Nachdem Augsburg Airways in finanzielle Schwierigkeiten geraten war und eine Umstrukturierung beschlossen halle, schließt die Airline mit Lufthansa einen neuen Kooperationsvertrag. Die Flüge von Augsburg nach Hamburg und Köln/Bonn werden zum 30. April eingestellt, die anderen Flüge darunter auch die Linie von Tempelhof nach Ausgburg “steht auf dem Prüfstand“. Angesichts der Krise bei Augsburg Airways wurde der Geschäftsführer Olaf Dlugi abgelöst. Von den 560 Mitarbeitern werden 144 entlassen, die Vertretung in Tempelhof wird geschlossen, die Flotte von DHC 8-Flugzeugen von 16 auf 12 verringert.

Die Cargolifter AG teilt mit, mit den ersten Geldern aus der seit dem 3. April den Aktionären angebotenen Wandelanleihe könne das Unternehmen seine Arbeit bis in den Mai fortsetzen. Das Zeichnungsrecht läuft bis zum 3. Mai.

14. April

Der Brandenburger Wirtschaftsminister Wolfgang Fümiß räumt auf eine parlamentarische Anfrage ein, daß die vom Land der BBF gewährten Darlehen angesichts der finanziellen Lage der BBF wohl nicht zurückgezahlt werden könnten.

19. April

Die BBF legt ihren Geschäftsbericht für 2001 vor, der am selben Tage vom Aufsichtsrat abgesegnet worden ist. Es konnte ein positives Betriebsergebnis in Höhe von sieben Millionen Euro erzielt werden (2000: 16,5 Millionen) und ein Gesamtergebnis, das wegen der politischen Entwicklung von zehn Millionen Euro in 2000 auf 0,2 Millionen Euro zurückgefallen ist Der Umsatzerlös verringerte sich von 172,8 Millionen Euro auf 169,4 Millionen. Einziger Gewinnbringer war wiederum Tegel mit einem Betriebsgewinn von 46,7 Millionen Euro ( 2000:

49,8 Millionen). In Tempelhof verringerte sich der Verlust von 10,4 Millionen Euro auf 10,1 Millionen, in Schönefeld stieg der Verlust von 18,8 Millionen Euro auf 24 Millionen. Die Gesellschafter gewährten zins Darlehen von 42,4 Millionn Euro und übernahmen die Zinslasten für das Baufeld-Ost in Höhe von 14,5 Millionen Euro. Die BBF kündigte an, sie hoffe doch noch einen Umzug der Chartergesellschaften von Tegel nach Schönefeld bis zum Herbst arrangieren zu können. Die Airlines zeigen sich jedoch weiterhin zurückhaltend. Die BBF kündigt an, sie werde den Rechtsweg beschreiten müssen, wenn die Fluggesellschaften die neuen, erhöhten Gebühren auf den Berliner Flughäfen nicht zahlen sollten.

28. April

Augsburg Airways eröffnet Charter/Linienflüge von Tempelhof nach Baiaton, die bis zum Herbst fortgesetzt werden sollen. Ein Flugpaar wöchentlich.

30. April

Bilanz für April:

Passagiere % Bewegungen %
Tegel
Tempelhof
Schönefeld
Gesamt

962 962 Passagiere (- 11,1) und 17 454 Bewegungen (- 2,4).

Tegel: 799 726 Passagiere (-6) und 10287 Bewegungen (-3,1)

Tempelhof: 49 239 Passagiere (- 22,3) und 4 665 Bewegungen (i- 26,1)

Schönefeld: 113 997 Passagiere (-32,7) und 2502 Bewegungen (-30,1).

1. Mai

Air Ba eröffnet eine Linienverbindung von Riga nach Tempelhof, dreimal wöchentlich.

2. Mai

Boeing und Cargolifter unterzeichnen Vereinbarung über gemeinsame Prüfung von Leichter- als-Luft-Systemen, eine Beteiligung Boeings an Cargolifter ist damit nicht automatisch gegeben.

3. Mai

Eine Untersuchung des ADAC über die Gebühren auf den Flughafen-Parkplätzen ergibt, daß Berlin-Tegel hinsichtlich der Gebühren an der Spitze liegt

6. Mai

Auf dem Flughafen Schönefeld beginnt die ILA 2002 mit einem Rekord an Ausstellern. Die Messe wird von Bundeskanzler Schröder eröffnet. Dauer bis zum 12Mai.

Brandenburgs Wirtschaftsminister Fürniß erklärt auf der ILA, er sei überzeugt, daß der BBI pünktlich bis zum Jahr 2007 betriebsbereit gemacht werden könne. Der Flughafen-Ausbau sei das wirtschaftlich wichtigste Programm der Region Berlin-Brandenburg.

Die BBF legt das Ergebnis einer Umfrage in Berlin und Brandenburg vor: 71 Prozent der Befragten sind für den Bau des BBI, strikt dagegen nur 10 Prozent.

Die FLM Aviation eröffnet eine Bedarfslinienverbindung von Kiel nach Tempelhof. Eingesetzt wird werktäglich einmal in jeder Richtung eine Beech 1900 D.

Der Marketing-Manager der SAS, Gerhard Strohmayer, erklärt gegenüber dem Tagesspiegel, die SAS habe ihre eigenen Flüge zwischen Kopenhagen und Tegel wieder aufgenommen, weil sie Passagiere für den Umsteigehafen Kopenhagen gewinnen möchte. Die SAS glaube nicht daran, daß der BBI eine echte Konkurrenz für Kopenhagen werden könne.

Die Bahn AG deutet an, daß der Flughafen-Expreß vom neuen Lehrter Bahnhof zum BBI voraussichtlich erst im Jahr 2009 fahren werde. Eine endgültige Entscheidung sei aber noch nicht getroffen worden, wurde erklärt. Noch immer gibt es Streit, ob die Geleise in Lichtenrade durch einen Tunnel geführt werden sollen.

Die in Schönhagen beheimatete Firma Aquila hat mit der Serienfertigung ihres leichten Reiseflugzeugs A 210 begonnen.

7.Mai

Cirrus Air eröffnet die Bäderflüge von Tempelhof nach Usedom. Zwei Flugpaare wöchentlich.

8. Mai

Die britische Billig-Fluggesellschaft Easyjet nimmt eine Option für den Kauf der Deutschen BA (DBA) auf. Binnen zwölf Monaten soll entschieden werden, ob Easyjet die DBA erwirbt. Easyjet will auch die britische Billig-Airline Go kaufen Damit würde eine Gesellschaft entstehen, die deutlich größer wäre als RyanAir.

Die Cargolifter AG erklärt, die Geldmittel des Unternehmens würden knapp. Die Landesregierung sei um Hilfe gebeten worden. Die aufgelegte Wandelanleihe sei nicht befriedigend angenommen worden. In Brandenburger Regierungskreisen wird das Verhalten von Cargolifter kritisiert und von einer Erpressung gesprochen. Landesmittel stünden nicht zur Verfügung.

10Mai

Cirrus eröffnet Bäderlinie von Tempelhof nach Sylt mit zwei Flugpaaren wöchentlich.

12Mai

Die ILA 2002 endet mit einem erfolgreichen Ergebnis. 215 150 Besucher wurden gezählt. davon 90 000 Fachbesucher.

12. Mai

Auf dem Flughafen Schönhagen, der für die ILA besuchenden Messegäste diente, wurden während der ILA 506 Flugzeuge mit 1 500 Messebesuchern registriert.

Erstmals landet eine Boeing 767 in Tempelhof. Das Flugzeug der LTU holte eine Fußballmannschaft und ab und flog nach Münster. Die Maschine wurde vom LTU-Flottenchef

Markus Ziesielski gesteuert.

Beim Rollen zur Startbahn in Tempelhof gerät das Fahrwerk einer Piper PA 28 in Brand. Die vier Insassen können sich unverletzt retten. An dem Flugzeug entsteht Totalschaden. Es wird vermutet, daß die Bremsen versagt haben oder nicht korrekt gelöst worden sind.

13. Mai

Büros des Bürgervereins Brandenburg Berlin, der gegen den BBI opponiert, werden durchsucht, weil der Verein einen vertraulichen Prüfbericht des Brandenburger Landesrechnungshofes veröffentlicht hatte.

Der Bund und das Land Brandenburg lehnen eine finanzielle Hilfe für Cargolifter ab mit der Begründung fehlender Nachweise über die technische Realisierbarkeit des Projektes und über das Finanzierungskonzept.

14. Mai

Ministerpräsident Stolpe erklärt nochmals, daß er keine Möglichkeit sehe, Cargolifter mit einem Kredit unter die Arme zu greifen. Wegen der angeblichen Verseuchung des Grundwassers mit Dioxyn auf dem Gelände des künftigen BBI stellt der Bürgerverein Strafanzeige wegen des Verdachts der Umweltkriminalita . Die Behörden erklären abermals, von einer Verseuchung könne keine Rede sein.

15. Mai

Die Bundesregierung stellt klar, daß eine finanzielle Hilfe für Cargolifter nicht gewährt werden könne,

In Tempelhof macht ein Reiseflugzeug eine Bruchlandung. Ein Reifen platzte und das Fahrwerk wurde beschädigt. Personen kamen nicht zu Schaden.

Eurowings teilt mit, es sei gelungen, für das Jahr 2001 den operativen Verlust auf eine Million Euro zu begrenzen. Mit 3,5 Millionen Passagieren wurde ein Zuwachs von elf Prozent erzielt. Der Umsatz erhöhte sich um 13 Prozent auf 450 Millionen Euro. Für das erste Quartal 2002 sei die Zahl der Passagiere bereits um 23 Prozent gestiegen. Im letzten Jahr wurden zehn neue Jets vom Typ CRJ 200 in Dienst gestellt

17. Mai

Cargolifter erklärt, wegen der schwierigen finanziellen Lage werde zunächst verzichtet, an der Entwicklung des Schwerlast-Luftschiffs weiter zu arbeiten. Das Unternehmen wolle sich nun auf den Bau des Transportballons konzentrieren.

21. Mai

Die Lufthansa teilt mit, daß sie auf der Frankfurt-Route ein zusätzliches Flugpaar einlegen wird täglich außer Sonnabends.

25. Mai

Die Berliner Flughafen-Gesellschaft will von den Taxifahrern eine Nutzungsgebühr für die Fahrten vom und zum Flughafen Tegel fordern. Und zwar vom 1.8. bis zum 31.12.2002 in Höhe von 25 Euro und im vollen Jahr 2003 dann 70 Euro pro Wagen. Die Taxi-Innung kündigt Widerstand an und ruft zu Protesten auf.

27. Mai

Die SAS kündigt eine Intensivierung ihrer Deutschland-Flüge an. Vor dem LPC erklärt der Deutschland-Direktor Magnus Engström, zusammen mit Lufthansa würden täglich 70 Flüge aus der Bundesrepublik nach Skandinavien angeboten einschließlich der erst zum Sommerflugplan erhöhten Frequenzen der SAS von Tegel nach Kopenhagen.

Thomas Cook will alle Unternehmen einschließlich der Fluggesellschaften unter dem Einheitsnamen Thomas Cook führen. Die Flugzeuge von Condor, Condor Berlin, Sun-Express und JMC Airlines erhalten eine neue einheitliche Bemalung mit dem Namen Thomas Cook.

28. Mai

Cargolifter teilt offiziell mit, das Unternehmen sei zahlungsunfähig.

29. Mai

Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung teilt in ihrem offiziellen Abschlußbericht mit, daß die Ursache des Absturzes eines Reiseflugzeugs beim Anflug auf Tempelhof am 24.Mai 2001 ungeklärt bleibe.

Regierung und Opposition in Brandenburg stellen klar, daß zur Rettung der Cargolifter AG keine Landesmittel zur Verfügung gestellt werden könnten.

31. Mai

Das Tochterunternehmen der Cargolifter AG, die Cargolifter Development GmbH, meldet Insolvenz an. In der GmbH sind 283 der insgesamt 495 Mitarbeiter der Cargolifter AG beschäftigt. Die GmbH hat die Aufgabe, das Schwerlast-Luftschiff CL 160 zu bauen.

Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig erklärt in der Berliner Morgenpost, das Jahr 2008 als ‘Zeithorizont“ für die Inbetriebnahme des BBI sei “immer noch möglich“.

Die Berlin-Bilanz für Mai:

Passagiere % Bewegungen %
Tegel
Tempelhof
Schönefeld
Gesamt

1 013 008 Passagiere (- 12,9) und 20 807 Bewegungen (- 2,8)

Tegel: 834 697 Passagiere (-9,4) und 10812 Bewegungen (-8,5)

Tempelhof: 55693 Passagiere (-31) und 5602 Bewegungen (+ 12,4)

Schönefeld: 122 618 Passagiere (-23,9 ) und 4 393 Bewegungen (- 4,7).

Wegen der Verlagerung der Nürnberg-Flüge nach Tegel erleidet der lnlandverkehr in Tempelhof einen Passagierverlust von 50,8 Prozent.

1. Juni

Air Baltic legt ein viertes Flugpaar pro Woche auf der Linie Tempelhof – Riga auf.

Augsburg Airways schließt die Station in Tempelhof und stellt die Flüge von Tempelhof nach Friedrichshafen und Sylt ein. Künftig werden alle Flüge unter Lufthansa-Flugnummern ausgeführt, die eigene Buchungszentrale wird aufgelöst.

Pulkovo fliegt wieder fünfmal wöchentlich von Schönefeld nach Moskau.

Iranair fliegt wieder einmal wöchentlich von Tegel nach Teheran, jetzt aber nonstop.

2. Juni

Wie erst jetzt bekannt wird, hat FLM-Aviation die Linien-Bedarfsflüge zwischen Kiel und Tempelhof bereits wieder aufgegeben. Es finden nur sporadische Flüge statt.

3Juni

Einstündiger Warnstreik der Taxifahrer gegen die neue geplante Nutzungsgebühr für Fahrten vom und zum Flughafen Tegel auf dem Airport.

Der lnsolvenzverwalter für Cargolifter, Rolf-Dieter Mönning, erklärt, es gäbe noch Rettungsmöglichkeiten für das Unternehmen.

4. Juni

Der Landkreis Dahme-Spreeewald wird bei der Regierung in Brandenburg vorstellig und plant die Einrichtung eines Kompetenzzentrums zur Rettung der Cargolifter AG.

5. Juni

Die Brandenburger Fachminister Fürniß (Wirtschaft) und Meyer (Verkehr) schätzen ebenso wie die Finanzministerin Dagmar Ziegler die Risiken der BBF-Privatisierung zu hoch ein angesichts des ihrer Meinung nach unzureichenden Kaufangebots des Investor-Konsortiums. Ein (5esprach mit Ministerpräsident Stolpe, der die Privatisierung befürwortet, verläuft ergebnislos.

1 200 Taxifahrer blockieren aus Protest gegen die geplante Flughafen-Nutzungsgebühr zwei Stunden die Straße des 17. Juni,

7. Juni

Nun meldet auch das Mutterunternehmen Cargolifter AG Insolvenz an.

9. Juni –

Die Projektplanungsgesellschaft Schönefeld zur Privatisierung der BBF. Inzwischen wird bekannt, daß der Bund als einer der drei Gesellschafter weitgehend das Interesse verloren hat und finanzielle Belastungen durch den Verkauf der BBF fürchtet.

10. Juni

Das Bundesinnenministerium hat mitgeteilt, daß die Sicherheitsgebühren auf dem Flughafen Schönefeld vom 1. November an mehr als verdoppelt werden sollen und zwar von bisher 4.74 Euro auf 9.92 Euro pro Passagier. Begründet wurde dies mit der geringen Zahl von Passagieren in Schönefeld, auf dem rund um die Uhr Beamte tätig sein müßten. Auch in Tegel müssen die Gebühren erhöht werden, wo eine private Firma tätig ist. Die Gebühr soll dort von 3.30 Euro auf 4.25 Euro steigen. Gegen die Erhöhung der Gebühren in Schönefeld laufen die BBF und die Airlines Sturm.

11. Juni

Buzz meldet für die ersten vier Monate dieses Jahres ein befriedigendes Ergebnis. Die Strecke Berlin – London liegt mit einer Auslastung von 90 Prozent an der Spitze der Deutschland-Flüge von Buzz.

12. Juni

Die Lufthansa will auf den innerdeutschen und den Europa-Strecken niedrigere Preise anbieten als Reaktion auf die Billig-Angebote anderer Airlines. Die Deutsche BA teilt mit, sie habe mit ihrer neuen Tarifstruktur bereits ihren Marktanteil auf den innerdeutschen Linien um 6,3 Prozent auf 42,3 Prozent erhöhen können.

13. Juni

Der Entwicklungschef von Boeing, George K. Muel sagt in Berlin, sein Konzern werde binnen vier bis sechs Wochen über einen Einstieg in die Cargolifter AG entscheiden.

Voraussetzung sei die Möglichkeit einer gemeinsamen Entwicklung eines Stratosphärenluftschiffs zur Überwachung des amerikanischen Luftraums.

18. Juni

Der Insolvenzverwalter von Fairchild-Dornier, Eberhard Braun erklärt, es werde zu

Entlassungen kommen. Jeder dritte Arbeitsplatz sei gefährdet. Die Übernahme durch den

kanadischen Konzern Bombardier sei gescheitert.

Das Land Brandenburg hat nun doch der Cargolifter AG eine Soforthilfe in Höhe von 4,148 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Damit soll dem Insolvenzverwalter die Möglichkeit geschaffen werden, die Infrastruktur zu sichern und die Arbeiten fortzuführen.

19. Juni

Der Insolvenzverwalter der Cargolifter AG, Rolf-Dieter Mönning, teilt mit, daß die Finanzhilfe Brandenburgs nur dem Insolvenzverwalter zur Verfügung steht. Er erklärt weiter, er werde im Juli eine Expertenanhörung veranstalten, ob die Projekte der AG Chancen zur Verwirklichung hätten.

Air Berlin teilt mit, sie werde mit Beginn des Winterflugplans über das Drehkreuz Palma von Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Köln und München tägliche Verbindungen nach Madrid Barcelona, Ibiza, Alicante und Malaga anbieten. Zweimal wöchentlich gäbe es diese Verbindungen auch von weiteren deutschen Flughäfen.

21. Juni

Die Aufsichtsräte der Berlin Brandenburg Flughafen Holding vertagen eine Entscheidung über die Privatisierung der ABF. Vor allem Brandenburger Minister sehen die Risiken als zu hoch an, wenn das letzte Angebot des Konsortiums Hochtief! IVG angenommen werde. Eine Entscheidung soll nun am 10. Juli fallen. Dann soll ein “Letter of Intend‘ mit dem Konsortium unterzeichnet werden. Bis dahin sollen weitere Verhandlungen geführt werden, um das Angebot zu verbessern.

Der Aufsichtsrat will den Vertrag für den Finanz-Geschäftsführer Andreas Foidl um ein Jahr verlängern. Foidl verlangt einen neuen Fünf-Jahres-Vertrag. Das wird abgelehnt. Daraufhin bittet er um vorzeitige Entlassung zum 31. Juli. Das wird akzeptiert. Der Vertrag wäre noch bis zum Jahresende gelaufen. Foidl ist der siebte BBF-Geschäftsführer, der seit Gründung der ABF im Dezember1991 sein Amt aufgibt oder aufgeben mußte.

22. Juni

Mustafa Muscati, der Geschäftsführer der Germania, teilt mit, daß bei den Frankfurt-Flügen mit einer Auslastung von 70 Prozent die Gewinnschwelle überschritten worden sei. Die Auslastung der später aufgenommenen Köln-Flüge liege bei 60 Prozent. Mit Beginn des Winterflugplans werden Tagesrandverbindungen von Berlin nach München und von München nach Hamburg eröffnet.

24. Juni

Augsburg Airways und Lufthansa vereinbaren die künftige Verkehrspolitik der Augsburg Airways. Sie wird keine eigenen Linienflüge mehr ausführen. Zwölf Flugzeuge werden von Lufthansa im Wet-lease-Verfahren betrieben. Die restlichen vier Flugzeuge werden stillgelegt. Die Zahl der Flüge von Berlin nach Augsburg wird von bisher 19 Flugpaaren pro Woche auf sechs reduziert. Damit entfällt sogar eine Tagesrandverbindung. Mit der weiteren Flugeinschränkung hat Tempelhof binnen weniger Monate wöchentlich 83 Flugpaare verloren.

24. Juni

Nach Presseberichten will die TUI zusammen mit Germania eine Billig-Fluglinie aufbauen, in die Germania zunächst fünf ihrer Flugzeuge einbringen soll. Als Grundstock sollen die bereits bestehenden Linien der Germania Berlin-Frankfurt und Be dienen. Eine Erweiterung der Flotte auf 50 Maschinen soll geplant sein.

25. Juni

In Deutsch-Wusterhausen haben die Arbeiten für den Bau des Dorfes Neu-Diepensee begonnen. Die Umsiedlung wird wegen des geplanten Ausbaus des Flughafens Schönefeld zum BBI nötig. 80 Millionen Euro kostet der Umzug und Neubau des Dorfes für die 335 Einwohner.

26. Juni

Die Landesbehörden Ber und Brandenburgs haben den vom Gericht für nichtig erklärten Landesentwicklungsplan für den engeren Verpflechtungsraum Brandenburg-Be (LEP eV) und den ebenfalls beanstandeten Landesentwicklungsplan Standortsicherung Flughafen (LEP SF) überarbeitet, um weitere Beanstandungen im Rahmen des Planfeststellungsverfahren für den BBI zu vermeiden.

27. Juni

Carl von Gablenz, der Firmengründer der Cargolifter AG und Vorstandschef, hat sich zurückgezogen. Er wurde Vorsitzender des Aufsichtsrates. Neuer Vorstandschef ist der Luftfahrtexperte Wolfgang Schneider, der bisher schon im Aufsichtsrat saß.

30. Juni

Das private Wirtschafts-Verkehrs-Zentrum Finow hat von der Brandenburger Bodengesellschaft das 370 Hektar große Gelände des Flughafens Finow erworben und will dort nun ein Gewerbegebiet mit Landebahn errichten. Damit sind alle bisherigen Pläne für den Bau eines bedeutenden Regionalflughafens vom Tisch

Dirk Körger von der Lufthansa-Pilotenausbildung erklärt in Berlin, sein Unternehmen habe dringenden Nachwuchsbedarf und will die Suche nach Bewerbern intensivieren

Bilanz Juni:

Passagiere % Bewegungen %
Tegel
Tempelhof
Schönefeld
Gesamt

1 093 302 Passagiere (-3,5) und 19 254 Bewegungen (-2,4).

Tegel: 881 249 Passagiere (- 1,2) und 0 904 Bewegungen (- 5,6)

Tempelhof: 53631 Passagiere (- 26,6) und 4732 Bewegungen (+ 9,4)

Schönefeld: 158 422 Passagiere (-5,9) und 3618 Bewegungen (-7,8).

In Tempelhof nahm die Zahl der Passagiere drastisch ab, weil die Lufthansa die Nümberg Flüge nach Tegel verlegte und Flüge von Ausgburg Airways verminderte. Der Zuwachs an Bewegungen in Tempelhof resultiert aus einem Anstieg der Flüge privater Flugzeuge. Im Passagierverkehr lag die Zahl der Bewegungen in Tempelhof bei 2 300 (- 0,3).

1. Juli

Cityair stellt ihre Linienflüge von Tempelhof nach Paderborn wegen zu geringer Nachfrage ein. Zuletzt standen noch sechs Flugpaare pro Woche im Flugplan. Die Paderborn-Linie war 1985 von der Tempelhof Airways eröffnet worden. Nach der Wiedervereinigung beflogen nacheinander RFG, Eurowings und OLT die Strecke, die schließlich im April 2000 an Cityair übergeben wurde.

Auf dem Flughafen Tempelhof stellt Windrose Air den ersten in Deutschland zugelassenen Langstrecken-Geschäftsreise-Jet Gulfstream IV SPin Dienst. Er kann mit 13 Passagieren nonstop in die USA fliegen. Ein Hin- und Rückflug nach New York kostet 150 000 Dollar.

1. Juli

Gegen das Unternehmen Fairchild-Dornier ist das Insolvenzverfahren eröffnet worden. Der Insolvenzverwalter Eberhard Braun kündigt an, das Unternehmen müsse zerschlagen werden, weil es keinen Investor für das gesamte Unternehmen gäbe. Damit steht die Hälfte der 3 654 Arbeitsplätze auf dem Spiel.

In der Nacht zum 2. Juli stoßen über dem Bodensee eine russische Chartermaschine vom Typ Tu 154 und ein Frachtflugzeug vom Typ Boeing 757 der DHL zusammen Beide Flugzeuge stürzen ab. An Bord der Tu 154 waren 69 Insassen, an Bord der Boeing 751 zwei Piloten. Alle werden getötet. Der verantwortliche Schweizer Fluglotse hatte dem russischen Piloten die Weisung gegeben, nach unten zu steuern, obwohl das Wamsystem Steigflug angewiesen haue. Das Wamsystem der Boeing hatte Sinkflug veranlaßt.

3. Juli

Der SPD-Verkehrsexperte Christian Gaebler fordert eine schnelle Schließung Tempelhofs. Die BEG müsse “auf Entscheidungen der Fluggesellschaften gegen Tempelhof reagieren“. Gemeint ist die Haltung allein der Lufthansa, die die Nürnberg-Flüge nach Tegel beorderte und die Flüge der Augsburg Airways drastisch verringerte.

5. Juli

Brandenburgs Verkehrsminister Hartmut Meyer warnt “vor zu großer Eile bei dem Privatisierungsverfahren“ für die BBF. Abwarten komme “einem Wertschöpfungsprozeß gleich

8. Juli

Ein Sprecher der Billig-Airline Buzz erklärt, angesichts der vom Bundesinnenministerium geplanten Erhöhung der Sicherheitsgebühren in Schönefeld um mehr als 100 Prozent zum 1. November würden alle Expansionspläne zurückgestellt Weder werde eine größere Maschine nach London eingesetzt, noch die Zahl der Flüge erhöht.

Der Flughafen Frankfurt-Hahn meldet für das erste Halbjahr eine Erhöhung der Passagierzahlen gegenüber 2001 um 185 Prozent auf 593 926. Frankfurt-Hahn ist das neue Drehkreuz der Billig-Airline Ryanair.

10. Juli

Der BBF-Aufsichtsrat verschiebt abermals eine Entscheidung über den Verhandlungsbeginn mit dem Konsortium Hochtief 1 IVG über die Privatisierung der BBF und tritt gar nicht erst zusammen.

Das Unwetter über Berlin und Brandenburg zerstört die Hülle des Transportballons CL 75 der Cargolifter AG

12. Juli

Angesichts des Insolvenzverfahrens gegen Fairchild-Dornier hat nun auch die Lufthansa ihren Auftrag über 60 Flugzeuge des neuen Typs 728 storniert. Zuvor schon hatte das US- Unternehmen General Electric Capital Aviation den Auftrag über 50 Flugzeuge zurückgezogen.

Eine Konferenz von 30 internationalen Fachleuten in Brand bei der Cargolifter AG kommt zu dem Ergebnis, daß sowohl das projektierte Schwerlast-Luftschiff CL 160 als auch der Transportballon CL 75 technisch machbar seien. Für das Luftschiff gäbe es einen Markt, allerdings würde das Projekt “einen langen finanziellen Atem benötigen“. Ohne staatliche Hilfe wäre die Verwirklichung wohl nicht möglich.

14. Juli

Ein Tegel anfliegendes Flugzeug deckt abermals in der Straße Z in Reinickendorf an einem Haus Dachziegel ab. Die Bürgerinitiative erklärt, seit 1990 seien knapp 60 Vorfälle dieser Art verzeichnet worden.

16. Juli

Die Deutsche BA (DBA) meldet für das erste Quartal 2002/2003 im Zeitraum April bis Juni die Beförderung von 804 738 Passagieren. Dies ist ein Zuwachs von 13,7 Prozent. Damit erhöhte sich der Marktanteil auf den innerdeutschen Strecken der DBA auf 43,6 Prozent. 25 Prozent der Buchungen seien über das Internet ertolgt. Der Sitzladefaktor erhöhte sich auf 63,5 Prozent.

17. Juli

Die BFG erklärt, trotz der Proteste der Taxi-Innung werde zum 1. August die Gebühr für die Nutzung des Parkplatzes für Taxis in Tegel eingeführt Die Innung protestiert erneut.

19. Juli

Die italienische Volare Airlines eröffnet die Strecke von Rom nach Tegel aufgrund eines Code Share-Abkommens mit der Alitalia. Angeboten wird ein tägliches Flugpaar. Eingesetzt wird ein Airbus 320.

Der Lufthansa-Vorstand billigt den Einstieg von Eurowings in das Billig-Flug-Geschäft. Jetzt fehlt noch die Zustimmung des Eurowings-Vorstands.

24. Juli

Lufthansa Bombardier Aviation Services in Schönefeld schließt ein Joint-Venture mit der EIS. Aircraft GmbH, die eine Niederlassung in Schönefeld errichtet. Damit können für die Geschäftsreiseflugzeuge von Bombardier auch Umbauten und Überholungen der Kabinenausstattung angeboten werden.

29. Juli

Das Bieterkonsortium Hochtief / IVG verlängert die Frist für die Entscheidung der BBF über das Privatisierungsangebot vom 31. Juli bis zum 31. August. Ungeklärt ist nach wie vor die Infrastruktur und die Frage einer Fluggastgebühr.

30. Juli

Streit über die Autobahn A 113, die von Berlin zum neuen Flughafen führen soll. Brandenburg favorisiert nun eine Untertunnelung der Nordstartbahn, die nach Inbetriebnahme des BBI stillgelegt werden soll. Doch ungeklärt ist die Frage, wer die zusätzlichen Baukosten in Höhe von 40 Millionen Euro zahlen soll. Es besteht die Gefahr, daß die Autobahn nicht weitergebaut werden könnte, wenn sich der Bau der neuen Südbahn verzögert und die Nordbahn länger als Ersatz für die Hauptstartbahn benötigt wird.

Cargolifter und Boeing vereinbaren eine Kooperation bei der Prüfung von Plänen für den Bau eines Stratosphärenluftschiffs zur Luftraumüberwachung.

31. Juli

Der für Finanzen zuständige BBF-Geschäftsführer Andreas Foidl scheidet vorfristig – auf eigenen Wunsch – aus dem Amt. Der Aufsichtsrat hatte es abgelehnt, seinen Vertrag um fünf Jahre zu verlängern und nur eine Verlängerung von einem Jahr angeboten. Foidl ist der siebte Geschäftsführer seit Gründung der BBF im Dezember 1991, der mehr oder minder freiwillig sein Amt aufgibt.

Die BBF-Gesellschafter sollen nach Zeitungsberichten befürchten, daß das Hochtief / IVG Konsortium die nötigen Finanzmittel für den Bau des BBI nicht aufbringen könnte. Sprecher der Investoren bestreiten das.

31. Juli

Die Bilanz für Juli:

Passagiere % Bewegungen %
Tegel
Tempelhof
Schönefeld
Gesamt

Abgefertigt insgesamt 1 201 716 Passagiere (- 2,5) und registriert insgesamt

19 302 Bewegungen (- 6,4)

Tegel: 917 504 Passagiere (+ 0,1) und 11 409 Bewegungen (- 118)

Tempelhof: 50497 Passagiere (-26,2) und 3885 Bewegungen – 15,2)

Schönefeld: 233 715 Passagiere (- 5,2) und 4 008 Bewegungen (- 9,1).

1. August

Auf dem Flughafen Tegel kommt es zu Demonstrationen von Taxifahrern, die gegen die nunmehr geltende Zahlung der Parkgebühr protestieren. Ein Teil von Taxifahrern hat jedoch inzwischen die Gebühr von 25 Euro für dieses Jahr gezahlt.

Die Cargolifter GmbH meldet Insolvenz an.

8. August

Buzz kündigt für den Winterflugplan eine Senkung der Flugpreise von 59 auf 49 Euro für den einfachen Flug an. Das Sitzplatzangebot für die L von Schönefeld nach London-Stansted soll um 18 Prozent vergrößert werden durch den Einsatz der Boeing 737 anstelle der BAe 148.

9. August

Die Berliner IHK schaltet sich in den Konflikt über die drastische Erhöhung der Sicherheitsgebühr in Schönefeld zum 1. November ein und äußert die Befürchtung, daß sich Fluggesellschaften von Schönefeld abwenden würden, wenn es bei der Höhe der Gebühr bleibt.

10. August

Das Bundeswirtschaftsministerium lehnt die Gewähr einer öffentlichen Hilfe in Höhe von 40 Millionen Euro für die Cargolifter AG ab.

14. August

Eurowings gibt bekannt, daß die Airline mit dem Markennamen “Germanwings“ in den Billig- Markt einsteigen wird. Die bisher für Charterflüge eingesetzten fünf Airbusse 319 sollen für die neuen Billig-Linien von Köln/Bonn zu rund zehn bis 20 europäischen Zielen verwendet werden. Die Flugpreise sollen zwischen zehn und 20 Euro betragen. Die bisherigen Linienflüge bleiben unter dem alten Markennamen Eurowings unverändert.

18. August

Die DBA überträgt die Abfertigung ihrer Flugzeuge in Tegel und auf anderen Flugplätzen in Deutschland der AHS Aviation Handling Services, einem Gemeinschaftsunternehmen der Flughäfen Bremen, Hamburg und Hannover. Bisher wurden die Flugzeuge von Britlsh Airways betreut, was der DBA aber nun zu teuer sein soll.

26. August

Bei dem Antrittsbesuch von Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck beim Berliner Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit wird das Thema BBF-Privatisierung erörtert. Anschließend heißt es, daß in den nächsten Tagen eine positive Entscheidung fallen werde.

27. August

Die Lufthansa kündigt für den Winterflugplan deutliche Preissenkungen an. Eingeführt werden Billig-Tickets, die auf den innerdeutschen Strecken 88 Euro für den Hin- und Rückflug einschließlich der Gebühren betragen sollen.

Eurowings teilt am selben Tage mit, daß die Billig-Tarife auch von ihr auf den innerdeutschen Linien eingeführt werden sollen.

27. August

Der frühere BDI-Präsident Hans-Olaf Henkel erklärt in einem Interview, der Berliner Senat müsse dafür sorgen, daß Tempelhof und Tegel definitiv geschlossen werden, wenn der neue BBI betriebsbereit sei. Die Fluggesellschaften müßten rechtzeitig wissen, woran sie sind.

29. August

Die Gesellschafter der Berlin Brandenburg Flughafen Holding und das Konsortium Hochtief / IVG haben eine grundsätzliche Einigung über den Verkauf der Holding und den Bau und Betrieb des BBI erzielt. Die Einigung soll am 30.8. mit der Unterzeichnung eines „Letter of Intent“ abgesichert werden. Die Regierungschefs von Berlin und Brandenburg, Wowereit und Platzeck, haften zuvor ihre Zustimmung zu dem Verfahren gegeben

Die TUI gibt bekannt, daß sie zusammen mit der Germania den “Hapag-Loyd-Expreß“ gegründet hat, der von Dezember an mit zunächst acht Flugzeugen der Germania von Köln/Bonn aus Ziele in Deutschland und Europa zu Billigtarifen ansteuern werde. Die Germania-Linie Berlin – Frankfurt und Berlin – Köln/Bonn sollen integriert werden. Das billigste Ticket soll in Deutschland zehn Euro, in Europa 25 Euro kosten für den einfachen Flug ohne Gebühren.

30. August

Der “Letter of Intent“ ist von der PPS und den Investoren unterzeichnet. Er sieht endgültige Detailverhandlungen über einen Vertragsabschluß vor, die bis Ende November beendet sein sollen. Die Investoren bieten für den Kauf der Holding 290 Millionen Euro und werden von den insgesamt 1,7 Milliarden Euro, die für den Bau des BBI veranschlagt sind, aus eigenen Mitteln 650 Millionen Euro aufbringen. Erwartet werden von der EU Zuschüsse in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro. Die Zahlung ist allerdings nicht gesichert. Zur Abdeckung der Finanzierungslücke sollen die Gebühren erhöht werden, zum 1. April 2003 um drei Euro pro Passagier, nach Betriebsaufnahme des BBI um weitere 5.10 Euro. Die Erhöhung um drei Euro wird allerdings mit der Erklärung kaschiert, daß diese Gebühr nicht der Finanzierung des BBI diene, sondern die Unterdeckung der Kosten auf den drei Berliner Flughäfen beseitigen soll. In jedem Fall müssen die Erhöhungen von den Landesluftfahrtbehörden genehmigt werden. Der BARIG kündigt unverzüglich heftigen Widerstand gegen jede Gebührenerhöhung an. In dem ‘Letter of Intent“ heißt es weiter, die öffentliche Hand werde mit insgesamt mehr als 600 Millionen Euro für die Infrastruktur belastet, auch das Baufeld-Ost wird von den Altgesellschaftern übernommen. Die Investoren verpflichten sich, 61 Monate nach der gerichtssicheren Planfeststellung den BBI in Betrieb zu nehmen, voraussichtlich im Jahr 2008.

Die Flughafen Holding prüft rechtliche Schritte gegen die Berlin anfliegenden Airlines, die sich weigern, die seit dem 1. April eingeführten höheren Abfetigungsgebühren zu zahlen. Die Gebühren pro Passagier wurden von der Holding von 4.10 Euro auf 6.60 Euro erhöht. Die Fluggesellschaften verweigern die Zahlung, weil sie argumentieren, die Erhöhung diene insgeheim der Vorfinanzierung des BBI.

Das Lufthansa-Trainingszentrum in Schönefeld nimmt im Beisein von Brandenburgs Ministerpräsidenten Platzeck einen neuen Simulator für den Airbus 320 in Betrieb. Es ist der neunte Simulator in Berlin.

Das Landgericht Berlin untersagt der Berliner Flughafen-Gesellschaft die Erhebung einer Standmiete für wartende Taxis auf dem Flughafen Tegel. Gegen die Gebühr, die zum 1. August eingeführt wurde, hauen die Taxifahrer vehement protestiert. Der Flughafen will gegen das Urteil alle Rechtsmittel ausschöpfen.

31. August

Die Bilanz:

Passagiere % Bewegungen %
Tegel
Tempelhof
Schönefeld
Gesamt

1102831 Passagiere (- 13,2) und 18 349 Bewegungen (-9,1)

Tegel: 865 955 Passagiere (-9,1) und 11 032 Bewegungen (- 4,6)

Tempelhof: 50 806 Passagiere (- 20,9) und 3 608 Bewegungen (- 14,9)

Schönefeld: 186070 Passagiere (-26,5) und 3709 Bewegungen (- 15,4).

Die Passagierzahl in Tempelhof verringerte sich im Inland-Linienverkehr um 47,9 Prozent auf 18614 und erhöhte sich im Auslands-Linienverkehr um 19,6 Prozent auf 29129. Der lnlandverkehr verlor die Nürnberg-Flüge und die Augsburg-Flüge aufgrund der Lufthansa-Politik. Der Auslandsverkehr profitierte von den Flügen zum London City-Airport.

2. September

lnterSky steigt auf der Linie Tempelhof – Bern in den Billig-Sektor ein und offeriert in der Economy-Klasse Tickets für den einfachen Flug zwischen 29 und 125 Euro, für eine neue Business-Klasse zwischen 179 und 225 Euro, jedesmal zuzüglich der Gebühren in Höhe von 45 Euro für den Hin- und Rückflug.

Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Luftfahrtunternehmen (ADL), in dem die Chartergesellschaften zusammengeschlossen sind, und der Deutsche Reisebüro- und Reiseveranstalterverband (DRV) protestieren gemeinsam gegen die im “Letter of Intent“ angekündigten Gebührenerhöhungen in Berlin und erklären sie für rechtswidrig und unzumutbar.

4. September

Entgegen den Äußerungen des Berliner Regierenden Bürgermeisters Wowereit, daß die Gebührenerhöhung im kommenden April bereits zur Vorfinanzierung des BBI dienen soll, erklärt die Berlin Brandenburg Flughafen Holding, die Gebühr diene nur zur Deckung der laufenden Betriebskosten. Der Geschäftsführer des IVG / Hochtiefkonsortiums, Klaus Köllen, erklärt, vor der Eröffnung des BBI werde es keine Gebühren zur Refinanzierung des BBI geben. Erst dann sollen die Gebühren dafür genutzt werden. Der BARIG betont demgegenüber, er glaube weiter nicht daran, daß die Gebühr vom 1. April 2003 allgemeine Flughafen-Ausgaben decken solle.

5. September

Air Berlin gibt in Berlin bekannt, daß die Airline zwischen dem 30. September und dem 22. November in einen City-Shuttle einsteigen werde mit einem Nonstop-Verkehr von sieben deutschen Flughäfen zu ausländischen Großstädten mit hohem touristischen Wert. Von Berlin Tegel, Dortmund, Paderborn, Münster, Hamburg und Nürnberg will Air Berlin nach London Stansted fliegen, von Dortmund und Münster geht es nach Mailand, ‚ von Dortmund nach Wien und von Düsseldorf nach Barcelona. über das Drehkreuz Palma gibt es weitere Flüge von mehreren Flughäfen nach Barcelona und Madrid. Die niedrigsten Tarife für den einfachen Flug einschließlich der Gebühren liegen bei 49 Euro. Gebucht werden kann über Reisebüros, Call Zentren und Internet.

6. September

Germanwings, die neue Billig-Airline von Eurowings, will am 27. Oktober in Köln/Bonn an den Start gehen mit Flügen nach Berlin, Paris, London-Stansted, Wien, Zürich, Mailand-Malpensa, Nizza, Rom, Barcelona und Madrid. Eingesetzt werden zunächst fünf A 319 und 1 A 320. Der niedrigste Tarif für den Einfach-Flug inklusive aller Gebühren beträgt auf allen Strecken 29 Euro.

9. September

Die Flughäfen Frankfurt und Frankfurt Hahn haben die Bildung eines Flughafen-Systems beantragt und wollen enger zusammenarbeiten.

11. September

Der Verband Deutscher Grundstücksbenutzer und der Bürgerverein Berlin-Brandenburg erklären, sie hätten errechnet, dass wegen des Baus des BBI Entschädigungszahlungen zwischen 1,5 und 2 Milliarden Euro an Einwohner gezahlt werden müßten. Die Holding hat demgegenüber vorsorglich nur “hohe dreistellige Millionensummen“ vorgesehen.

13. September

Germanwings teilt mit, sie habe in der ersten Woche ihres Geschäftsbetriebes bereits 30 000 Buchungen für die neuen geplanten Billig-Flüge erhalten. Gebucht werden kann nur telefonisch oder übers Internet.

19. September

Virgin Express gibt bekannt, sie werde auf den Aufbau eines Drehkreuzes in Köln für ihre Billig-Flüge verzichten, nachdem TUI mit der Germania und Germanwings sich bereits auf diesem Flughafen engagiert haben.

27. September

Die Aktionäre der Cargolifter AG stimmen einem Plan zur Rettung des Unternehmens zu mit dem bis Ende Oktober 20 Millionen Euro aufgebracht werden sollen.

30. September

Air Berlin eröffnet ihre ersten City-Shuttle-Flüge von Berlin-Tegel, Dortmund, Münster und

Paderborn nach London-Stansted.

Die Berlin Brandenburg Flughafen Holding argumentiert erneut, die geplanten Gebührenerhöhungen dienten lediglich zur Deckung der Kosten.

Die Bilanz für September:

Passagiere % Bewegungen %
Tegel
Tempelhof
Schönefeld
Gesamt

1 202 605 Passagiere (- 1,9) und 19 100 Bewegungen (- 1.6)

Tegel 963 066 Passagiere (+ 2,6) und 11 439 Bewegungen ( – 2,3)

Tempelhof: 58495 Passagiere (- 18,2) und 4153 Bewegungen (-0,7)

Schönefeld: 181 044 Passagiere (- 16) und 3508 Bewegungen (-0,2)

(Die Passagierzahlen in Tempelhof erhöhten sich im Auslandsverkehr um 20 Prozent und verringerten sich im Inlandverkehr um 45,1 Prozent aufgrund der Politik der Lufthansa).

8. Oktober

Die Fluggesellschaft Berlinjet, die nicht über eine eigene Fluglizenz verfügt, kündigte den ersten Flug von Berlin-Tempelhof nach Frankfurt an, erschien aber nicht auf dem Airport. Auch ein V ertreter der Gesellschaft fehlte. Nach Zeitungsberichten hat Berlinjet keine Fluggesellschaft gefunden, die eine Maschine zur Verfügung stellen wollte.

10. Oktober

Der BDLI und die Messe Berlin geben bekannt, dass die nächste ILA vom 10. bis zum 16. Mai 2004 stattfinden wird. Der neue Termin wurde gewählt, weil die Zahl der Fachbesuchertage auf vier erhöht wird.

15. Oktober

Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat eine Verfügung des Bundeskartellamtes bestätigt, dass die Lufthansa Germania je drei S für Start und Landung in Frankfurt abtreten muß.

16. Oktober

Die EU-Kommission hat entschieden, dass eine Brandenburger Beihilfe für die Cargolifter AG in Höhe von 4,1 Millionen Euro, die im Juni gewährt worden war, rechtmäßig ist.

18. Oktober

Die s SkyEurope Airlines eröffnet eine Linienverbindung von Berlin-Tempelhof nach

Bratislava. Angeboten werden wöchentlich vier Flugpaare mit einer Embraer 120.

22. Oktober

Aus dem „Letter of Intend“ zwischen Holding und Investoren geht hervor, dass der Kaufpreis für die BBF in Höhe von 290 Millionen Euro in drei Raten gezahlt werden soll, wobei die letzte Rate erst spätestens 12 Monate nach Betriebsbeginn des SB fällig wird. Die umstrittenen Erhöhungen der Gebühren auf den drei Berliner Flughäfen zum 1 .4.2002, 1.4.2003 und zum Betriebsbeginn des BBI wurden als verbindlich bezeichnet und sollen in den Vertrag übernommen werden.

23. Oktober

Eine Arbeitsgruppe der 5SF tagt erstmals, die ein Konzept für die Schließung Tempelhofs erarbeiten soll. Wie es heißt, hofft man im Berliner Senat, dass die in Tempelhof operierenden Airlines komplett nach Schönefeld umziehen werden, wenn Tempelhof geschlossen wird.

GlobeGround Berlin hat angekündigt, es werde ein Tochteruntemehmen gründen, dass sich um die Abfertigung von Billig-Airlines bewerben wolle. Das Tochterunternehmen soll bis zu 50 neue Mitarbeiter einstellen, für die entsprechende Verträge ausgearbeitet werden sollen. Das Personal von GlobeGround Berlin sei von der Neugründung nicht betroffen.

27. Oktober

Der Winterflugplan tritt in Kraft. Im klassischen Linienverkehr werden insgesamt 1 434 Flugpaare pro Woche ausgewiesen, davon 1111 in Tegel, 259 in Tempelhof und 64 in Schönefeld. Neu in Tegel operieren Germania nach München und Palma, Germanwings nach Köln/Bonn, Hapag-Lloyd Express (später) auch nach Köln/Bonn, Croatia stellte ihre Flüge ein.

Neu in Tempelhof SkyEurope nach Bratislava und Teamline nach Augsburg, Air Baltic zog von Tempelhof nach Tegel um. In Schöriefeld zieht Ukraine International nach Tegel um.

Die neue Billig-Airline Germanwings geht in Köln/Bonn an den Start mit Unienflügen nach Berlin-Tegel, Paris, London, Rom, Zürich, Istanbul. Eingesetzt werden Airbus 319 und 320 der Eurowings.

29. Oktober

Die Gewerkschaft Verdi fordert, dass der geplante Vertrag zum Verkauf der 5SF vor den Parlamentsberatungen dem Rechnungshof zur Prüfung vorgelegt wird.

Bilanz Oktober:

Passagiere % Bewegungen %
Tegel
Tempelhof
Schönefeld
Gesamt

1 230 141 Passagiere (÷ 11,8) und 18 887 Bewegungen (- 4.6)

Tegel. 980 762 Passagiere (÷ 15,) und 11 842 Bewegungen (+ 1,9)

Tempelhof: 54307 Passagiere (-20,8) und 3759 Bewegungen (- 12,9)

Schönefeld: 159 072 Passagiere (-i- 5,8) und 3285 Bewegungen (- 12,3)

Infolge der Lufthansa-Politik nahm in Tempelhof der lnlandverkehr um 49,9 Prozent ab, der Auslandsverkehr aber um 22,7 Prozent zu

1. November

Die Sicherheitsgebühren in Schönefeld und Tegel werden erhöht. In Tegel moderat von 3.30

Euro auf 4.25 Euro in Schönefeld aber um 76 Prozent von 4.74 Euro auf ft49 Euro.

Ursprünglich hatte das für Schönefeld zuständige Bundesinnenministerium sogar 9.92 Euro

verlangt. Die Erhöhung stößt auf heftige Kritik.

Zugleich wird bekannt, dass die BBF die Germania und Cirrus Air verklagen wird, weil sie sich wie alle Airlines in Berlin weigern, die zum 1.4.2002 verfügte Gebührenerhöhung um 2.50 Euro

6. November

Eine Fokker 50 der Luxair auf dem Fluge von Berlin-Tempelhof nach Luxemburg stürzt kurz vor dem Airport Luxemburg ab. 20 der 22 Insassen werden getötet. Zu den beiden Überlebenden gehört auch der Pilot. Später wird bekannt, dass sich die Propeller zur Zeit des Unglücks in Leerlaufstellung befunden haben. Weiter heißt es, die Motoren seien vor dem Absturz stehen geblieben. Offiziell ist man verwundert, dass noch kein Ergebnis der Befragung des Piloten bekannt wurde.

11. November

Ein Frachtflugzeug vom Typ Fokker 27 der Schweizer Famair kehrt zehn Minuten nach dem Start in Tempelhof zum Airport zurück, weil die Piloten Rauchentwicklung gemeldet hatten. Nach der glatten Landung kann kein Defekt festgestellt werden. Später heißt es, es habe sich Kondenswasser gebildet und sei verdampft.

15. November

Der BARIG richtet in Berlin schwere Kritik an die Adresse der BBF wegen der geplanten Gebührenerhöhungen. Diese Erhöhungen, so wird erklärt, dienten der Vorfinanzierung des BBI und seien kontraproduktiv, weil sie den geplanten 88 zum teuersten Flughafen in Europa machten. Mit diesen Erhöhungen könne kein zusätzlicher Verkehr für Berlin gewonnen werden, von einem Drehkreuz ganz zu schweigen. Der PPS-Geschäftsführer Michael Pieper sagt in einer Podiumsdiskussion des LPC in Tempelhof, die Höhe der Gebühren sei keineswegs bereits jetzt festgelegt. Man wolle mit den Airlines das Gespräch suchen

Der Lufthansa-Vorstandsbeauftragte Ekkehard Tschirner sagt in der Diskussion klipp und klar, die Lufthansa sei kompromisslos für eine Schließung Tempelhofs. Nach Inbetriebnahme des BBI dürfe es keinen weiteren Flughafen in Berlin geben.

16. November

Die Berliner CDU weist warnend darauf hin, dass für den Bau des Terminalbahnhofs für den BBl und für die Schienenanbindung noch keine Pläne existierten. Weiter wird bekannt, dass auch eine verbindliche Aufteilung der Kosten in Höhe von rund 500 Millionen Euro zwischen dem Bund und den Ländern Berlin und Brandenburg noch nicht erarbeitet worden sei.

17. November

Als Reaktion auf die scharfe Kritik des BARIG an den Flughafengebühren erklärt die SPD, man müsse die Preisentwicklung in Ruhe prüfen und dürfe sich nicht von den Interessen der Airlines beeinflussen lassen. Die CDU fordert dagegen eine deutliche Senkung der Gebühren.

18. November

In einem gemeinsamen Positionspapier warnen Industrie und Airlines, ebenso wie Reiseveranstalter vor einer Kerosinsteuer – Die ADV macht zugleich Front gegen eine geplante Mehrwertsteuer für Flüge von der Bundesrepublik ins EG-Ausland.

21. November

Nach Zeitungsberichten haben die Altgesellschafter und die Investoren sich geeinigt, dass angesichts der jüngsten Passagierentwicklung im Berlin-Verkehr der 881 abgespeckt werden solle. Zudem wird bekannt, dass man nun wohl den Betriebsbeginn des BBI erst für 2010 erwarte. Die Vertragsverhandlungen wurden ebenfalls verlängert. Einen Abschluß erwartet man nicht mehr zum 30. November, sondern frühestens zum Jahresende.

Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung der GlobeGround Berlin billigen die Gründung einer Tochter für die Abfertigung von Billig-Airlines. Die Betriebsaufnahme soll am 1.2.2003 beginnen.

24.November

Alpi Eagle hat bereits am 19.11. die Linie Berlin-Tegel – Venedig eröffnet mit 21 Flugpaaren pro Woche.

Die Berliner Verkehrsverwaltung erklärt, es bleibe dabei, dass Tempelhof geschlossen werde, sobald die Planfeststellung für den BBI rechtskräftig sei. Der Wunsch der Lufthansa, Tempelhof bis zum Betriebsbeginn des BBI offen zu halten, sei nicht mehr aktuell.

Ein Berliner Ambulanzhubschrauber stürzt nahe Pritzwalk ab, wo er einen Patienten abholen sollte. Der Co-Pilot stirbt, die drei übrigen Insassen werden schwer verletzt gerettet.

25. November

Nach einem Tagesspiegel-Bericht hat Sony einen Rückzug aus Berlin angedroht, wenn in absehbarer Zeit keine Interkontverbindungen geschaffen werden können. Sony selbst äußert sich nicht.

26.November

Der Chef von Easyjet zieht eine erfolgreiche Bilanz seines Unternehmens und erklärt, im Geschäftsjahr 2001/ 2002 sei der Ertrag um 36 Prozent auf 486 Millionen Pfund gestiegen. Die Option auf Übernahme der Deutschen BA werde weiter geprüft. Nach Presseberichten will eine neue Billig-Airline in Berlin an den Start gehen, und zwar die Kölner Express-Airways. Im Sommerflugplan sollen von Berlin-Schönefeld aus Flüge nach Augsburg, Karlsruhe, Braunschweig, Münster, Lübeck und Dresden angeboten werden.

27. November

Die BBF teilt den Airlines in einem Konsultationsgespräch mit, dass die Gebühren auf den drei Berliner Flughäfen zum 1. April 2003 um drei Euro pro Passagier erhöht werden. Die Fluggesellschaften melden Widerstand an. Zugleich beharrt die Holding auf der Erhöhung der Gebühren um 2.50 Euro seit dem 1. April 2001, die von den Airlines nicht gezahlt wird. In Musterklagen werden nun Germania und Cirrus verklagt.

Germanwings kündigt für sechs Tage im Dezember Zusatzflüge zwischen Berlin-Tegel und Köln/Bonn an wegen der starken Nachfrage.

30. November

Bilanz für November:

Passagiere % Bewegungen %
Tegel
Tempelhof
Schönefeld
Gesamt

973 949 Passagiere und 16 688 Bewegungen (- 3,2)

Tegel: 826519 Passagiere (÷ 14,2) und 10 881 Bewegungen (- 3,9)

Tempelhof: 46960 Passagiere (-21,2) und 3411 Bewegungen ( – 19,9)

Schönefeld: 100 410 Passagiere (- 1,2) und 2 396 Bewegungen (- 4,1)

(In Tempelhof stieg die Zahl der Auslandspassagiere um 84,3 Prozent auf 25 840, während der Inlandverkehr um 56,1 Prozent auf 19 136 Passagiere zurückfiel.

1. Dezember

Alpi Eagle fliegt nun auch von Berlin-Tegel über Venedig siebenmal wöchentlich weiter nach

Calgari.

In einer Podiumsdiskussion in Berlin warnen Sprecher der Piloten, dass Strukturänderungen dringend nötig seien, weil sonst der Flugverkehr allein schon auf dem Boden nicht mehr wie gewünscht abgewickelt werden könnte.

3. Dezember

Hapag LIoyd Express geht als weitere deutsche Billig-Airline an den Start. Zunächst mit vier von Germania übernommenen Boeing 737-700, die in England umgemalt worden sind. Von Köln aus werden Linien nach Hamburg, London-Stansted, Mailand. Neapel, Pisa und Venedig eröffnet. Von Germania wird die l nach Berlin-Tegel übernommen, auf der die Zahl der Flugpaare von wöchentlich 21 auf 32 erhöht wird. Flugpreise einschließlich der Gebühren ab 19.90 Euro.

6. Dezember

Der BBF-Aufsichtsrat ernennt Dieter Johannsen mit Wirkung vom 1. Januar 2003 zum neuen kaufmännischen Geschäftsführer und zum Vorsitzenden der Geschäftsleitung. Er löst Götz Herberg ab, der in den Ruhestand tritt. Mit Rücksicht auf die erstrebte Privatisierung der BBF läuft der Vertrag zunächst nur für ein halbes Jahr. Johannsen-Roth betreute den Posten des kaufmännischen Geschäftsführers bereits kommissarisch seit einigen Monaten und war zuvor Finanzberater der BBF bei den Privatisierungsverhandlungen.

Nach Presseberichten hat Bundesverkehrsminister Stolpe zugesagt, dass der Bund die Kosten in Höhe von 60 Millionen Euro für den in Lichtenrade benötigten Tunnel der Dresdner Bahn übernehmen wird, auf der der Airport-Express zum BBI verkehren soll.

10. Dezember

In einem Podiumsgespräch, veranstaltet vom LFG in Köln, diskutieren Vertreter der Billig Airlines und der Flughäfen über die Chancen des neuen Marktsegments und sehen die Notwendigkeit, dass die Airlines eine vernünftige Kostenstruktur erarbeiten und die Fl4 die entsprechenden Arbeitsverhältnisse für die Airlines schaffen müßten.

12. Dezember

Die 6SF beantragt, wie angekündigt, die Gebührenerhöhung auf den drei Berliner Flughäfen um drei Euro pro Passagier zum 1. April 2003 bei den Landesluftfahrtbehörden Berlins und Brandenburgs.

14. Dezember

Der Bund kündigt an, mit Berlin und Brandenburg über eine vernünftige Kostenteilung bei der Finanzierung der Infrastruktur für den 681 im Januar 2003 zu verhandeln. Der Bund wolle seinen Teil tragen.

Der ehemalige Lufthansa-Vorstandsvorsitzende Ruhnau, der auch im Aufsichtsrat der BBF sass und jetzt den Vorsitz im Aufsichtsrat der Mitteldeutschen Flughafen AG (Flughäfen Dresden und Leipzig) führt, fordert in einem Memorandum, dass die Planungen für den 8131 auf Eis gelegt werden, weil die Kapazität der drei Berliner Flughäfen ausreichend und ein Neubau des ABI zur Zeit nicht finanzierbar sei. Späterhin sollte ein neuer Standort für den B6l gesucht werden.

18. Dezember

Das US-Logistik-Unternehmen Universal Express hat einen Vorvertrag geschlossen mit der Absicht, den gesamten Cargolifter-Standort im Rahmen einer Auffanglösung zu übernehmen

20. Dezember

Die Bankgesellschaft Berlin kündigt überraschend an, aus dem Bieterkonsortium von Hochtief und IVG auszusteigen. Von den 650 Millionen Eigenkapital zur Finanzierung des 86! sollte die Bankgesellschaft zehn Prozent bereitstellen. Die Partner im Bieterkonsortium müssen dem

Ausstieg zustimmen.

Air Berlin gibt bekannt, dass die Airline vom 1. Februar 2003 an ihren City Shuttle erweitern wird mit täglichen Nonstop-Flügen von Berlin-Tegel nach Rom, Wien und Zürich. Die einfachen Flüge inklusive aller Gebühren kosten von 29 Euro an.

20. Dezember

Das Unternehmen BerlinJet kündigt einen neuen Startversuch ab Berlin an. Vom 10. Februar an sollen Linienflüge von Berlin-Schönefeld nach München, Mailand und Paris angeboten werden. Eingesetzt werden soll eine MD 83 der isländischen MD Airlines. Der einfache Flug auf allen Linien soll von 33 Euro an angeboten werden, allerdings zuzüglich der Gebühren. An Bord soll es zwei Klassen und Bordservice geben.

22. Dezember

Verkehrsexperten der CDU, der Grünen und der FDP kritisieren den niedrigen Kaufpreis, der von dem Konsortium für den Kauf der BBF angeboten worden ist. Das Konsortium würde bis zum Jahr 2010 Einnahmen in Höhe von 830 Millionen Euro haben, der Kaufpreis betrage aber nur 290 Millionen. Die öffentliche Hand sollte den BBI selbst bauen.

Ein Airbus 310 der Aeroflot macht auf dem Flug von Moskau nach London in Berlin-Schönefeld eine außerplanmäßige Landung, weil ein Triebwerk ausgefallen war. An Bord waren 210 Passagiere, die am Abend mit einem Ersatzflugzeug befördert wurden.

28. Dezember

Der scheidende Vorsitzende der BBF-Geschäftsführung, Götz Herberg, weist das Memorandum Ruhnaus zurück und erklärt, ein vorläufiger Verzicht auf den BBI sei für die Wirtschaft der Region schädigt Der Betrieb müsse schnellstens auf einem Flughafen der Region konzentriert werden. Ruhnau versuche im Interesse des Flughafens Leipzig Berlin als Konkurrenten am Boden zu halten.

30. Dezember

Der Hochtief-Vorstandschef Hans-Peter Keitel fordert überraschend neue Verhandlungen über einen niedrigeren Kaufpreis für die BBF. Die von der Bundesregierung geplanten neuen Steuergesetze wirkten sich negativ auf die Renditeberechnungen des Konsortiums aus. Damit werde das Großprojekt BBI deutlich teurer. Das Konsortium ging bisher von einer Rendite in Höhe von 13,5 Prozent aus. Das gesamte Projekt müsse im Februar auf den Prüfstand, wenn die Gesetze tatsächlich geändert würden. Ein Vertragsabschluss sei daher Ende Januar nicht mehr möglich. Der Geschäftsführer des Konsortiums, der von der IVG gestellt wird, Klaus Köl wollte den Vorstoss nicht kommentieren und erklärte, er halte an dem Termin Ende Januar fest.

31. Dezember

Air Berlin teilt mit, das Unternehmen habe im Jahr 2002 den Umsatz um 22.5 Prozent auf 696 Millionen Euro steigern können. Die Zahl der Passagiere sei um 20 Prozent auf 6,6 Millionen gestiegen. Die Mitarbeiter erhalten zusätzlich zum 13. Gehalt eine Prämie von 1 500 Euro. Der City Shuttle, der Ende September eröffnet wurde, hat eine Auslastung von 66 Prozent erreicht.

Bilanz Dezember:

Passagiere % Bewegungen %
Tegel
Tempelhof
Schönefeld
Gesamt

902 411 Passagiere (+ 25,2) und 15 366 Bewegungen (-s- 11,7) Tegel: 776 392 Passagiere (÷ 29,8) und 10 353 Bewegungen (-i- 18)

Tempelhof. 35585 Passagiere (- 12.7) und 2 763 Bewegungen (-9,1) Schönefeld: 87 433 Passagiere (+ 9,9) und 2 250 Bewegungen (-i- 16,1)

Bilanz 2002:

Passagiere % Bewegungen %
Tegel
Tempelhof
Schönefeld
Gesamt

12 180 783 Passagiere (- 3,3) und 212 885 Bewegungen (- 3,7) Tegel: 9879 888 Passagiere (-0,3) und 127 470 Bewegungen (-3,2)

Tempelhof: 612 867 Passagiere (-20,9) und 48026 Bewegungen (- 1,8) Schönefeld: 1 688 028 Passagiere (- 11,9) und 37 389 Bewegungen (- 7,6)

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